Bahnhof Märzfeld

Bahnhof Nürnberg-Märzfeld #05

Ende Juni gab es dann einen kleinen Spaziergang zu den Relikten des Bahnhofs Märzfeld (bzw. Bahnhof Nürnberg-Langwasser). Die Unterführung mit den Aufgängen zu den Gleisen wird immer noch als reine Unterführung zur Unterquerung der gesamten Gleisanlagen genutzt. Die Aufgänge zu den ehemaligen Bahnsteigen sind allerdings vergittert oder zugemauert. Zugang ist jedoch leicht über einen Zufahrtsweg möglich der von der Otto-Bärnreuther-Straße  abgeht (zwischen den beiden Brücken). Zugverkehr ist auf dem Gelände keine Seltenheit, man sollte also etwas umsichtig sein bevor man über die Gleise stolpert. Der Märzfeldbahnhof selbst verfällt vor sich hin und ist auch nicht besonders weitläufig. Die Gebäude sind sicher versiegelt und die üppige Vegetation erobert sich langsam aber sicher den Bahnhof zurück.

Hier sammeln sich hier nun einige Fotos die die Abendstimmung auf dem Gelände dokumentieren. Schön sind natürlich die bunten organischen Graffitis auf den strukturierten kalten metallischen Oberflächen der Wagons und die Wände der alten Bahnhofsgebäude wurden auch umgestaltet, wenn auch alles nicht sonderlich meisterhaft. Das besprayte Fenstergitter würde sich aber auf genauso einer Natursteinwand super im Wohnzimmer machen. Im Inneren der Gebäude sind auch Malereien zu entdecken, allerdings war es nicht möglich durch die kleinen Gucklöcher Fotos zu machen. Da müssen Höhlenforscher späterer Generationen dann mal genauer gucken gehen.

Mehr Infos zum Bahnhof Märzfeld und ähnlichen Bauten finden finden sich hier.

Technik: Canon EOS 550D 18-135mm f/3.5-5.6. Die Fotos sind teilweise gecropped.

Update
Terence Jones, der mit mir zusammen den Bahnhof besucht hat, hat seine Fotos hier veröffentlicht.

2 Kommentare

  • Hallo,

    ich habe deinen Bericht und deine Bilder zum stillgelegten Bahnhof Nürnberg-Langwasser (Märzfeld) im Internet gelesen und gesehen und finde sowohl deine Beiträge als auch den Bahnhof sehr interessant. Ich war heute in Nürnberg, bin die neue Unterführung durchgegangen und habe die ehemaligen vermauterten Zugänge, links einen vergitterten Zugang zum Gleis 5 und als ich am Ende der Unterführung angelegt war, auch oben einen der alten Bahnsteige zusammen mit einem der alten Gebäude gesehen.

    Vielleicht kannst du mir sogar mit einige Fragen weiterhelfen, die ich zum Bahnhof habe:

    1. Besteht die Möglichkeit, die Bahnsteige und das Bahnhofsgebäude zu besichtigen?
    2. Befindet sich vor der jetzigen Unterführung und dem früheren Hauptzugang zum Bahnhof noch eine Unterführung mit einem ehemaligen Zugang zu den Gleisen? Ich habe auf Google Maps entdeckt, dass einige Meter vor dem Bahnhof weitere überdachte Pläne mit neuen Planen zwischen den einzelnen Gleisen zu sehen sind, die auf einen Nebenzugang und weitere Treppenaufgänge hindeuten.
    3. Darf man den abzeigenden Weg nach rechts von der Otto-Bärnreuther-Straße direkt vor der Bahnbrücke zum stillgelegten Bahnhof hochgehen und folgen? Am Anfang des Weges steht ein Schild mit der Aufschrift „Baustelle“.
    4. Besteht vielleicht sogar die Möglichkeit, den Bahnhof käuflich zu erwerben oder zu ersteigern?

    Danke für deine Antworten und deine Hilfe bereits jetzt.

    Gruß, Andreas

    • Hallo Andreas,
      ich habe Deinen Kommentar im Internet gesehen und möchte hiermit antworten ;-)

      1. Mir sind offizielle Besichtigungen nicht bekannt. Da das Gelände von der DB nach wie vor betrieben wird sind entsprechende Führungen auch tendenziell unwahrscheinlich, da gerne mal Güterzüge durchrauschen.
      2. Weiss ich nicht. Ich kenne nur die eine Unterführung, von der man nicht mehr auf den Bahnhof kommt.
      3. Spricht aus meiner Sicht nichts dagegen. Der Weg endet aber irgendwann und wandelt sich in unwegsames Bahngelände. Abgesperrt ist da aber nix.
      4. Ich gehe davon aus, dass es sich um Eigentum der Bahn handelt. Ergo würde ich an Deiner Stelle dort mal nachfragen.

      Frage an Dich: wieso will man den Bahnhof kaufen? Ruhig wohnen kann man dort sicherlich nicht.

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