SubBerlin: Die Geschichte des Tresors

SubBerlin ist ein Film von Tilman Künzel, der sich mit der Geschichte des Tresors befasst. Von den Anfangstagen bis zur Schließung 2005. Eine Dokumentation, die einem vor Rührung die Tränen in die Augen treibt. Bin mir nicht sicher ob man die Musik, das Gefühl, die Kultur, die Kraft und die ganze Atmosphäre auch nur annähernd nachvollziehen kann, wenn man nie auf Techno oder im (alten) Tresor gewesen ist. Neben dem ganzen Spirit und der Einzigartigkeit dieser musikalischen Instanz kommt aus heutiger Sicht noch ein ganz anderer Aspekt hinzu: Durch die Interviews gegen Ende der Doku bekommt man eine Idee wie viele Lichtjahre Subkultur wie diese von Politik und allgemeinem Kulturverständnis entfernt sind und wie wenig man an Anerkennung erwarten kann, selbst wenn man mit grenzenlosem Idealismus einer Stadt wie Berlin durch die Arbeit in einem Club oder als Musiker einen weltweiten Ruf verschafft hat. Muss in etwa das Gefühl sein, dass ein Künstler hat, der erst nach dem Tot berühmt wird. Das positive ist, es gibt diese Historie rund um den Tresor, es gibt den Tresor immer noch und wenn man Glück hat wird die Musik auch woanders gespielt (meist hat man jedoch Pech).
Und man kann sich das Stück Musikgeschichte und die ganzen Namen und Helden von damals™ hier nochmal angucken:

Interviews mit: Sven Väth, DJ Rush, Marusha, Monika Kruse, Josh Wink, Mr. C, Chris Liebing, Tanith, Tok Tok, Daniel Miller, Jeff Mills, Mike Grant, Juan Atkins, Dimitri Hegemann, Joey Beltram, Alexander Kowalski, Paul van Dyk, Mike Andrawis, Alan Oldham, Blake Baxter, Toni Rios, Rok, Dr. Motte, Paul Flynn, Todd Bodine, Marc Reeder, Regina Baer, Danielle De Picciotto, Alexandra Droener, James Pennington, Rick Kay etc.

Award on the Portobello-Film-Festival 2008 / London – Best music documentation.

Update
Schöner Text dazu auch drüben im Blog vonTanith.

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