Muggenhof Schulgebäude

Muggenhof Schulgebäude

Monika aus North Carolina hat früher in Nürnberg gewohnt und ist auch dort zur Schule gegangen, genauer gesagt in eine Schule an der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth. Das ist alles in den Kommentaren zu diesem Beitrag nachzulesen. Ich bin nun der Aufforderung gefolgt und habe mich an diesem sonnigen und eisig kalten Wintertag wieder auf nach Muggenhof gemacht. Es sieht dort zwar immer noch so aus wie in einer Stadt die aufgrund eines Reaktorunglücks geräumt werden musste, aber es verbreitet sich auch mittlerweile das Gefühl, als würden einige Stadtteilernäuerungspläne greifen. Das alte AEG-Gelände wird saniert (selbe Investoren wie die der alten Spinnerei in Leipzig, for those who know) und ein ewig leer stehendes altes Möbelhaus wurde von einem Ikeaverschnitt besetzt. Der Slogan der dort in dieser Ecke der Stadt groß nach Aufmerksamkeit ruft ist durchaus wörtlich zu nehmen: „Sieht doch gleich besser aus“. Stimmt. Besser als Leerstand ist das allemal, nur möchte man direkt dazuschreiben: „…nur stinkt es nach wie vor.“ Möchte wissen wer auf die selten dämliche Idee gekommen ist und Faultürme direkt in ein Wohngebiet mit Schule gestellt hat. Der halbe Stadtteil stinkt einfach. Um die alte Schule geht es hier nun auch im speziellen. Ich hoffe ich habe das richtige Gebäude erwischt. Die Häuser werden noch genutzt auch wenn sie nicht sonderlich lebendig aussehen.

10 Kommentare

  • Ein kleiner Exkurs:
    Die Nürnberger, die direkt an der Pegnitz lebten, haben schon immer ihr Abwasser in den Fluß geleitet. Die anderen ließen es einfach versickern, was manchmal zu Problemen führte, da es ja viele Hausbrunnen gab. 1854 gab es deshalb z.B. eine große Cholera-Epidemie.
    Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts baute man überall im Stadtgebiet Hauptsammler für das Abwasser. Alle Kanäle leiteten das Abwasser unterhalb der Altstadt direkt in die Pegnitz. Als die Wasserqualität der Pegnitz immer bedenklicher wurde, dachte man auch über eine Kläranlage nach. Die „Kläranlage Süd“ von 1915 an der Maximilianstraße war die erste große Kläranlage in Bayern, erfasste aber nicht alle Hauptsammler. Um 1929 entstand daher die noch weiter unterhalb gelegene größere „Kläranlage Nord“ (heute „Klärwerk 1“) in Muggenhof, die einfach günstig lag, um wirklich alle ursprünglich in die Pegnitz führenden Hauptsammler durch eine neu gebaute Hauptzuführung zu erfassen.
    Es gab wohl keine Alternative für den Standort. Die Lage der Hauptsammler war längst festgelegt, bevor man überhaupt an eine Kläranlage dachte.

  • Nur macht man sich mit dem Bauwerk den halben Westen der Stadt kaputt. Urban leben mit besten Verkehrsanbindungen und trotzdem im Grünen mit Wasser in der Nähe, das wäre ihr Preis gewesen. So was ist sehr selten in der Gegend und am andern Ufer, gegenüber vom Klärwerk entstehen bzw. stehen ja auch schon etliche Lofts. Vermutlich hat der Makler beim Besichtigungstermin die Fenster zu gelassen.

  • Na, dann bleibt nur zu hoffen, dass sie die Faultürme noch mal anderswohin verlegen. Das ist ja kein Zustand, wenn ich mir vorstelle, dort zur Schule zu gehen… Muss eine Zumutung für die Kinder gewesen sein. Dass aber zumindest etwas in dem Stadtteil gemacht wird, ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, es wird sicher noch einiges mehr passieren, als dass ein Möbelhaus dort seine Pforten öffnet.

  • MOECHTE MICH SO SEHR BEDANKEN FUER DIE BILDER AUS MEINER JUGEN ZEIT “SCHULE“
    JA DIE GEBEUTE SEHEN NICHT MEHR SEHR LEBHAFT AUS !ABER EINE GUTE ERINNERUNG AN MEINE SCHULZEIT .

    DANKE !

  • MOECHTE MICH FUER DIE BILDER BEDANKEN !
    JA DIE SCHULGEBEUTEN SEHEN NICHT SO HINREISEND AUS MEHR TROSTLOS ALS IN MEINER SCHULZEIT 1951/52 ERSTE KLASSE

    STADT NUERNBERG KOENNTE SCHON ETWAS FARBE ANBRINGEN UND AUCH ETWAS DUN FUER DIESEN STINKIGEN GERUCH !, IN DEN 50/60GER JAHREN HATTE ES NICHT GESUNGEN !!!!!

  • ALSO ICH MEINE NICHT SO SEHR GESUNGEN, VIELEICHT MERKTE ICH ES NICHT SO DA ICH NOCH EIN KIND WAR , DAS ES IN MUGGENHOF SO GESUNKEN HATTE .

Kommentar verfassen