Damals… in Nürnberg

„Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen.“ Das gilt vielleicht im Besonderen für Nürnberg. Einer Stadt, die gesellschaftlich konservativ und rückwärtsgewandt ist und stark ihrer eigenen Geschichte nachhängt. Eine Geschichte, die zwar in der Altstadt sichtbar ist, die man sich aber sonst immer etwas mühsam herleiten muss. An etlichen Orten der Stadt haben die Zerstörungen des Krieges und der Wiederaufbau ganze Arbeit geleistet und die Spuren der Historie verwischt.

Wenn man aber etwas gräbt, dann treten viele Geschichten zu Tage. Die Stadt existiert seit vielen Jahrhunderten. Ein Special vom Bayrischen Rundfunk erinnert an die Geschichte Nürnbergs und wie sie in die Gegenwart ragt.

„Es gab Zeiten, als durch die Nürnberger Altstadt noch die Straßenbahn fuhr, Gaslaternen die Gassen beleuchteten, der Zeitungsverkäufer lautstark das „8 Uhr-Blatt“ ausrief und zwei Bratwürste mit Gurkensalat und Kartoffeln 1 Mark 20 kosteten. Für die Reihe „Damals…“ ist Sybille Krafft diesmal auf Spurensuche in Nürnberg gegangen. Dort dokumentiert sie am Beispiel der Altstadt, wie sehr sich die Wohn- und Lebensverhältnisse seit den Nachkriegsjahren verändert haben. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort, die zum Teil noch als Kinder in den Kriegsruinen gespielt haben.“

(Senderinformation, BR)