Filme aus Beton

SOS Hamburger Nachkriegsmoderne! Filmische Annäherungen an Hamburger Gebäude der Nachkriegsmoderne. Ein kooperatives Projekt Studierender der HAW und HCU.

Der Kurzfilm „Ohne Titel“ zeigt eine bildliche Annäherung an einen Wohnkomplex im Hamburger Stadtteil Niendorf, den sogenannten Affenfelsen. Die Verschlossenheit des Gebäudes und dessen Bewohner*innen wird durch die suchende Kamera und die O-Töne thematisiert. Die atmosphärische Veränderung von Tag und Nacht spiegelt den Kontrast zwischen Ästhetik und Nutzung wieder.
Der Affenfelsen bleibt somit nicht nur den Filmemacherinnen, sondern auch dem Publikum unzugänglich.

 

Der Abriss der Postpyramide ist nur der Anfang. Die City Nord ist menschenleer und scheint bereits jetzt ein „lost place“ zu sein. Technisch raffiniert wird die mystische Stimmung der City Nord im Kurzfilm „City Nord. Dying Brutalism“ eingefangen. Um Näheres über die ursprüngliche Nutzung der Betonriesen und die merkwürdig erhöhte Wegführung zu erfahren, müssten Archäologen herangezogen werden. Bald wird dieses Areal ein ganz anderes sein.

 

Der denkmalgeschützte City-Hof am Rande des Kontorhausviertels gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Hamburger Nachkriegsmoderne. Dennoch plant die Stadt als Eigentümer, die vier Hochhäuser im Sommer 2018 abzureißen. In seinen vier kurzen Kapiteln dokumentiert der Film den aktuellen Zustand, die Historie und die Debatte um das umstrittene und heruntergekommene Bauwerk des Architekten Rudolf Klophaus.

 

Die Postpyramide stand noch bis Anfang dieses Jahres in der City Nord, heute ist dort nur noch Schutt zu sehen. das Gebäude wurde 1977 von den Architekten Gerhard Weber und Georg Küttinger erbaut. Mit dem Einzug der Oberpostdirektion bekam das Gebäude ein „gelbes Gewand“. 2015 zog jedoch die Post aus und es folgte Leerstand und Wandalismus. Der Kurzfilm „Die Postpyramide“ thematisiert und kritisiert den Abriss des Gebäudes – eine Hommage an die Postpyramide.

 

Ein Film, der die Dimension der erbauten Anonymität in ihrer Verbundenheit zeigt.
Peter wohnt seit knapp 40 Jahren in der Lenzsiedlung in Eimsbüttel. Der Wohnblock ist zu seinem Zuhause geworden, auch, wenn er sich mit seiner Umgebung nie wirklich identifizieren konnte. Trotz der dicken Betonwände, der grauen Fassaden und des ausladenden Ausblicks, findet er hier jedoch, wonach oftmals jeder von uns sucht: Zusammenhalt.

 

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