Fotoshooting mit Frau von Eich

Fotosession in der Quelle #5

Nach wie vor finden Portraits bei mir nicht sonderlich oft statt. Vor einigen Monaten gab es im mittlerweile verschwundenen Dillberg Hotel ein Fotoshooting mit Mademoiselle Berger. Zwischenzeitlich dann so die ein oder andere kleine Knipserei, aber ansonsten versteife ich mich auf Architektur und Profanbauten. Sind dankbare Motive. Vielleicht ist das schade, aber ich fühle mich nicht als ein Fotograf, der einem Menschen gute Anweisungen geben kann um ein perfektes Bild entstehen zu lassen. Vielmehr falle ich in die Rolle des Beobachters, des Voyeurs, und warte wie ein aufmerksamer Jäger auf einen guten Moment um die Kamera auszulösen. Praktisch ausgedrückt nutze ich einfach das, was ich vorfinde und versuche die Szenerie so wenig wie möglich zu verändern. Jeder Eingriff würde die Natürlichkeit und die eigene Schönheit zerstören. Ihr kennt das.

Nun war aber Frau von Eich in den letzten Tagen seit längerem mal wieder in der Stadt. Sie mochte ein neues Profilfoto für ihr Facebook und wollte auch unbedingt endlich mal ins Quelle-Gebäude. Ein schöner Anlass, was zusammen zu unternehmen. Wir schlichen durch die schon etwas winterlich ausgekühlten Hallen des Gebäudes. Ich beobachtete Frau von Eich dabei, wie sie mit Neugier den Staub der Vergangenheit aufwirbelte und auch die noch frischen Relikte der jungen Gegenwart blieben nicht unentdeckt. Licht gibt es gerade an diesigen Tagen in den tiefen Hallen nicht sonderlich viel. Zwischenzeitlich schien dann aber die tiefstehende nachmittägliche Sonne in die Halle, in der die Sommerkollektion stattgefunden hatte. Sonst etwas kamerascheu, fing Frau von Eich an ungehemmt und mit Freude mit der Wintersonne zu spielen während wir uns weiter unterhielten. Ich musste nur noch abdrücken. Eine kleine schmucke Fotoserie entstand.

Technik: Canon EOS 550D 18-135mm f/3.5-5.6 ohne sonstige Hilfsmittel (available light). Die Fotos sind farblich leicht bis mittelmäßig nachbearbeitet und in der Regel Schnappschüsse.

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