Meanwhile in Nuremberg (22)

Gugelstraße, Nürnberg, Bayern, Deutschland

Gugelstraße, Nürnberg, Bayern, Deutschland am 05. November 2013 um 16:17 Uhr.

Canon EOS 550D, 10-20mm F4-5.6, Raw Edit

(Ansicht in Google Streetview)

4 Kommentare

  • Die Fotos gefallen. Warum nur?
    Im richtigen Leben, mit dem Rad unterwegs wirkt die Stadt doch vielerorts nur schäbig, heruntergekommen, nichts wie weg hier.
    Vielleicht wegen der Distanz, die durch die Bilder entsteht.
    Da tut es dann plötzlich nicht mehr so weh.
    So weh wie die Erkenntnis, dass man es im Leben nicht weiter gebracht hat, als an diesen bestenfalls langweiligen aber regelmäßig bedrückend hässlichen Ort.
    U Bahn Maximilianstrassse, Aufsessplatz, das Grau(en) kennt kein Ende.

    Als kleines Dankeschön für die Bilder dennoch hier mein persönlicher Tipp für eine Fotorunde (allerdings kein walk sondern ein bike):

    Ab Nürnberger Versicherung, der Hubschrauberlandeplatz ist erhaben (von der Marthastrasse aus scheint er zu schweben)
    Gleisshammer- Goldbach-Parsberger- Immelmannstrasse. Ansehnliche Siedlung mit Charme östlich vom A-Amt.
    Über Luitpoldhain, Silbersee in die Planetensiedlung – 70er Jahre Reissbrettarchitektur.
    Von der Klenze- in die Röcklstrasse – zwei völlig unterschiedliche Quartiere direkt nebeneinander.
    Am Nordende Gleissnerplatz führt eine schmale Unterführung in die Gleisanlage vom Rangierbahnhof hinein.
    Man glaubt es kaum aber diesen Weg durch die Gleise Richtung Norden darf man offiziell benutzen. Da rollen wie von Geisterhand Containerwaggons um einen rum.
    Nach Norden über mehrere Gleise zur Bruneckerstrasse (Sonntags eine entseelte Industriebrache) und dann ab ins Landbierparadies in der Sterzinger ;-)
    Alternativ Schnorrstrasse südlich der Gleise in die Werderau

    Auf dieser Tour gibt es innerhalb kurzer Zeit vier bis fünf ganz unterschiedliche Seiten der Stadt zu fotografieren.

    • Dankeschön! Vielleicht tauchen ja demnächst Bilder der von dir genannten Ecken auf. Und ja, wenn man es im Leben nicht weiter gebracht hat als bis nach Nürnberg, sollte man sich vielleicht wirklich Gedanken machen. Klingt sehr ernüchternd. Ich hoffe, es ist nicht halb so schlimm, denn so mancher versucht ja hier sein Glück.

  • Ohje, das zieht mich runter. Man könnte ja fast sagen, Nürnberg ist die größte Stadt in Deutschland, in der man sich vor der Welt verstecken kann. Zumindest muss man doch immer wieder fühlen, dass hier Dinge nicht gehen, die anderswo selbstverständlich sind.
    Danke für deine „Meanwhile“-Reihe, ich muss bei den Bildern immer wieder Schmunzeln während ich mir denke „Oh mein Gott…..“

  • Naja, die Stadt trägt sicher einen Teil dazu bei, dass ich ein stabiles Dach überm Kopf und einen vollen Kühlschrank habe, das schätze ich durchaus. Insofern ist die Aussage mit dem weit bringen einseitig.

    Aber wieso darf so ein – verzeihung – Dreckloch wie in der Allersberger Strasse 4 gleich nach dem Gleistunnnel beim Hauptbahnhopf auf der Ostseite stehen bleiben? Wirklich mitten in der Stadt.
    Was denkt wohl ein Besucher über die Stadt, der meinetwegen mit dem Zug aus München kommt, in die Tram steigt und als erstes Gebäude diese verwahrloste Bruchbude sieht? Der denkt, dass der Nürnberger sich nicht um seine Stadt kümmert, was sonst?

    Kurioserweise zeigt Google Maps bei Eingabe Allersbergerstrsse 4 ein Haus in der Gegend von #155 an, gerade so, als wolle man diesen Schandfleck verstecken. Sucht man Allersbergerstrasse 5 auf der gegenüberliegenden Strassenseite stimmt alles – ein Schelm…..

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