Schlagwort: wohnungen
Edition Humboldtstraße
„Nürnberg in zwei Stunden? Schlendern Sie durch die Humboldtstraße in der Südstadt!“, steht wohl in noch keinem einzigen Reiseführer. Zu Unrecht, findet der Autor. Die Humboldtstraße flankiert fast das ganze südliche Zentrum der Stadt und schlängelt sich bzw. sticht durch verschiedene Quartiere und Epochen. Von West nach Ost geht’s von schlichter Arbeitersiedlung und Nachkriegsarchitektur, vorbei an Backsteinindustrie bis hin zu Jugendstilensemblen. Vieles hat zwar schon mal bessere Tage gehabt, aber das ist ja in Nürnberg auch allgemein so. Ist dennoch ein guter und facettenreicher Querschnitt durch die Stadt. Etwas verträumt mit vielen verschlossenen Fenstern, schmucklosen Fassaden und insgesamt wenig einladend. Könnte ein quirliges Kiez sein, ist es aber nicht. Da ist noch viel Platz für Cafés, Boutiquen und Straßenleben, gerade im östlichen Teil. Aber für einen Fotowalk ists genau richtig:
Die Fassaden in der ganzen Straße sind übrigens erstaunlich frei von Graffitis, Stenciln, Stickern und ähnlichem. Etwas bedenklich in einem urbanen Quartier wie diesem. Lässt insgesamt auf älteres, regungsloses, wenig studentisches Publikum schließen. Da wird so schnell nix hippes draus. Gostenhof ist dagegen ja das Leben pur.
Technik: Canon EOS 1000D 18-135mm f/3.5-5.6. Die Fotos sind gecropped und meist farblich nachbearbeitet.
20. September 2011
5. April 2009
Neue Kamera, neues Glück. Nürnberg ist in der Zwischenzeit leider nicht sonderlich hübscher geworden, aber es ist ja nicht so, dass man nicht wenigstens versuchen würde was dran zu machen.
31. Oktober 2008
Es ist nur ein Haus in einem ruhigen, bürgerlichen Stadtteil Nürnbergs (Zabo). Ein Haus, dass von einem Künstlerehepärchen bewohnt, über die Jahre verändert und bebastelt wurde, bis es irgendwann das Geisterhaus von Nürnberg war. Es sieht aus wie aus einem Gothicfantasytraum, so als wurden gestern erst eine Teufelsanbetung oder ähnliche Rituale durchgeführt. Das Haus ist von Stacheldraht umringt und wirkt verwildert. Dass die Besitzer normale, ja charmante Leute mit einem gesunden Weltbild waren, war denen nicht ganz klar, die Brandanschläge auf das Haus verübt haben oder versucht haben einzubrechen. Das Haus stand zeitweise unter Polizeiaufsicht aufgrund der Angst vor Anschlägen. Das es hier auch um Toleranz geht zeigt ein Kurzfilm über das Haus und das Ehepaar.
Der Nachbarschaft, ja vielleicht sogar dem ganzen Viertel war es ein Dorn im Auge, doch die Bewohner hatten sich zuletzt mit den direkten Nachbarn ausgesöhnt. Die Besitzer sind nun gestorben und bei der Haushaltsauflösung hat man dem Nachlassverwalter wohl dem Vernehmen nach die Bude eingerannt. Hat was von Leichenfledderei. Auch das Haus selbst steht derzeit zum Verkauf.
(via wort-wahl)
ps: ich habe einige Fotos von dem Haus vor ca. einem Jahr gemacht. Der Wunsch der Besitzerin war es aber, diese Fotos nicht zu veröffentlichen.
27. Mai 2008
Dies ist eine Sammlung von Fotos der letzten Monate. Möglicherweise sind machne der Spots so nicht mehr vorhanden.
12. Mai 2008
File under: pic of the day

Quelle: unbekannt
22. April 2008