Schlagwort: stadt

Fotoausstellung zum und im urbanen Raum

Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg 2011, Ausstellung und Wettbewerb, künstlerische Fotografie

Die Galerie Treppenhaus in Erlangen, das Forum Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) und die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) starteten gemeinsam den Fotowettbewerb “Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg” für professionelle und semiprofessionelle Fotografen der Region rund um Nürnberg. Es geht um Städtebau und den urbanen Raum ansich und da dürfen die Bilder dieses Blogs aus der Rubrik “Nürnberg ist hässlich, das kann aber ganz schön sein” natürlich nicht fehlen.
Eine unabhängige Jury wählte die besten 100 Fotografien aus und diese werden beginnend mit der Vernissage am 16. September bis zum 21. Oktober 2011 in einer Ausstellung in der Galerie Treppenhaus in Erlangen präsentiert.

Urbane Fotografie ist nun wahrlich nix neues. Das erste Foto überhaupt von Joseph Nicéphore Nièpce zeigt direkt mal Häuser. Dennoch ist die Faszination des urbanen Raums ungebrochen und bietet einen ganzen Blumenstrauß an Reizen, Bedeutungsebenen und Facetten. Die schön-hässlichen Fotos von Nürnberg in diesem Blog sind eine der Möglichkeiten sich mit einer Stadt fotografisch auseinanderzusetzen. Weitere und andere Blicke auf die bunte Welt der Gebäude und deren Menschen wird die Ausstellung sicherlich zeigen.

Vier Fotos aus dem Repertoire dieses Blogs sind auf Leinwand gedruckt Teil der Ausstellung: Atrium, Tele Cafe Almas, Scheiss Sauberkeit und Maximilianstraße. Das Atriumfoto bekam den 2. Preis im semiprofessionellen Bereich. Die Fotos sind teilweise schon etwas älter, aber aus gegeben Anlass haben sie noch mal den Ort ihrer Entstehung besucht. Bitteschön.

Tele Cafe Almas revisited Atrium revisited Maximilianstr revisited

Scheiss Sauberkeit revisited
Ich freue mich auf die Ausstellung und vielleicht verschlägt es den ein oder anderen Renzipienten dieses Blogs auch nach Erlangen zur Vernissage.

Weitere Links
// Facebook Event der Vernissage bzw. der Ausstellung
// Bericht der Jury

Hinterlasse einen Kommentar 10. September 2011

Tote digitale Briefkästen

Es gibt in Nürnberg mittlerweile den zweiten “Dead Drop“!

Dead Drops sind ein anonymes, offline Peer-to-Peer Filesharing-Netzwerk im öffentlichen Raum. USB-Speichersticks werden so in Wände, Gebäude oder Kantsteine eingebaut, dass sie für jeden öffentlich zugänglich sind. Man schließt einen Laptop an einem Haus, der Wand oder dem Pfosten an und teilt Lieblingsdateien mit allen anderen. Jeder Dead Drop wird bis auf die readme-Datei, welche das Projekt erklärt, leer installiert und dann auf einer Karte auf der Webseite eingetragen um ihn auffindbar zu machen (Details zur Installation hier). Eine App für Android gibts auch, für iPhone soll wohl eine unterwegs sein. Somit kann man wie der gemeine Geocacher losziehen, die Drops suchen und hübsch Daten im wörtlichen Sinn in der Stadt speichern und laden.

Hintergründe, Pros und Contras der Aktion erklärte bereits ein SpOn-Artikel. Hier nun Details zu den zwei Nürnberger Dead Drops.

Deaddrop Lenaustrasse 8
Deaddrop Lenaustrasse 8

Deaddrop Wilhelm-Spaeth-Straße 18
Deaddrop Wilhelm-Spaeth-Straße 18

Das Projekt Dead Drops des Berliner Medienkünstlers Aram Bartholl wurde auf der diesjährigen Ars Electronica in der Kategorie Digital Communities mit einer Honorary Mention bedacht.

(Fotos sind nicht vom Autor, sondern wurden der Dead Drops Webseite entnommen)

2 Kommentare 6. September 2011

Städteranking

Eine spannende Studie findet man unter www.insm-staedteranking.de. Ein Niveauranking vergleicht den Ist-Zustand deutscher Städte (Wohlstand). Das Dynamikranking bildet ab, wie sich die untersuchten Großstädte in der Zeit von 2004 bis 2009 entwickelt haben. Überraschend: Erlangen kommt beim Niveau gleich nach dem Sieger München. Berlin ist beim Niveau weit hinten, hat aber eine beachtliche Dynamik (Ausgewählte Lebensmittelpunkte des Autors).

„In Erlangen findet sich der höchste Anteil Hochqualifizierter. Die Arbeitslosenquote ist sehr niedrig. Die Einkommensteuerkraft übertreffen nur noch München und Hamburg. Eine Analyse der Cityregion Nürnberg, die wir ergänzend zum Städteranking durchgeführt haben, zeigt, dass Erlangen die ganze Region nach vorne bringt und sogar die Probleme des früheren Quelle-Standorts Fürth überkompensiert“

Beim Cityregionen-Ranking, d. h. dem Vergleich der 20 größten Wirtschaftsräume liegt die Region Nürnberg bei der Dynamik vorne. Das deckt sich in etwa mit den Veränderungen in der Stadt die man in der letzten Zeit so beobachten kann.

Großstadt-typische soziale Probleme sowie noch vorhandene Teilungsfolgen trüben die Niveaubilanz Berlins. Die Hauptstadt kommt auf Niveaurang 90. Sie zeigt sich jedoch überdurchschnittlich dynamisch: Platz 30. Positiv entwickelte sich in Berlin der Arbeitsmarkt, wenn auch von niedrigem Niveau aus: Die Arbeitslosenquote verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte, Rang 21. Auch die Jobversorgung ist deutlich gestiegen.

Die mittelfristige Perspektive Berlins beurteilen die Wissenschaftler jedoch positiv. Ein Grund: Hier entstehen viele neue Unternehmen in der wissensintensiven, unternehmensnahen Dienstleistung und Beratung.

Rankings aus der Studie

Es lohnt sich zumindest die ersten Seiten des Endberichts zu lesen um einen tieferen Einblick zu bekommen. Es sieht nämlich so aus, als würde (Ober)Franken den Anschluss wiederfinden, denn Städte wie Bayreuth, Bamberg und Hof stehen in der Dynamik weit oben. Wer sich selbst in die Auswertung mit einrechnen will schaut sich mal die Liste mit den verfügbaren Einkommen an (die Fürther liegen da übrigens weit vor den Nürnbergern, hihi, auch Straftaten gibts in Fürth am wenigsten).

Berlin kann leider nirgends so richtig punkten, allerdings waren kulturelle Strahlkraft und Hippness auch nicht Teil der Studie :)

Hinterlasse einen Kommentar 21. August 2011

Städteranting

Falls man mit dem eigenen Wohnort oder mit der Wohnsituation oder mit dem sozialen Umfeld, dem kulturellen Angebot, dem Ansehen, der Hippness oder der Strahlkraft des Aufenthaltsortes leicht unzufrieden ist, dann könnte man sich vielleicht bei Gelegenheit in zwei Diskurse einlesen die unterschiedlicher und gleichzeitig gleicher nicht sein könnten und möglicherweise sogar exemplarisch sind.

Städtera(n)ting Nürnberg

Da haben wir zum einen die leicht an Identitätsarmut leidende ewige Nummer zwei in Bayern. Der Stadt in der, seit dem der Vorschlag aufgetaucht ist, wieder die Sperrzeiten zu verkürzen, es praktisch niemanden mehr gibt, der nicht irgendeine Meinung über die Lebensqualität von Nürnberg hat. Manifestiert hat sich das in den Kommentaren zu dem Artikel “Nürnberg: Die langweiligste Großstadt Deutschlands?“. Alle möglichen Meinungen die man zu Nürnberg haben kann wurden niedergeschrieben bzw. gerne auch mal hingekotzt. Wer in Nürnberg wohnt bzw. in vergleichbaren Städten, dürfte die eigene Meinung in den Kommentaren wiederfinden.

Städtera(n)ting Berlin

Zum anderen haben wir eine Stadt die defacto Hauptstadt ist und sich in der Selbst- und Fremdwahrnehmung quasi über den Rest im Lande stellt, aber eigentlich mitten in der Pubertät steckt. Eine Stadt, die mehr Probleme hat, als der ganze Rest in Deutschland zusammen, aber gleichzeitig über die Anziehungskraft eines schwarzen Loches verfügt und nicht nur theoretisch Lebendigkeit versprüht. Vorbild und Heilsbringer für Orte und Leute mit Profilneurosen. Nun herrscht dort auch ein ganz eigener Diskurs, der in den Kommentaren zu dem anderthalb Jahre alten und immer noch fröhlich kommentierten Text “Der Berliner Szenemensch” hervortritt, denn offenbar nervt es gewaltig, wenn Leute endlich im Hedonisten-Mekka angekommen sind, sich uniformieren und stereotypisieren und zwanghaft versuchen sich abzugrenzen und zu individualisieren und das Schlachtfeld die eigene Stadt ist.

Tja, wo man auch hinkommt, es wird gemeckert. Allerdings ist die Diskussion dieselbe auch wenn das Thema ein anderes ist. Selbst die Argumente sind ähnlich. Es geht um diese leichte Unzufriedenheit mit sich und dem Universum und dagegen hilft ganz gut einfach mal den Blick zu weiten, auf beiden Seiten und über den Tellerrand. Und Humor.

Hinterlasse einen Kommentar 21. August 2011

Nürnberg und das Image

Nürnberg Leonhardstr

Es lebt sich unspektakulär in Nürnberg. Die Stadt will zwar irgendwie was sein, irgendwo vorne mitspielen, irgendwas tollstes größtes bestes haben. Will Historie und Urbanität haben, will Nachtleben haben und Urlaubsziel sein mit Flair und Lebensgefühl und vergisst/übersieht dabei leider den größten Vorteil: Nürnberg ist Großstadt (faktisch, nicht gefühlt) in Slowmotion.
Man kann zwei Monate weg sein und man verpasst nichts. Es ist allen einfach verdammt egal was ist und was werden könnte. Und das ist ein Vorteil, in einer Zeit in der der Rest der Welt beim laufen die Beine nicht nach bekommt. Nürnberg ist der Fels in der Brandung. Die Stadt ist offensichtlich gegen jede Art von gesellschaftlicher oder kultureller Strömung immun (seit dem Wiederaufbau).

Natürlich will sich die Stadt auch als Marke verkaufen, klappt nur nicht wenn Realität und Werbung etwas auseinanderklaffen. Egal was es zu sein gibt, Nürnberg ist es nicht und das ist verdammt nochmal ein Aushängeschild mit gestrecktem Mittelfinger und eine Oase in einer Welt, in der alles eine Marke sein muss!

3 Kommentare 30. Juli 2011

Nürnberg Impressionen #11

Edition Nordstadt

Strassenschlucht

Ein paar Fotos aus der Nürnberger Nordstadt (Uhlandstraße, Maxfeld). Eine Gegend, die von der Bausubstanz her stellenweise recht vielversprechend aussieht. Es gibt vergleichsweise viel jugendstiligen Altbau, der besser in Schuss ist als z.B. in Gostenhof, gerade im westlichen Teil Richtung Friedrich-Ebert-Platz. Aber dann doch wieder trostlos erscheint, weils eine reine Wohngegend ist, mit einem homöopathischen Anteil an Bars, fancy Läden und anderen Aktivitätsmöglichkeiten (Ausnahmen bestätigen die Regel). Richtig gruselig wirds im östlichen Teil und Richtung Nordring. Dieser Teil hängt offensichtlich durch eine Raumzeitverschiebung in den 50er Jahren fest. Vielleicht ändert da die Revitalisierung vom Tuchergelände was dran, aber nur, wenn man sich nicht wie so oft “architektonisch an der Umgebung orientiert”.

Technik: Panasonic Lumix DMC-FZ28, die Fotos sind gecropped und farblich (leicht) nachbearbeitet.

2 Kommentare 15. Mai 2011


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Salz 1 Offen auf AEG 05 Nürnberg Muggenhof - Hotel Metropol Archinovo Dauerausstellung Volksbad Nürnberg 18 re:publica 03

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