Die Weinerei als Akademie Galerie 2.0?

Akademie Galerie

Die Weinerei Nürnberg hat sich vorgenommen, sich kurz- bis mittelfristig etwas zu verändern. Und zwar vor allem räumlich. Wir denken derzeit verstärkt an einen Umzug in neue Räumlichkeiten und haben auch schon das ein oder andere Angebot im Auge. Aktuell ist eine Immobilie inmitten der Nürnberger Altstadt für uns interessant: die alte Akademie Galerie. Diese ist für eine Wohnzimmer-Galerie wie die unsere sehr gut geeignet, sie wäre allerdings für einen Betrieb an nur zwei, drei Abenden in der Woche nicht kostendeckend. Nun kam die Idee hoch, dass sich jemand (eine Organisation? ein Unternehmen?) tagsüber mit den Räumlichkeiten der möglichen neuen Weinerei beschäftigt und sie in einer noch nicht näher definierten Art und Weise nutzt.

Nun unsere Frage: Gibt es Leute, die derzeit nach Räumen im Herzen Nürnbergs suchen und sich eine Kooperation mit unserem Kunst- und Kulturwohnzimmer vorstellen können? Wir freuen uns auf eure Ideen in den Kommentaren oder per Mail an ….

Info

Hat sich erleidgt.

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Gefahrengebiet-Klobürste in Nürnberg

Klobürste in Nürnberg

Hamburg bleibt widerborstig
Hamburg bleibt widerborstig – flickr: Jens Beckmann (CC)

In Nürnberg steht die Kommunalwahl an. Die Stadt ist mit Wahlplakaten aller Couleur zugepflastert und auch ein paar Werke, die nicht unbedingt einer Partei zuzuordnen sind, mischen sich darunter. Mit dabei ist eine adäquate Abbildung einer Klobürste auf schwarzem Grund mitten in Nürnberg Gostenhof. Die Klobürste war jüngst noch Symbol für den Widerstand gegen die Einrichtung einer Gefahrenzone in Hamburg und gegen die Willkür der Polizei. Der Auslöser war wohl ein Youtube-Video: Ein Mann in schwarzen Klamotten wird von der Polizei durchsucht. Zwei Beamte in Straßenkampfmontur mit Schutzhelmen greifen zielsicher nach dem Knüppel, der offensichtlich in der Hose des Mannes steckt – und ziehen eine weiße Klobürste hervor.

Seither ist die Klobürste ein Protestsymbol und aus dem Stadtbild von Hamburg fast nicht mehr wegzudenken. Sie konzentriert sich im Schanzenviertel und in St. Pauli und ist zum Mem und Merchandiseartikel geworden. Nun ist sie auch in Nürnberg angekommen und protestiert ein bisschen gegen die manchmal wirklich etwas übereifrige und sehr gegenwärtige Staatsmacht in Bayern. Und vielleicht auch etwas gegen Gentrifizierung.

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Nürnberg Stadtreklame in Berlin

Nürnberg Stadtreklame in Berlin

In Berlin hängt derzeit mindestens ein Plakat, das Nürnberg recht bieder als kinderfreundliche Stadt für Familienurlaube präsentiert. Das ist nicht ungewöhnlich. Berlin wirbt beispielsweise mit seiner kulturellen Vielfalt mittels Plakaten prominent in München oder umwirbt junge Kreative auf diese Weise in Tel Aviv (der heimlichen Hauptstadt für Start Ups). Schöner wäre es indes, wenn statt des lustig über die Burg hüpfenden Delfins das Quelle-Areal oder andere Flächen mit Potential auf dem Plakat wären, um die mächtige Szene Berlins anzugraben. Sich als Berlin Bayerns zu positionieren halte ich für Nürnberg als keine so abwegige Idee. Potential innerhalb der Stadt wäre da. Mut und Wille in den Köpfen der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung vermutlich nicht.

Danke an Frau von Eich für das Foto!

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Ach, übrigens… No.10: Von der Berlinifizierung, von der Quelle und vom Film “Herz aus Asphalt”

Von der Berlinifizierung Nürnbergs - Nürnberger Nachrichten

Der Begriff “Berlinifizierung” wäre dann hiermit in der Nürnberger Lokalpresse gelandet. In einem Interview mit mir von Harald Baumer, unser Mann in Berlin, vergleiche ich nicht nur Nürnberg mit Berlin und Berlin mit Nürnberg, sondern ich erkläre auch, warum die Schönheit von Fotografie im Detail liegt. Das Interview kann auch im Netz gelesen werden. (mehr …)

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Damals… in Nürnberg

“Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen.” Das gilt vielleicht im Besonderen für Nürnberg. Einer Stadt, die gesellschaftlich konservativ und rückwärtsgewandt ist und stark ihrer eigenen Geschichte nachhängt. Eine Geschichte, die zwar in der Altstadt sichtbar ist, die man sich aber sonst immer etwas mühsam herleiten muss. An etlichen Orten der Stadt haben die Zerstörungen des Krieges und der Wiederaufbau ganze Arbeit geleistet und die Spuren der Historie verwischt.

Wenn man aber etwas gräbt, dann treten viele Geschichten zu Tage. Die Stadt existiert seit vielen Jahrhunderten. Ein Special vom Bayrischen Rundfunk erinnert an die Geschichte Nürnbergs und wie sie in die Gegenwart ragt.

„Es gab Zeiten, als durch die Nürnberger Altstadt noch die Straßenbahn fuhr, Gaslaternen die Gassen beleuchteten, der Zeitungsverkäufer lautstark das “8 Uhr-Blatt” ausrief und zwei Bratwürste mit Gurkensalat und Kartoffeln 1 Mark 20 kosteten. Für die Reihe “Damals…” ist Sybille Krafft diesmal auf Spurensuche in Nürnberg gegangen. Dort dokumentiert sie am Beispiel der Altstadt, wie sehr sich die Wohn- und Lebensverhältnisse seit den Nachkriegsjahren verändert haben. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort, die zum Teil noch als Kinder in den Kriegsruinen gespielt haben.”

(Senderinformation, BR)

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Fotografien aus den vergangenen Tagen Nürnbergs

Plärrer mit Ludwigsbahnhof

Plärrer mit Ludwigsbahnhof um 1935 mit Blick auf das Volksbad. Rechts geht es nach Fürth. Der Ludwigsbahnhof hatte den Krieg unbeschadet überstanden, wurde aber im Zuge der Umgestaltung des Plärrer 1956 abgerissen. Im Vordergrund ist der “Plärrer-Automat”, der eine Schnellgaststätte, ein “automatisches Postamt” und eine Wartehalle beinhaltete. Dieser Meilenstein des “modernen Bauens” wurde wegen der U-Bahn ca. 1978 abgerissen. Die Gaststätte zum Plärrer wurde 1944 zerstört. (mehr …)

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Deutscher Hof Abriss

Deutscher Hof: Beginn der Abrissarbeiten

Nürnberg dürfte 2014 so einiges an baulicher Veränderung erleben. Nicht nur das alte Schwesternwohheim verschwindet, derzeit ist auch der Deutsche Hof dran. Der hintere Teil inklusive dem alten Festsaal wird gerade abgerissen. Dem Vernehmen nach werden in der extrem dunklen und uncharmanten Lessingstraße (Luxus?-)Wohnungen samt Tiefgarage entstehen. Details, kritische Kommentare und weitere Fotos der Abrissarbeiten kann der geneigte Interessent im Deutschen Architektur-Forum besichtigen.


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Schwesternwohnheim Nürnberg: Beginn der Abrissarbeiten

Schwesternwohnheim Nürnberg Abriss

Während man im Westen der Stadt mittels einer Petition um den Erhalt des Quelle-Areals zu kämpfen versucht, werden bei einem etwas unpopuläreren Bau demnächst Fakten geschaffen. Ein Kommentar im Blog wies mich drauf hin: das Schwesternwohnheim in Nürnberg wird abgerissen. Die Arbeiten dazu beginnen gerade. In dieser Woche sollen die Bäume im Innenhof beseitigt werden, ab nächster Woche geht es dann an das Gebäude selbst und an die Entkernung.

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Ach, übrigens… No.9: Ein Video, ein Podcast, viele Fotos von der Quelle und ein Touristenbericht über Nürnberg

Meine komplette Filterblase ist voll mit der Quelle. Die Diskussion um den Investor und die politischen Rangeleien um die Nachnutzung des Areal dominiert die Nachrichtenlage der Stadt. Auch springen immer mehr Journalisten und Multiplikatoren auf diesen Themenkomplex auf. So mancher Mieter im Gebäude stöhnt schon, weil man außer zu Pressearbeit zu nix mehr kommt.

Dazu kommen Erinnerungen aus der jüngeren Vergangenheit. Die Sommerkollektion auf dem Dach und in einer der Versandhallen des Quelle-Gebäudes ist ja nun schon etwas her, aber es ist wieder ein Video dieser Veranstaltung aufgetaucht.

[via lukasseite]

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Q

Schon seit geraumer Zeit befindet sich der Schöne Ecken Podcast in meinem Abspielgerät. Ich bin schon recht bald auf eben jenen Podcast aufmerksam geworden weil er auch diesen etwas hintergründen und subjektiven Blick auf eine Stadt hat, den ich auch versuche mit meinen Fotos zu vermitteln. Und er handelte von meiner langjährigen Wohnsituation namens Hannover. Es war schön die Stadt und ihre Ecken nochmal akustisch zu durchwandern und zu sehen hören, wie sich die Stadt verändert hat. Oder eben auch nicht.

Über die Zeit kamen mehr und mehr Gastbeiträge bei Cornelis und Helge hinzu. Und zu meiner Ehre bin ich nun auch einer der Gäste geworden. Cornelis besuchte mich in Nürnberg und wir fuhren und liefen einen verregneten Sonntagnachmittag lang durch Nürnberg und insbesondere durch das Quelle-Gelände.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Mehr Info & Download hier.

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Meine Quelle Geschichte” ist ein Fotoprojekt von Stefan Koch vom Verschwinden eines deutschen Traditionskonzerns. Er ist schon kurz nach der Schließung durch das Gelände getiegert und hat fotografiert nachdem er als zweijährigen für den Hauptkatalog auf einem Riesenkuscheltier posierte. 20 Jahre später fotografierte er dann als junger Werbefotograf, im Auftrag der Quelle, Rasenmäher, Badezimmer und Haustüren für den Heimwerkerkatalog. Und jetzt fotografierte er die Quelle selbst nach ihrem Niedergang.

[via emerge]

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Und es ist ja immer interessant den Blick von außen zu kennen. Will Hawkes von der Washington Post war in Nürnberg und hat einen schönen Text drüber geschrieben: Touring Nuremberg, Germany, a city devoted to its past. Mit viel Lob, aber nicht ohne Kritik ob der Rückwärtsgewandtheit die er bemerkte.

If you stroll around the city, you’ll see that what could be repaired was repaired, but much of the medieval character that once defined Nuremberg is gone. Perhaps this is why Nuremberg seems so devoted to its past. You only have to look at the wide variety of museums (not only those devoted to the city, Nazism and arts and crafts, but also to hats, trams, pencils and wheat-beer glasses, and that’s only touching the surface) to see that. And it’s not just museums. It seems that Nuremberg lost so much so quickly that it refuses to let anything else go.

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Hashtags für Nürnberg: #nuetiful und #nuegly

Hashtags funktionieren immer dann besonders gut, wenn es um ein gemeinsames Thema oder ein gemeinsames Erlebnis geht. Populär, und von mir weitestgehend ignoriert, ist der #tartort, der praktisch jeden Sonntag massiv durch die Timelines schwappt. Mindestens genauso ereingnisbezogen aber zusätzlich mit einer räumlichen Begrenzung sind Hashtags für Konferenzen und Happenings. Teilnehmer taggen und verbreiten mit dieser fast schon zur Kulturtechnik erhobenen Kommunikationsform ihre Eindrücke und Erlebnisse. Im Nürnberger Raum wird da gerne mal das Kürzel “nue” mit in den Hashtag eingebaut. Der CreativeMonday hört beispielsweise auf #cwnue. Zum Webmontag gehört #wmnue und die Nürnberg Web Week wurde mit #nueww verschlagwortet.

Jetzt wohnen und leben wir ja alle in Nürnberg oder streifen zumindest diese Stadt. Eindrücke und Erlebnisse sammeln sich und ich würde gerne versuchen und vorschlagen, diese Eindrücke irgendwie sammelbar zu machen. In meiner Not einen guten Begriff für einen Hashtag zu finden frage ich meine Follower auf Twitter. Von @0911Robot kam dann direkt ein grandioser Vorschlag:

Am Ende der kleinen Diskussion entstanden dann gleich zwei schöne Hashtags: #nuetiful und #nuegly. Der eine für das schöne Nürnberg, der andere für das hässliche. Gerne auch kombinierbar, falls man sich nicht so sicher ist.

Ihr dürft diese Tags gerne verwenden um eure Eindrücke zu verschlagworten. Aussehen könnte das vielleicht so:

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