Schlagwort: nürnberg
Nürnberg ist nicht überall hässlich. Es gibt Gegenden, die sind nun zwar nicht schön, aber immerhin weniger hässlich. Das wissen auch andere Bewohner:
Auf die Frage „Wo gefällt es Ihnen in Nürnberg am besten?“ führt die Skala der beliebtesten Bezirke St. Johannis an, gefolgt von Erlenstegen, Zerzabelshof, Mögeldorf, der Altstadt und Wöhrd. Die Aussagen sind nahezu deckungsgleich mit der Übersicht zur Qualität der Wohnlagen (Abb. 2-3).
Wenn wir jetzt mal grob rechnen und annehmen, dass Nürnberg so um die 80-90 Bezirke hat und die oben genannten sechs schön akzeptabel sind, dann sind aufgerundet 10 % der Stadt schön weniger hässlich.
Hier also die Karte die genau zeigt, wo man schmucklose Wohnwürfel, in den mit Autos zugestapelten und unbegrünten Betonschluchten, also in ihrer natürlichen Umgebung, beobachten kann. Die Mittleren Wohnlagen sehen meist auch nicht besser aus.
Quelle: Wohnungsbericht 2006 (PDF-Datei, 787 KB)

Interessanter Link dazu: Stadterneuerungsgebiete
5. Juni 2007
Wer denkt, architektonische Meisterleistungen hat es in Nürnberg seit dem Mittelalter nicht mehr gegeben, der ist schief gewickelt. Gerade in den letzen Jahrzehnten hat man es geschafft echte Akzente zu setzen. Es gibt viele interessante Bauwerke, die Nürnberg seinen einzigartigen Charme geben und nachhaltig das Stadtbild prägen.
Besonders hervorzuheben wäre da eine wundervolle Müllverbrennungsanlage, die nicht mal 1000m südlich vom historischen Kern der Stadt erbaut wurde. Sie wurde so gestaltet, wie es sich für eine Müllverbrennungsanlage im Herzen einer Stadt gehört. In formvollendeter industrieller Nüchternheit steht sie da. Man hat zum Beispiel nicht den grotesken Fehler der Wiener gemacht, und ein Kunstwerk draus gebaut.
Im Norden befindet sich ein Bauwerk, dass mit seiner Ästhetik und seinem Charisma die Menschen in seinen Bann zieht. Eine grazil geformte Manufaktur, die über einen ganzen Stadtteil erstrahlt. Das schnöde Produkt Eis wird zu einer Offenbarung, denn wenn ein Unternehmen so viel Liebe zum Detail und Geschmack in ihre Manufaktur steckt, wie muss dann erst das dort produzierte Eis schmecken?
Eine Fotostrecke.
2. Juni 2007
Als ich vor fast 5 Jahren nach Nürnberg gekommen bin war ich nichts und kannte niemanden. Was blieb mir anderes übrig als durch die lokale Szene zu tingeln und Musik zu spielen. Jahre und eine längere Pause später soll es nun wieder losgehen. Ich bin mir über meinen Künstlernamen noch nicht ganz im Klaren, weshalb “Sugar Ray Banister” nun auch als Digital Jockey herhalten muss. Konzentrieren werde ich mich ab jetzt auf Melanchtronica, IDM, Ambient und “irony of it all”. Bitte am 24.05. ab 20:30 Uhr im Katana18 im sonnigen Nürnberger Süden (Wilhelm-Spaeth-Straße 18) vorbei schauen und lauschen.
Früher war alles einfacher: ich war [in]anace und spielte Dubhouse und experimentellen Ambient. Es gibt einen Mitschnitt eines Nachtmixes auf Radio Z aus dem Dezember 2002. Ist das älteste Nürnberger Relikt, das ich jetzt finden konnte. Schön wars damals, musikalisch würde ich es heute aber anders machen.
[in]anace – Nachtclub Dezember02
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runterladen (mp3, 124 mb), Playlist (txt)
Noch mehr [in]anace-Musik gibt es hier.
21. Mai 2007

An dieser Stelle sei mal Danke gesagt für den netten Hinweis auf die pl0gbar, deren Treffen wohl erst seit kurzen hier in der Gegend zur Durchführung kommen.
Ich habe mich jetzt durchringen können mich anzumelden um dem Realmeet beizuwohnen. Der Unterschied zu den unzähligen Realmeets zuvor ist die Tatsache, dass ich keine Nase hinter dem Projekt kenne. Die Webseite macht aber einen erfrischend modernen Eindruck und somit fallen die Hemmungen, trotz der wohl recht hohen Mac-Affinität. Ich denke ich könnte mich einen Abend lang wohl fühlen. Mei ist das aufregend…
Termine gibt’s hier, und das ganze ist ein Projekt des pl0g.
Update
Die nächsten Termine: 07.06., 11.06. und 21.06. jeweils im im Mephisto Fürth
19. Mai 2007
Um zu lernen, wie der Mensch an sich hier im Frankenland so tickt, ist irgendwann Wissen über die Mundart, den Dialekt, ganz hilfreich. Ich habe ja schon so manches Mal richtig doof geguckt und mit Unverständnis auf so manche Kommunikationsversuche insbesondere der Grattler hier reagiert. Ich habe Vermutungen über die Hintergründe der “Mindsets” der Einheimischen entwickelt, aber so richtig greifbar wurde es erst jetzt durch einen 15 Minütigen Fränkisch-Chrashkurs der Deutschen Welle: Frängisch beim Schobbe, von Erdäpfeln und Erdbirnen.
Mein Resume: wie zu erwarten alles sehr bäuerlich, bodenständig und es dreht sich kleinbürgerlich zu viel um den Alkohol. Man grenzt sehr gerne ab, sei es von Bayern oder vom nächsten Dorf. Alles was anders ist, ist nicht erwünscht. Man unterscheidet lustigerweise zwischen Bierfranken und Weinfranken, wobei der Weinfranke eher der geselligere und gemütlichere Typ ist (auch meine Erfahrung!), und der Bierfranke eher etwas “langsamer und schwerer” ist. Bier- und Weinfranken sind dann auch regional etwas unterschiedlich verteilt. So um Nürnberg rum regiert der Bierfranke. Die weltweit höchste Brauereidichte legt diese Vermutung nahe. Das erklärt auch die streckenweise arg mumpfige Mentalität hier und das dazu passende Aussehen der Stadt. Die Weinfranken sind nördlicher angesiedelt und wie durch ein Wunder sind die Landstriche dort auch spürbar offenherziger.
Und die Moral von der Geschichte: ich hätte mich besser informieren sollen, wo ich hinziehe…
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Weitere deutsche Dialekte gibts im Dialektatlas…
8. Mai 2007
30. April 2007