Fotowalk mit Nürnbergs Instagram-Szene

Fotowalk mit Nürnbergs Instagram-Szene

Instagram wurde durch mich lange Zeit vernachlässigt. Zwar habe ich schon länger einen Account dort, vollständig überzeugt hat mich die kleine App noch nie. Es gibt beispielsweise keine Möglichkeit, vom Desktop aus zu arbeiten. Man ist auf das quadratische Bildformat beschränkt, was einigen Fotos nicht gut tut, und zuweilen erhärtet sich der Eindruck, so mancher User kümmere sich mehr um möglichst viele Hashtags, als um ein ordentliches Bild. Die absolute Reduktion auf sehr wenige Funktionen stört gewaltig. Auch habe ich noch den Aufschrei im Hinterkopf, als die einst reine iPhone-App 2012 auf Android portiert wurde. Apple-User machten sich um den Verfall »ihrer« Fotokultur Sorgen. Ein deutlicher Hinweis auf die hohe Bindung mancher Menschen an die Plattform. Es gibt andere, weitaus umfangreichere und professionellere Fototools und -plattformen (schaut euch mal VSCO an).

Nun hat Instagram die derzeit aktivste und agilste Nutzerbasis, was nicht zuletzt an der Einfachheit der Applikation liegt. Mir drängt sich nicht nur ob der Retrobildqualität der Vergleich zur Lomografischen Gesellschaft auf. Selbige hielt in den 90ern mit billigen einfachen analogen Kameras eine sehr aktive und kreative Community am Laufen. Instagram hat dieses Treiben mittlerweile digitalisiert. Die Nutzer kümmern sich gerne und viel um Treffen und gemeinsame Aktivitäten. Fotos inklusive.

Das soziale lokale Netz

Nürnberg spielt mittlerweile sehr gekonnt auf der Klaviatur der sozialen Medien. Die Stadt ist bei Instagram weit vorne vertreten, jedenfalls was deutsche Städte angeht. Das Konzept, die Vielfalt jenseits der touristischen Highlights und der Hochglanz-PR-Bilder abzubilden, kommt bei den Fans und Followern Nürnergs sehr gut an, verriet mir Johannes Barthel aus der Online-Redaktion letztes Jahr in einem Interview.

Folgt man nuernberg_de, so erlebt man nicht nur das Engagement der Follower, sondern erhält auch Einladungen zu eigens organisierten Fotowalks zu denen man sich anmelden kann. Die Fotowalks werden einem Thema oder einer Örtlichkeit gewidmet und bekommen einen Hashtag um alle Fotos später zusammenzuführen. In Nürnberg haben wir es mit #igersmeetnürnberg beziehungsweise hatten es jüngst mit #igersmeetnürnberg03 zu tun. Darüber hinaus gibt es auch die teilweise etwas kitschige Aktion »das User-Bild der Woche« rund um den Hashtag #nuernberg_de. Man kümmert sich um die fotoaffine Community und das passiert auf keiner anderen Plattform so wie auf Instagram.

Am Samstag, den 21. März, gab es nun das dritte große Igers-Treffen in Nürnberg. Ich war zum ersten Mal mit dabei. Wir besuchten das Planetarium, das Volksbad (bin dort 2010 schon mal gewesen) und die Dachterrasse des Hochhauses am Plärrer. Schöne Locations für einen entspannten Fotowalk. Lustigerweise fotografierte kaum jemand ausschließlich mit dem Telefon. Einige Leute hatten viel und mächtiges Fotoequipment dabei. Dinge, mit denen man eigentlich nicht so eine simple App wie Instagram bespielt. Aber es geht auch nicht um Technik. Es geht um die Community, den sozialen Aspekt und das Netzwerk. Das funktionierte hervorragend an diesem Nachmittag.

Fotowalk mit Nürnbergs Instagram-Szene 01
Instagrammer bei der Arbeit

(mehr …)

Den ganzen Beitrag ansehen

Plague App – Interessantes virales Netzwerk

Nichts erscheint derzeit schwieriger als ein neues soziales Netzwerk zu etablieren. Wir haben alles, was man braucht und nichts braucht man weniger als ein weiteres Netzwerk um die selben Kontakte, die man schon auf den bestehenden Netzwerken hat, neu zu kontaktieren. Beispielsweise ist das so vielversprechend wie kritisch beäugte Ello ischon wieder in den ewigen sozialen Jagdgründen verschwunden. Obwohl wir uns offenbar alle nach einer Alternative zu Facebook und vielleicht nach dem guten alten Gefühl von Twitter (als es noch jung war) zurück sehnen, so findet sich doch keine echte Alternative.

Nun möchte ich sagen: bis jetzt!

Plague App
Der Screenshot zeigt die Verbreitung meines letzten Blogbeitrages über das Nürnberger Ticketsharing nach knapp drei Tagen in der Plague App.

Auch wenn ich kein Profi für Prognosen in die Zukunft bin, so glaube ich doch mit der Plague App den bisher spannendsten Newcomer in den Händen zu haben. Das Netzwerk macht einiges anders als alle anderen Netzwerke und vor allem eins richtig: es stellt den Content und seine Verbreitung in den Vordergrund. Von wem er kommt ist eher zweitrangig. Es gibt keine Alphanutzer, die mit der größten Reichweite oder dem größten Werbebudget. Bei Plague ist jeder Nutzer von Anfang an mit dem gesamten Netzwerk verbunden und hat die Möglichkeit eine Nachricht innerhalb von sieben Tagen (solange lebt eine Nachricht) theoretisch an alle Nutzer des Netzwerkes zu schicken. Und genau diese Sichtbarkeit innerhalb des gesamten Netzwerkes beziehungsweise die Viralität einer Nachricht ist quasi die einzige relevante Messgröße, die auch schön dargestellt wird.

In der Praxis kennt die App durch GPS den aktuellen Aufenthaltsort eines Nutzers und verteilt eine Nachricht an die paar Nutzer, die dem Sender geografisch am nächsten sind. Wird jene Nachricht bei einem Nutzer angezeigt, hat dieser durch eine simple Wischgeste, ähnlich wie bei Tinder, die Möglichkeit, die Nachricht entweder in seinem Umkreis zu verbreiten, oder es eben nicht zu tun. Hat man eine ausreichend virale Nachricht erstellt (egal ob Text, Bild, Video, Link oder eine Kombination) so schickt man sie auf die Reise und hofft auf eine möglichst große Infektionsrate. Da die ansonsten anonymen User der App immer ihren Aufenthaltsort verraten, kann man in einer Übersicht sehen, wo sich die eigenen Nachrichten, und auch all die anderen, so ausbreiten und wo sie am meisten geteilt werden. In dieser einfachen Verbreitungs-Mechanik liegt eine große Schönheit.

Dennoch, am Anfang sah es so aus, als bestünde das Netzwerk inhaltlich aus den ewig alten Witzbildern die schon seit Jahrzehnten durch das Netz kreisen. Leicht zu konsumieren, aber eigentlich langweilig. Nach einer Weile wurden die Beiträge bei mir aber ernsthafter und inhaltsschwerer. Natürlich mischt sich immer noch leicht konsumierbare Kost darunter. Alles was man innerhalb von Millisekunden begreifen und für gut befinden kann, wird tendenziell leichter geteilt, auch in der Plague App. Mittlerweile sieht es aber so aus, als hätte so Mancher begriffen, dass die Mechanik dieses Netzwerkes zu schade ist für LOL-Cats. Es werden beispielsweise viele politischen Statements und Ansichten aus unterschiedlichen Regionen geteilt und auch Religion und Fanatismus spielen derzeit eine starke Rolle, was auch der aktuellen Nachrichtenlage (Terror in Paris) geschuldet ist. Insgesamt fühlt sich das Netzwerk inhaltlich an wie eine Mischung aus den ungehobelten Inhalten düsterer Tumblr-Blogs gemischt mit den kleinen aber feinen Zirkeln eines frühen Twitters.

Und vielleicht lässt sich Plague auch am ehesten mit Twitter vergleichen. Der Retweet kommt der Mechanik von Plague schlicht am nächsten. Spannend dürfte sein, wie sich das Netzwerk entwickelt. Noch ist man etwas unter sich. Es gibt keine Werbung und naturgemäß auch niemanden, der haufenweise Follower aufbauen möchte. Das ist sympathisch. Wird das Netzwerk aber wachsen, werden früher oder später Marketingabteilungen drauf aufmerksam werden (ich selbst mache darüber ja auch Werbung für meine Inhalte) und spätestens wenn wir nur noch Konsumartikel “wegwischen” müssen, wirds langweilig. Ich hoffe, das kommt nicht so schnell.

Den ganzen Beitrag ansehen

Sugar-Ray-Banister-2014-06-27-09-57-53

Und auf einmal ist die Facebook Fanseite gesperrt

Facebook hat meine Sugar Ray Banister Fanpage gesperrt. Nachvollziehbare Gründe dafür gibt es keine, eine Vorwarnung gab es auch nicht. Im Gegensatz zu Twitter oder Tumblr, wo wirklich so einiges geht, schaut Facebook schon etwas genauer auf inhaltliche Sauberkeit. Nun habe ich mit meiner Seite gegen irgendwelche Richtlinien verstoßen, meint Facebook mit seiner Sperre ausdrücken zu wollen. Welche genau, bleibt unklar. Es ist nicht möglich direkt mit Facebook in Kontakt zu treten und irgendwas zu klären. Was blieb ist ein Kontaktformular um zu dem Vorfall eine Stellungnahme abzugeben. Ich hab das gemacht, mein Unverständnis ausgedrückt und nachgefragt, was denn nun falsch war. Daraufhin wurde mein mitschwingender Antrag auf Freischaltung abgelehnt. Jeder weitere Kontakt mit Facebook zum dem Vorfall ist nun nicht mehr möglich. Das Kontaktformular ist weg.

Tja. Zum einen bestätigt mich dieser Vorfall in meiner Haltung, dass ein eigenes Blog immer noch die Krone aller Publikationswege ist, da man hier die Kontrolle über seine Inhalte behält und nicht der Willkürlichkeit von Plattformen ausgeliefert ist. Auf der anderen Seite hat mir Facebook mit der Fanpage schon einen schönen und meßbaren Schwung an Traffic auf die Webseite gespült. Es schlagen an der Stelle etwas zwei Herzen in meiner Brust. Macht über die eigenen Inhalte einerseits, bessere Reichweite andererseits.

Was ich nun mache, weiß ich noch nicht. Hat jemand ne Idee? Hab schon von Fällen gehört, bei denen die Fanpage nach ner Zeit wie von Geisterhand wieder verfügbar war. Vielleicht mach ich auch einfach ne neue Seite auf. Mal sehen.

Update
Es gibt eine neue Facebookseite.

Den ganzen Beitrag ansehen

16 richtige Momente im Mai 2014

Der Mai war ein extrem aufregender, tempo- und ereignisreicher Monat wie sonst kaum einer. Die Kamera kam fast nicht hinterher all die bezaubernden Momente festzuhalten und ich komme gerade auch mit dem Fotobloggen nicht hinterher. Man möge es mir verzeihen. Hier eine nur an der Oberfläche schrammende Auswahl.

Richtiger Moment im Mai 2014 01

Kleine Wanderung die am Eingang zum Doggerstollen in der Houbirg mündete. Bizarres Konstrukt. Vermutlich ist der ganze Felsen am Happurger Stausee hohl. (mehr …)

Den ganzen Beitrag ansehen

Gefahrengebiet-Klobürste in Nürnberg

Klobürste in Nürnberg

Hamburg bleibt widerborstig
Hamburg bleibt widerborstig – flickr: Jens Beckmann (CC)

In Nürnberg steht die Kommunalwahl an. Die Stadt ist mit Wahlplakaten aller Couleur zugepflastert und auch ein paar Werke, die nicht unbedingt einer Partei zuzuordnen sind, mischen sich darunter. Mit dabei ist eine adäquate Abbildung einer Klobürste auf schwarzem Grund mitten in Nürnberg Gostenhof. Die Klobürste war jüngst noch Symbol für den Widerstand gegen die Einrichtung einer Gefahrenzone in Hamburg und gegen die Willkür der Polizei. Der Auslöser war wohl ein Youtube-Video: Ein Mann in schwarzen Klamotten wird von der Polizei durchsucht. Zwei Beamte in Straßenkampfmontur mit Schutzhelmen greifen zielsicher nach dem Knüppel, der offensichtlich in der Hose des Mannes steckt – und ziehen eine weiße Klobürste hervor.

Seither ist die Klobürste ein Protestsymbol und aus dem Stadtbild von Hamburg fast nicht mehr wegzudenken. Sie konzentriert sich im Schanzenviertel und in St. Pauli und ist zum Mem und Merchandiseartikel geworden. Nun ist sie auch in Nürnberg angekommen und protestiert ein bisschen gegen die manchmal wirklich etwas übereifrige und sehr gegenwärtige Staatsmacht in Bayern. Und vielleicht auch etwas gegen Gentrifizierung.

Den ganzen Beitrag ansehen

Vom Versuch, verschlüsselt zu kommunizieren

banksy - what are you looking at?
banksy – what are you looking at? – flickr: Gerda CC

Netzpolitik.org hat sich mal den Spaß gemacht, die diversen Landtage anzuschreiben. Sie wollten wissen, wie man eigentlich mit ihnen verschlüsselt kommunizieren kann und ob es interne Richtlinien gibt, wann was verschlüsselt werden muss.

Habt ihr schon mal versucht, einem Abgeordneten oder einer Behörde eine verschlüsselte Mail zu senden? Wenn es sich nicht gerade um Bundes- oder Landesdatenschutzbeauftragte handelt, die glücklicherweise alle über einen PGP-Schlüssel verfügen, ist dieser Versuch oftmals zum Scheitern verurteilt.

[…]

In den deutschen Landtage, bzw. Bürgerschaften oder Abgeordnetenhäusern, sieht die Sache ähnlich aus. Diesen und den dort vertretenen Fraktionen habe ich mehrere Fragen zu ihrer Mailkommunikation gestellt. […] Von vielen kam darauf leider keine Antwort.

Aber noch trauriger als Nicht-Antworten waren die, bei denen klar wurde, dass meine Frage nicht einmal verstanden wurde. “Wir geben über unsere technische Ausstattung keine Auskünfte” (CDU Berlin), “Zu Sicherheitsaspekten des Hessischen Landtages können wir leider grundsätzlich keine Auskünfte geben”, ”Wir geben grundsätzlich keinerlei Auskunft zu unserer elektronischen Kommunikation” (FDP Sachsen) und ähnlich lauteten Aussagen von besorgten Stellen, die wohl zu glauben schienen, sie gäben wertvolles Geheimwissen preis, wenn sie ihre öffentlichen Schlüssel ausplaudern… Aber man darf vermuten, dass die eigentliche Sicherheitsinfo diejenige ist, dass es überhaupt keine Sicherheit gibt.

Das Thema lässt sich beliebig ausweiten und fängt bei einem Browser an, bei dem sich jemand anders nicht aus seinem Facebook ausgeloggt hat. Wie leicht lässt sich da eine komische Nachricht verschicken oder mal genüsslich stöbern mit wem da wie intensiv gechatted wird. Man kann auf einmal leicht fremde Profildaten verändern, Verwirrung und Missverständnisse stiften. Das mag im kleinen halb-privaten noch ganz lustig sein, wenn es aber um Geld, Macht oder ernsthafte Beziehungen geht, dann hört der Spaß auf und zumindest ich möchte nicht, dass jemand so einfach meine Kommunikation oder gar Identität manipuliert. 

Emails lassen sich seit Jahrzehnten nahezu sicher verschlüsseln. Warum das nur so selten passiert wird den selben Grund haben wie die mangelnde Akzeptanz des Klimawandels. So richtig merken tut man die Nachteile nicht und es tut nicht sonderlich weh. Vielleicht profitiert man sogar davon, weil man Schneekanonen herstellt oder weil es interessant ist, mal unbemerkt in fremden Accounts zu schnüffeln.

Ich habe für mich entschieden, es den Leuten die möglicherweise schnüffeln wollen, nicht ganz so leicht zu machen. Meine Kontakte in Threema haben sich heute, am Tag der Veröffentlichung der 19 Milliarden Dollar Übernahme von WhatsApp durch Facebook, mehr als verdoppelt. Und auch auf Telegram sammeln sich die Kontakte. Ein gutes Zeichen, wenn auch nur ein kleines. Von WhatsApp habe ich mich zum wiederholten Male endgültig verabschiedet. Ich kann den Gedanken an ein Kommunikationsmonopol nicht leiden.

Übrigens: Netzpolitik verschenkt das Buch “Überwachtes Netz” – Der Sammelband zum NSA-Skandal, aber das nur am Rande.

Den ganzen Beitrag ansehen

9 richtige Momente im Dezember 2013

Das Mobiltelefon beobachtete im Dezember zum Glück nicht alles. In diesem Monat verschieben sich traditionell die Prioritäten in Richtung Vorweihnachtschaos, zwanghafter Konsum von zweifelhaften alkoholhaltigen Getränken und die Zusammenkunft von Vergangenheit und Gegenwart in Form von Heimatbesuchen. Besinnung findet auch statt, aber meist erst nach Weihnachten.

Richtiger Moment im Dezember 2013 01 SugarRayBanister

Das war eigentlich nur ein Nachmittag in Frankfurt aber genug um zu sagen, dass das EZB-“Mahnmal” bald fertig und absurd groß ist, und das die Idee hinter dem “Giant Story Book Project” großartig ist. (mehr …)

Den ganzen Beitrag ansehen

Hashtags für Nürnberg: #nuetiful und #nuegly

Hashtags funktionieren immer dann besonders gut, wenn es um ein gemeinsames Thema oder ein gemeinsames Erlebnis geht. Populär, und von mir weitestgehend ignoriert, ist der #tartort, der praktisch jeden Sonntag massiv durch die Timelines schwappt. Mindestens genauso ereingnisbezogen aber zusätzlich mit einer räumlichen Begrenzung sind Hashtags für Konferenzen und Happenings. Teilnehmer taggen und verbreiten mit dieser fast schon zur Kulturtechnik erhobenen Kommunikationsform ihre Eindrücke und Erlebnisse. Im Nürnberger Raum wird da gerne mal das Kürzel “nue” mit in den Hashtag eingebaut. Der CreativeMonday hört beispielsweise auf #cwnue. Zum Webmontag gehört #wmnue und die Nürnberg Web Week wurde mit #nueww verschlagwortet.

Jetzt wohnen und leben wir ja alle in Nürnberg oder streifen zumindest diese Stadt. Eindrücke und Erlebnisse sammeln sich und ich würde gerne versuchen und vorschlagen, diese Eindrücke irgendwie sammelbar zu machen. In meiner Not einen guten Begriff für einen Hashtag zu finden frage ich meine Follower auf Twitter. Von @0911Robot kam dann direkt ein grandioser Vorschlag:

Am Ende der kleinen Diskussion entstanden dann gleich zwei schöne Hashtags: #nuetiful und #nuegly. Der eine für das schöne Nürnberg, der andere für das hässliche. Gerne auch kombinierbar, falls man sich nicht so sicher ist.

Ihr dürft diese Tags gerne verwenden um eure Eindrücke zu verschlagworten. Aussehen könnte das vielleicht so:

Den ganzen Beitrag ansehen

Barcamp Regensburg 2013 [Links & Tweets]

Richtiger Moment im November 2013 - 09

Links

(mehr …)

Den ganzen Beitrag ansehen

Offenheit auf und mit dem OpenUp Camp in Nürnberg

OpenUp Camp

Im Februar 2014 findet das erste OpenUp Camp in Nürnberg statt. Aber worum geht es auf dieser (Un)konferenz, was sind die Inhalte, an wen richtet sie sich und was hat das alles mit Onlinekommunikation zu tun?

Meine Berührungspunkte mit Barcamps

Barcamps sind für mich eine relativ neue Entdeckung als Teilnehmer, so wie die ganze Webszene in Nürnberg eine relativ neue Entdeckung für mich in diesem Jahr war, auch wenn es sie in der Stadt schon ein paar Jährchen gibt. Spätestens jetzt bin ich froh, dass es sie gibt und vor allem, dass beides in so unmittelbarer Nachbarschaft stattfindet. Für die meisten Aktivitäten muss ich nur kurz vom Sofa fallen und bin schon mittendrin. Nürnberg ist eine Stadt der kurzen Wege.

Das Barcamp in Nürnberg Anfang November war mein Einstieg und quasi der Livetest dieses Formats für mich. Ohne große Vorbereitung oder Ziele für das Wochenende, ich wollte einfach nur mal gucken, wurde ich dann auch direkt zum Sessiongeber und präsentierte die Ironblogger  und das Konzept dahinter, lernte Blogger aus anderen Teilen des Landes kennen und akquirierte direkt Neublogger für die kuschelige Community. Es geht nun mal nichts über eigenen, ehrlichen und echten Content und so manch einer versteht das auch. Es folgte für mich direkt das frisch aus der Taufe gehobenen kleine aber feine Barcamp in Regensburg und der „große BarCamp-Überblick“ verspricht noch einige interessante Wochenenden in der Republik in der nächsten Zeit.

Nun begab es sich, dass nach meinem Engagement als Kommunikator für die Nürnberg Web Week sich holterdiepolter die Möglichkeit ergeben hat, die Onlinekommunikation für das kommende erste OpenUp Camp in Nürnberg zu übernehmen. Mehr mittendrin kann man in einer Szene fast nicht mehr sein. (mehr …)

Den ganzen Beitrag ansehen

phoke93-_-__-_-adamned.age-_-TRANSIT_BERLIN-_-cover01_front_800px

Ach, übrigens… No.7: Stadtmusik, Netzbeziehungen, Nachnutzung der Quelle, Open Data, Drive aus Nürnberg

phoke93-_-__-_-adamned.age-_-TRANSIT_BERLIN-_-cover01_front_800px

Gibt es Musik, die Nürnberg als Stadt in Töne oder Songtexte fasst? Bei Erlangen fällt mir Max Goldt ein, aber sonst? Also noch was anderes als das eher prollige NBG von BRAK’LUL? Berlin wurde da schon öfter vertont und seit einiger Zeit existiert auch ein großartiger Soundtrack für eine nächtliche Fahrt durch die Stadt. Transit Berlin heist das Album von der werten adamned.age, erschienen auf dem Phonocake Netlabel.

adamned.age thematisiert ihre Entdeckungen in der künstlerischen Metropole Berlin als Rahmen für ein zauberhaftes Album schwer kategorisierbarer elektronischer Musik. Ihre bisherigen Wege scheinen in den Liedern zu verweben, ihr Schlagzeugkönnen auf Piano und post-klassische Einflüsse zu treffen.

So liest es sich im Infotext der Veröffentlichung und es ist nicht einfach da nochwas hinzuzufügen. Die Musik klingt nach sehr viel Erfahrung und guter Beobachtungsgabe. Die Musik klingt nach Berlin. Das Stück “Die geteilte Stadt” vermittelt z.B. diese bedrückende Melancholie und Sehnsucht die jeder gehabt haben muss, der mit der U-Bahn an der Mauer entlanggefahren ist. Eingesperrt in einer Großstadt. Zwar in Bewegung aber dennoch kreisend.

phoke93: 02 adamned.age – Die geteilte Stadt

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

~ ~ ~

Noah ist ein großartiger Kurzfilm. Wir sehen die unfassbar kurze Aufmerksamkeitsspanne eines wohl typischen Teenies der Jetztzeit, dessen mangelnden menschlichen Bezug, dessen Isolation und Unruhe. Wir sehen die Absurdität der Onlinewelt, deren Kühle und Entmenschlichung. Sehr eindrucksvoll mit gekonntem Timing aus der Benutzerperspektive gefilmt und natürlich NSFW, sonst wäre der Film ja auch nur halb so authentisch.

~ ~ ~

Künstler, Designer und Architekten haben sich auf dem Areal des einstigen Versandhändlers Quelle in Nürnberg eingerichtet. Doch ein Großteil des denkmalgeschützten Gebäudes steht vier Jahre nach der Pleite wegen der ungeklärten Eigentumsverhältnisse leer.

Das schreibt die Süddeutsche und damit wäre das Thema “kreative Nachnutzung der Quelle” wohl endgültig raus aus dem nischigen Lokalteil und endlich auf der großen Agenda.

~ ~ ~

 Lärmkarte Nürnberg

Open Data war auf der diesjährigen Nürnberg Web Week ein kleines aber feines Thema. Wir hörten aus erster Hand was sich in Nürnberg in Sachen Open Data so tut und da könnte wirklich was passieren. Es wurde so halbkonkret verlautbart, dass es ab nächstem Jahr ein unter statistik.nuernberg.de eine öffentlich zugängliche Plattform mit allerlei Daten der Stadt geben soll. Seite existiert zwar schon jetzt, allerdings sind die Inhalte derzeit alles andere als maschinenlesbar. Das soll sich dann ab 2014 ändern. Wie Open Data in Nürnberg aussehen könnte zeigt schon jetzt die Lärmkarte von Nürnberg

 ~ ~ ~

Drive wurde in der letzten Ausgabe dieser kleinen Rubrik bereits eingeflochten. Es dauerte nicht lange, da wurde mir der Hinweis auf eine gar nicht mal so super schlechte fränkische Adaption zugespielt. Es war wohl tatsächlich so, dass unmittelbar nach Kunsum des Films Drive ein paar Jungs sich ein damals ein neues Objektiv und ein Auto geschnappt haben, sinnlos durch die Gegend gefahren sind und düstere Locations besucht haben. Was rausgekommen ist, ist eine witzige Aneinanderreihung von Bildern, die dem Vorbild erstaunlich ähnlich sind.

Den ganzen Beitrag ansehen

Einblicke in die Webszene in Nürnberg

Nürnberg Web Week 2013

Im Oktober 2013 findet die zweite Nürnberg Web Week statt. Eine Woche voller Events unter anderem zu den Themen Online Marketing, Webentwicklung, Social Media, eCommerce, SEO und Programmierung. Die Web Week ist Klassentreffen, Plattform und Aushängeschild gleichermaßen für die Webszene in Nürnberg und Franken. Bis zum Start der Veranstaltungen werden von mir Interviews und Hintergrundinformationen unter anderem zu den folgenden Protagonisten der Szene und zu den verschiedenen Usergroups im Blog der Web Week veröffentlicht: (mehr …)

Den ganzen Beitrag ansehen