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27. Februar 2014

Gefahrengebiet-Klobürste in Nürnberg

Klobürste in Nürnberg

Hamburg bleibt widerborstig

Hamburg bleibt widerborstig – flickr: Jens Beckmann (CC)

In Nürnberg steht die Kommunalwahl an. Die Stadt ist mit Wahlplakaten aller Couleur zugepflastert und auch ein paar Werke, die nicht unbedingt einer Partei zuzuordnen sind, mischen sich darunter. Mit dabei ist eine adäquate Abbildung einer Klobürste auf schwarzem Grund mitten in Nürnberg Gostenhof. Die Klobürste war jüngst noch Symbol für den Widerstand gegen die Einrichtung einer Gefahrenzone in Hamburg und gegen die Willkür der Polizei. Der Auslöser war wohl ein Youtube-Video: Ein Mann in schwarzen Klamotten wird von der Polizei durchsucht. Zwei Beamte in Straßenkampfmontur mit Schutzhelmen greifen zielsicher nach dem Knüppel, der offensichtlich in der Hose des Mannes steckt – und ziehen eine weiße Klobürste hervor.

Seither ist die Klobürste ein Protestsymbol und aus dem Stadtbild von Hamburg fast nicht mehr wegzudenken. Sie konzentriert sich im Schanzenviertel und in St. Pauli und ist zum Mem und Merchandiseartikel geworden. Nun ist sie auch in Nürnberg angekommen und protestiert ein bisschen gegen die manchmal wirklich etwas übereifrige und sehr gegenwärtige Staatsmacht in Bayern. Und vielleicht auch etwas gegen Gentrifizierung.

Vom Versuch, verschlüsselt zu kommunizieren

banksy - what are you looking at?

banksy – what are you looking at? – flickr: Gerda CC

Netzpolitik.org hat sich mal den Spaß gemacht, die diversen Landtage anzuschreiben. Sie wollten wissen, wie man eigentlich mit ihnen verschlüsselt kommunizieren kann und ob es interne Richtlinien gibt, wann was verschlüsselt werden muss.

Habt ihr schon mal versucht, einem Abgeordneten oder einer Behörde eine verschlüsselte Mail zu senden? Wenn es sich nicht gerade um Bundes- oder Landesdatenschutzbeauftragte handelt, die glücklicherweise alle über einen PGP-Schlüssel verfügen, ist dieser Versuch oftmals zum Scheitern verurteilt.

[...]

In den deutschen Landtage, bzw. Bürgerschaften oder Abgeordnetenhäusern, sieht die Sache ähnlich aus. Diesen und den dort vertretenen Fraktionen habe ich mehrere Fragen zu ihrer Mailkommunikation gestellt. [...] Von vielen kam darauf leider keine Antwort.

Aber noch trauriger als Nicht-Antworten waren die, bei denen klar wurde, dass meine Frage nicht einmal verstanden wurde. “Wir geben über unsere technische Ausstattung keine Auskünfte” (CDU Berlin), “Zu Sicherheitsaspekten des Hessischen Landtages können wir leider grundsätzlich keine Auskünfte geben”, ”Wir geben grundsätzlich keinerlei Auskunft zu unserer elektronischen Kommunikation” (FDP Sachsen) und ähnlich lauteten Aussagen von besorgten Stellen, die wohl zu glauben schienen, sie gäben wertvolles Geheimwissen preis, wenn sie ihre öffentlichen Schlüssel ausplaudern… Aber man darf vermuten, dass die eigentliche Sicherheitsinfo diejenige ist, dass es überhaupt keine Sicherheit gibt.

Das Thema lässt sich beliebig ausweiten und fängt bei einem Browser an, bei dem sich jemand anders nicht aus seinem Facebook ausgeloggt hat. Wie leicht lässt sich da eine komische Nachricht verschicken oder mal genüsslich stöbern mit wem da wie intensiv gechatted wird. Man kann auf einmal leicht fremde Profildaten verändern, Verwirrung und Missverständnisse stiften. Das mag im kleinen halb-privaten noch ganz lustig sein, wenn es aber um Geld, Macht oder ernsthafte Beziehungen geht, dann hört der Spaß auf und zumindest ich möchte nicht, dass jemand so einfach meine Kommunikation oder gar Identität manipuliert. 

Emails lassen sich seit Jahrzehnten nahezu sicher verschlüsseln. Warum das nur so selten passiert wird den selben Grund haben wie die mangelnde Akzeptanz des Klimawandels. So richtig merken tut man die Nachteile nicht und es tut nicht sonderlich weh. Vielleicht profitiert man sogar davon, weil man Schneekanonen herstellt oder weil es interessant ist, mal unbemerkt in fremden Accounts zu schnüffeln.

Ich habe für mich entschieden, es den Leuten die möglicherweise schnüffeln wollen, nicht ganz so leicht zu machen. Meine Kontakte in Threema haben sich heute, am Tag der Veröffentlichung der 19 Milliarden Dollar Übernahme von WhatsApp durch Facebook, mehr als verdoppelt. Und auch auf Telegram sammeln sich die Kontakte. Ein gutes Zeichen, wenn auch nur ein kleines. Von WhatsApp habe ich mich zum wiederholten Male endgültig verabschiedet. Ich kann den Gedanken an ein Kommunikationsmonopol nicht leiden.

Übrigens: Netzpolitik verschenkt das Buch “Überwachtes Netz” – Der Sammelband zum NSA-Skandal, aber das nur am Rande.

9 richtige Momente im Dezember 2013

Das Mobiltelefon beobachtete im Dezember zum Glück nicht alles. In diesem Monat verschieben sich traditionell die Prioritäten in Richtung Vorweihnachtschaos, zwanghafter Konsum von zweifelhaften alkoholhaltigen Getränken und die Zusammenkunft von Vergangenheit und Gegenwart in Form von Heimatbesuchen. Besinnung findet auch statt, aber meist erst nach Weihnachten.

Richtiger Moment im Dezember 2013 01 SugarRayBanister

Das war eigentlich nur ein Nachmittag in Frankfurt aber genug um zu sagen, dass das EZB-”Mahnmal” bald fertig und absurd groß ist, und das die Idee hinter dem “Giant Story Book Project” großartig ist.

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Die besseren Weihnachtsmärkte sind die, die nicht in der eigenen Stadt sind. Leipzig zum Beispiel wirkt herrlich ungezwungen, es gibt Handbrot und schön viel Auslauf.

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Und die besseren Kneipen gibts auch immer nur da, wo man gerade nicht wohnt. Trotz der Berlinifizierung Nürnbergs fehlen der Stadt noch so grandios eingerichtete Orte wie beispielsweise das Café Puschkin in Leipzig.

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Ja ich weiß, der Scherz mit der Doppeldeutigkeit der Bezeichnung für Schmelzglas wurde erfunden, kurz nachdem die vierte Email überhaupt verschickt wurde. Bei manchen Wortwitzen bin ich aber wirklich recht genügsam.

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Meine erste #tassebier hatte ich vor einigen Jahren in ihrer Urspungsstadt Berlin in einer recht eigenartigen Location am Treptower Park. Einer der Drahtzieher der Nürnberg Web Week brachte dieses nerdige Event nun nach Nürnberg (Berlinifizierung?). Es gab Glühbier. Es schmeckte… interessant.

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Das Atelier bzw. der Showroom von Andreas Lehmeyer ist fertig und den Fotos aus seinem Facebookstream nach zu urteilen, gibt sich dort die Bohème Nürnbergs die Klinke in die Hand.

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Dies ist mein letztes Quelle-Foto aus dem Jahr 2013 kurz vor Weihnachten und kurz vor der Fotosession mit Frau von Eich. Ein erstes Quelle-Foto aus dem Jahr 2014 lässt noch auf sich warten.

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Heimatbesuch. Alles beim Alten.

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Dafür habe ich auf der Fahrt in die Heimat auf einem Rastplatzklo was interessantes gelernt: selbst wenn man einer der schlausten Köpfe der Menschheitsgeschichte ist oder war, man ist nicht davor geschützt sein Gesicht auf einem Pissbecken wiederzufinden.

5. Dezember 2013

Hashtags für Nürnberg: #nuetiful und #nuegly

Hashtags funktionieren immer dann besonders gut, wenn es um ein gemeinsames Thema oder ein gemeinsames Erlebnis geht. Populär, und von mir weitestgehend ignoriert, ist der #tartort, der praktisch jeden Sonntag massiv durch die Timelines schwappt. Mindestens genauso ereingnisbezogen aber zusätzlich mit einer räumlichen Begrenzung sind Hashtags für Konferenzen und Happenings. Teilnehmer taggen und verbreiten mit dieser fast schon zur Kulturtechnik erhobenen Kommunikationsform ihre Eindrücke und Erlebnisse. Im Nürnberger Raum wird da gerne mal das Kürzel “nue” mit in den Hashtag eingebaut. Der CreativeMonday hört beispielsweise auf #cwnue. Zum Webmontag gehört #wmnue und die Nürnberg Web Week wurde mit #nueww verschlagwortet.

Jetzt wohnen und leben wir ja alle in Nürnberg oder streifen zumindest diese Stadt. Eindrücke und Erlebnisse sammeln sich und ich würde gerne versuchen und vorschlagen, diese Eindrücke irgendwie sammelbar zu machen. In meiner Not einen guten Begriff für einen Hashtag zu finden frage ich meine Follower auf Twitter. Von @0911Robot kam dann direkt ein grandioser Vorschlag:

Am Ende der kleinen Diskussion entstanden dann gleich zwei schöne Hashtags: #nuetiful und #nuegly. Der eine für das schöne Nürnberg, der andere für das hässliche. Gerne auch kombinierbar, falls man sich nicht so sicher ist.

Ihr dürft diese Tags gerne verwenden um eure Eindrücke zu verschlagworten. Aussehen könnte das vielleicht so:

25. November 2013

Barcamp Regensburg 2013 [Links & Tweets]

Richtiger Moment im November 2013 - 09

Links

Tweets

22. November 2013

Offenheit auf und mit dem OpenUp Camp in Nürnberg

OpenUp Camp

Im Februar 2014 findet das erste OpenUp Camp in Nürnberg statt. Aber worum geht es auf dieser (Un)konferenz, was sind die Inhalte, an wen richtet sie sich und was hat das alles mit Onlinekommunikation zu tun?

Meine Berührungspunkte mit Barcamps

Barcamps sind für mich eine relativ neue Entdeckung als Teilnehmer, so wie die ganze Webszene in Nürnberg eine relativ neue Entdeckung für mich in diesem Jahr war, auch wenn es sie in der Stadt schon ein paar Jährchen gibt. Spätestens jetzt bin ich froh, dass es sie gibt und vor allem, dass beides in so unmittelbarer Nachbarschaft stattfindet. Für die meisten Aktivitäten muss ich nur kurz vom Sofa fallen und bin schon mittendrin. Nürnberg ist eine Stadt der kurzen Wege.

Das Barcamp in Nürnberg Anfang November war mein Einstieg und quasi der Livetest dieses Formats für mich. Ohne große Vorbereitung oder Ziele für das Wochenende, ich wollte einfach nur mal gucken, wurde ich dann auch direkt zum Sessiongeber und präsentierte die Ironblogger  und das Konzept dahinter, lernte Blogger aus anderen Teilen des Landes kennen und akquirierte direkt Neublogger für die kuschelige Community. Es geht nun mal nichts über eigenen, ehrlichen und echten Content und so manch einer versteht das auch. Es folgte für mich direkt das frisch aus der Taufe gehobenen kleine aber feine Barcamp in Regensburg und der „große BarCamp-Überblick“ verspricht noch einige interessante Wochenenden in der Republik in der nächsten Zeit.

Nun begab es sich, dass nach meinem Engagement als Kommunikator für die Nürnberg Web Week sich holterdiepolter die Möglichkeit ergeben hat, die Onlinekommunikation für das kommende erste OpenUp Camp in Nürnberg zu übernehmen. Mehr mittendrin kann man in einer Szene fast nicht mehr sein.

Ein Barcamp der Offenheit

Das OpenUp Camp ist nicht unbedingt ein klassisches Barcamp. Es ist vielmehr zum einen ein Themencamp mit dem nicht sonderlich einfach zu vermittelnden Schwerpunkt auf „Open“, und zum anderen eine Schnittstelle in die Wirtschaft und zu Unternehmen.

„Open“ lässt sich mit so ziemlich jeder aktuellen technologischen und gesellschaftlichen Strömung verknüpfen. Open Data zum Beispiel. Open Data war auf der diesjährigen Nürnberg Web Week schon ein kleines aber feines Thema wo wir aus erster Hand hörten was sich in Nürnberg zu dem Thema so tut. Es wurde beispielsweise so halbkonkret verlautbart, dass es ab nächstem Jahr ein unter statistik.nuernberg.de eine öffentlich zugängliche Plattform mit allerlei Daten der Stadt geben soll. Seite existiert zwar schon jetzt, allerdings sind die Inhalte derzeit alles andere als maschinenlesbar, aber da ist was im Gange und die Zukunft wird greifbar.

Open Source ist im Softwarebereich schon lange ein stehender Begriff und niemand würde bestreiten, dass genau diese Offenheit, gerade bei sicherheitsrelevanter Software, das Vertrauen in eben jene schafft. In der Kommunikation lehren uns die Sozialen Netzwerke und Communitys, dass es die Offenheit den Kunden gegenüber ist, die Vertrauen schafft, die die Bindung erhöht und die sich auf Dauer auszahlt. Open Government möchte die Mechanismen der Offenheit und Transparenz in die Politik und Verwaltung bringen. Bei Open Education geht es um frei verfügbare Bildung und Wissensvermittlung, die gerade das Internet ermöglicht. Und letzteres hätte sich ohne die ganzen Open Source-Werkzeuge, gerade im Webdesignumfeld, nie so schnell und rasant entwickelt.

Die Themen rund um „Open“ sind sehr vielfältig und trotzdem wollen wir versuchen, sie alle auf dem OpenUp Camp zu bündeln, denn es ist die Offenheit und die gesellschaftliche und technologische Relevanz, die alles eint. Aber nicht nur das.

But wait, there is more!

Es gibt zusätzlich mit dem OpenUp Business Day eine an einem Freitag vorgeschaltete Tagesveranstaltung, die es Unternehmen und Organisationen ermöglichen bzw. erleichtern soll, Zugang zu den Experten, Vordenkern und Interessierten zu bekommen, die sich sonst nur an Wochenenden auf solchen Veranstaltungen tummeln.

Der Business Day hat selbst ein großes Thema auf der Agenda und ist eher als  klassische Konferenz zu sehen. Es geht um konsortiale Softwareentwicklung, also um Unternehmen oder Organisationen, die sich zusammenschließen sich, um gemeinsam offene Softwarelösungen zu entwickeln. Vertreter diverser namhafter Firmen werden Einblicke in ihre bereits getätigten erfolgreichen Aktivitäten geben und werden die wesentlichen Aspekte zur Bildung und zum erfolgreichen Aufbau neuer Konsortien diskutieren. Dazu gibt es Impulsvorträge von Experten sowie ausreichend Zeit für individuelle Diskussion und den Austausch im Anschluss an die Sessions.

Am Ende vom Business Day wird dann das Tor zum Barcamp aufgestoßen. Anhand der bereits eingereichten Sessionvorschläge lässt sich erahnen, an welche Themen und Expertisen die Unternehmen aus dem Business Day andocken können bzw. andersrum: die teilweise arg individuellen und weit vorgedachten Themen der Barcampteilnehmer können bei Bedarf durch den Austausch mit dem Business auf ihre Praxistauglichkeit in Industrie und Unternehmen überprüft werden.

Der Charme eines Barcamps wird dabei Priorität haben. Hierarchien bleiben außen vor genauso wie das „Sie“. Das OpenUp Camp ist offen für alle, die sich intensiv zu Innovation, Technologie und Business  austauschen wollen. Es gibt keine Zuschauer, jeder ist Teilnehmer und Teilgeber zugleich.

Offene (Online)Kommunikation

Es geht um den Austausch, die Vernetzung und die Interaktion auf der Veranstaltung. Welche Auswirkungen haben die Antriebskräfte von Open Source auf Bereiche außerhalb von reiner Software? Wie verändern Offenheit, Transparenz, Vielfalt, Innovation, Collaboration oder Meritokratie die Spielregeln in Bereichen wie Weiterbildung, Wissenschaft, Produktion oder Unternehmensführung? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen auf Basis von Digitalisierung, Open Innovation, dem Einbeziehen von externen Experten oder der Unterstützung durch Communities? Alles Fragen, die uns auf dem Camp beschäftigen werden, aber auch darüber hinaus. Im Vorfeld und während Durchführung wird das OpenUp Camp auf den drei großen sozialen Netzwerken zu verfolgen sein. Fragen, Anregungen, Kritik und Feedback über diese Kanäle sind herzlich willkommen und der Austausch und die Vernetzung erst recht. Ich kümmer‘ mich drum!

Google+:  plus.google.com/+Openup-campDe
Twitter: twitter.com/openupnue (Hashtag: #openup14)
Facebook: facebook.com/OpenUpCamp

Das OpenUp Camp findet vom 14.-16. Februar 2014 in der Grundig Akademie in Nürnberg statt.

6. November 2013

Ach, übrigens… No.7: Stadtmusik, Netzbeziehungen, Nachnutzung der Quelle, Open Data, Drive aus Nürnberg

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Gibt es Musik, die Nürnberg als Stadt in Töne oder Songtexte fasst? Bei Erlangen fällt mir Max Goldt ein, aber sonst? Also noch was anderes als das eher prollige NBG von BRAK’LUL? Berlin wurde da schon öfter vertont und seit einiger Zeit existiert auch ein großartiger Soundtrack für eine nächtliche Fahrt durch die Stadt. Transit Berlin heist das Album von der werten adamned.age, erschienen auf dem Phonocake Netlabel.

adamned.age thematisiert ihre Entdeckungen in der künstlerischen Metropole Berlin als Rahmen für ein zauberhaftes Album schwer kategorisierbarer elektronischer Musik. Ihre bisherigen Wege scheinen in den Liedern zu verweben, ihr Schlagzeugkönnen auf Piano und post-klassische Einflüsse zu treffen.

So liest es sich im Infotext der Veröffentlichung und es ist nicht einfach da nochwas hinzuzufügen. Die Musik klingt nach sehr viel Erfahrung und guter Beobachtungsgabe. Die Musik klingt nach Berlin. Das Stück “Die geteilte Stadt” vermittelt z.B. diese bedrückende Melancholie und Sehnsucht die jeder gehabt haben muss, der mit der U-Bahn an der Mauer entlanggefahren ist. Eingesperrt in einer Großstadt. Zwar in Bewegung aber dennoch kreisend.

phoke93: 02 adamned.age – Die geteilte Stadt

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Noah ist ein großartiger Kurzfilm. Wir sehen die unfassbar kurze Aufmerksamkeitsspanne eines wohl typischen Teenies der Jetztzeit, dessen mangelnden menschlichen Bezug, dessen Isolation und Unruhe. Wir sehen die Absurdität der Onlinewelt, deren Kühle und Entmenschlichung. Sehr eindrucksvoll mit gekonntem Timing aus der Benutzerperspektive gefilmt und natürlich NSFW, sonst wäre der Film ja auch nur halb so authentisch.

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Künstler, Designer und Architekten haben sich auf dem Areal des einstigen Versandhändlers Quelle in Nürnberg eingerichtet. Doch ein Großteil des denkmalgeschützten Gebäudes steht vier Jahre nach der Pleite wegen der ungeklärten Eigentumsverhältnisse leer.

Das schreibt die Süddeutsche und damit wäre das Thema “kreative Nachnutzung der Quelle” wohl endgültig raus aus dem nischigen Lokalteil und endlich auf der großen Agenda.

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 Lärmkarte Nürnberg

Open Data war auf der diesjährigen Nürnberg Web Week ein kleines aber feines Thema. Wir hörten aus erster Hand was sich in Nürnberg in Sachen Open Data so tut und da könnte wirklich was passieren. Es wurde so halbkonkret verlautbart, dass es ab nächstem Jahr ein unter statistik.nuernberg.de eine öffentlich zugängliche Plattform mit allerlei Daten der Stadt geben soll. Seite existiert zwar schon jetzt, allerdings sind die Inhalte derzeit alles andere als maschinenlesbar. Das soll sich dann ab 2014 ändern. Wie Open Data in Nürnberg aussehen könnte zeigt schon jetzt die Lärmkarte von Nürnberg

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Drive wurde in der letzten Ausgabe dieser kleinen Rubrik bereits eingeflochten. Es dauerte nicht lange, da wurde mir der Hinweis auf eine gar nicht mal so super schlechte fränkische Adaption zugespielt. Es war wohl tatsächlich so, dass unmittelbar nach Kunsum des Films Drive ein paar Jungs sich ein damals ein neues Objektiv und ein Auto geschnappt haben, sinnlos durch die Gegend gefahren sind und düstere Locations besucht haben. Was rausgekommen ist, ist eine witzige Aneinanderreihung von Bildern, die dem Vorbild erstaunlich ähnlich sind.

17. September 2013

Einblicke in die Webszene in Nürnberg

Nürnberg Web Week 2013

Im Oktober 2013 findet die zweite Nürnberg Web Week statt. Eine Woche voller Events unter anderem zu den Themen Online Marketing, Webentwicklung, Social Media, eCommerce, SEO und Programmierung. Die Web Week ist Klassentreffen, Plattform und Aushängeschild gleichermaßen für die Webszene in Nürnberg und Franken. Bis zum Start der Veranstaltungen werden von mir Interviews und Hintergrundinformationen unter anderem zu den folgenden Protagonisten der Szene und zu den verschiedenen Usergroups im Blog der Web Week veröffentlicht:

Blick in die Nürnberger Webszene mit Franka Ellen Wittek

Eins der aktivsten und etabliertesten Gesichter der Nürnberger Webszene ist Franka Ellen Wittek. Die gebürtige Nürnbergerin ist hauptberuflich Freelancer im Bereich der Webentwicklung und betreut die Internetpräsenzen diverser Kunden. Sie studiert Kulturwissenschaften und schmeißt den Coworking Space in Nürnberg. Weiter lesen …

Die Webseite der Nürnberg Web Week – Hintergründe und Entwicklung

Keine Web Week ohne Webseite. Die Webseite, die die erste Web Week begleitet hatte, hat ihren Dienst in Ehren verrichtet, doch die technische Entwicklung lässt sich gerade im Internet nur schwer aufhalten oder gar ignorieren. Die alte Webseite wurde den aktuellen Ansprüchen im Hinblick auf Kompatibilität, Mobilität und Gestaltung nicht (mehr) gerecht. Weiter lesen …

Auf Sendung – Ein Podcast über Nürnberg und so

„Nürnberg und so“ startete im Jahr 2012. Das relativ junge Projekt hat sich schnell in der fränkischen Webszene und auch darüber hinaus etabliert, was nicht zuletzt an der Hingabe der beiden Köpfe hinter dem Projekt liegt: Daniel Bendl und Markus Wolf. Weiter lesen …

Markus Teschner und seine Lust auf Networking

Die größte Veranstaltung auf der Nürnberg Web Week ist der Webmontag. Einer der Köpfe dahinter ist, neben Mitorganisator Stefan Peter Roos, kein geringerer als der Hub im Fränkischen Social Network Markus Teschner. Weiter lesen …

Der Webmontag in Nürnberg

Die Nürnberg Web Week 2013 startet am Montag, den 21. Oktober, direkt mit einer der etabliertesten Veranstaltungen für internetaffines Publikum in Nürnberg und Umgebung: mit dem Webmontag. Bei dieser Veranstaltungsreihe, die es nicht nur in Nürnberg, sondern auch in zahlreichen anderen deutschen Städten gibt, treffen sich Menschen, die im näheren oder auch weiteren Sinne beruflich oder auch im Rahmen von privaten bzw. nicht-kommerziellen Aktivitäten mit dem Internet zu tun haben. Weiter lesen …

Stefan Probst – Impulsgeber in der Fränkischen Web- und Start-Up-Szene

Die Web- und Unternehmerszene in Franken entwickelt sich prächtig und sie ist dabei, den Weg aus der Nische einzuschlagen. Die Grundsteine dafür wurden bereits vor gut fünf Jahren gelegt. Die Szene war seinerzeit in vieler Hinsicht noch kaum ausgeprägt und nur wenig sichtbar. Stefan Probst erkannte das Potential der Strukturen, die im Begriff waren, sich zu bilden, und er tat das, wofür er von vielen Leuten heute sehr geschätzt wird: er brachte die richtigen Ideen, zu den richtigen Leuten und gab ihnen den Schubs in die richtige Richtung. Weiter lesen …

Bilder von der Nürnberg Web Week

Eine Veranstaltung wie die Web Week ist naturgemäß recht gut dokumentiert, insbesondere an Fotomaterial mangelt es nicht sonderlich. Schon die außerordentlich hoche Smartphonedichte und der Hang der Gäste und Teilnehmer zum unentwegten teilen und publizieren ihrer Eindrücke sorgt für einen ordentlichen Strom an Bildern. Weiter lesen …

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