Schlagwort: kritik
Wer denkt, architektonische Meisterleistungen hat es in Nürnberg seit dem Mittelalter nicht mehr gegeben, der ist schief gewickelt. Gerade in den letzen Jahrzehnten hat man es geschafft echte Akzente zu setzen. Es gibt viele interessante Bauwerke, die Nürnberg seinen einzigartigen Charme geben und nachhaltig das Stadtbild prägen.
Besonders hervorzuheben wäre da eine wundervolle Müllverbrennungsanlage, die nicht mal 1000m südlich vom historischen Kern der Stadt erbaut wurde. Sie wurde so gestaltet, wie es sich für eine Müllverbrennungsanlage im Herzen einer Stadt gehört. In formvollendeter industrieller Nüchternheit steht sie da. Man hat zum Beispiel nicht den grotesken Fehler der Wiener gemacht, und ein Kunstwerk draus gebaut.
Im Norden befindet sich ein Bauwerk, dass mit seiner Ästhetik und seinem Charisma die Menschen in seinen Bann zieht. Eine grazil geformte Manufaktur, die über einen ganzen Stadtteil erstrahlt. Das schnöde Produkt Eis wird zu einer Offenbarung, denn wenn ein Unternehmen so viel Liebe zum Detail und Geschmack in ihre Manufaktur steckt, wie muss dann erst das dort produzierte Eis schmecken?
Eine Fotostrecke.
2. Juni 2007
Ich entschuldige mich für den Vorschlag, heute in die ARD zu zappen. Die Harald Schmidt Show hat sich nicht gelohnt. Lahme Witze, ein verpulverter Auftritt der Katrin Bauerfeind, die zur Hostess degradiert wurde, und ein Moderator, der nur geredet, aber nichts gesagt hat. Zuschauer, die Ehrensenf nicht kennen, müssen sich fragen, was den Gast denn nun zu etwas besonderem macht und warum denn gerade sie die neue Entdeckung sein soll. Den Beweis blieb sie ja schuldig, und Schmidts Beteuerungen wirkten irgendwann wie Ironie. Ein Teaser, mit Ausschnitten aus der Show wie bei Polylux, fehlte. Ausser einem breiten Lachen hat sich nichts von ihrem Charme aufbauen können. Ihr Witz, der hätte durchblitzen können, wurde durch Schmidts Verbalposing im Keim erstickt.
Es bleibt ein Gefühl von unsinnig verbrachter Zeit. Es war nicht mal unterhaltsam. Schade.
28. März 2007
Der Augustinerhof steht seit Jahren leer und verkommt zusehends. Dieses 5000 qm große und millionenschwere Abbruchgelände liegt mitten in der Nürnberger City (auf immobiliendeutsch: Bestlage), nur einen Häuserblock vom Altstadtnabel, dem Hauptmarkt entfernt.
Der Hof wird derzeit als Parkplatz genutzt.
Update:
Im Deutschen Architektur-Forum gibt es einen interessanten Thread zum Augustinerhof und den geplanten bzw. per Bürgerentscheid gekippten Neubau eines 5 Sterne Hotels.
20. August 2006

Die einzige hübsche Fassade am ganzen Friedrich-Ebert-Platz.
Links davon ein Altbau wie nach vierzig Jahren Sozialismus. Rechts davon ein typischer 60er-Bau, von denen es hier nur so wimmelt und die Nürnberg erfolgreich daran hindern, eine schöne Stadt zu sein.
8. August 2006