Schlagwort: kino
Nachdem sich das betagte Atrium Kino zuletzt etwas bedeckt gegeben hat, ist es mittlerweile unverschleiert und frisch bepinselt zu sehen. Der Schriftzug blieb zum Glück erhalten, obgleich der ein oder andere retrochique Fassandenschmuck bislang nicht wieder zu sehen ist. Allerdings ist nicht zu erkennen, was mit dem Bau passieren soll. Er wirkt momentan in einer Ecke, die an ein Novosibirsk in den 70ern erinnert, eher als Fremdkörper. Und er wirkt nach wie vor wie ein Kino.
5. Januar 2012
Im Jahr 2008 schloss “das schönste Kino Nürnbergs“, das Atrium. “Ein Filmpalast aus der guten alten Kinozeit, komplett neu renoviert und mit modernster Licht- und Tontechnik für anspruchsvollen Filmgenuss in unwiderstehlich charmantem Ambiente” so stands geschrieben seinerzeit, aber der Tod des Filmvorführers (so munkelt man) brachte dem Kino ein jähes Ende. Im Jahr 2010 entstand dann das Foto des verfallenen Atriums. Der schön ranzige Charme war noch da, getragen vor allem durch den die ganze Fassade einehmenden Schriftzug. Auch davon ist gerade nicht mehr viel zu sehen. Scheinbar bekommt das Gebäude eine Farbsanierung, vielleicht um es attraktiv für eine weitere Nutzung zu machen? Wer weiss…
3. November 2011
Alberne Softpornos mit offenen Lederhosen im Filmhaus? Das ist mal was Neues. Derart aufklärende Filme haben doch eher die späten Stunden der frühen Privatsender versüsst, anstatt groß mit Anspruch und Geschmack zu glänzen. Klingt nach Skandal und ein Aufschrei müsste durch die alternative Szene gehen… aber nein… es ist doch alles ganz ok so. “Sex and the Cinema” heisst die Reihe die derzeit im Filmhaus im Künstlerhaus am Bahnhof läuft. Von Oswalt Kolle über Russ Meyer bis hin zum abendfüllenden Pornofilm wird eine umfangreiche Auswahl quer durch die Höhen und Tiefen des Genres der nackten Haut gezeigt. Vom 6.7. bis zum 9.8., mehr Infos hier .
Das ist mit Sicherheit eine gute Gelegenheit sich die Sünden von damals wieder anzuschauen bzw. überhaupt mal die Filme zu sehen die im Laufe der Zeit immer an der Grenze von Geschmack und Zensur gelaufen sind. Ich vermute übrigens, dass das passende Buch zum Thema dieses hier ist.
12. Juli 2006