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25. Januar 2013

Statusupdate – Januar 2013

Die letzten Tage habe ich massiv damit verbracht dieses Blog bzw. die ganzen mit dranhängenden Aktivitäten zu überdenken. Das hängt auch die von Jonny Häusler auf seinem Blog Spreeblick angestoßene Diskussion um die Stärkung des Internets an sich und von Blogs im speziellen mit dran.

Die Situation bisher
Ich füttere mit meinen Inhalten und Fotos nicht nur mein hocheigenes Blog (dieses Blog), sondern auch diverse andere Netzwerke und Plattformen. Ein Foto landet im Extremfall z.B. nicht nur hier im Blog, sondern auch noch auf dem Subblog x.sugarraybanister.de, dann auf flickr, wenns besonders fancy ist noch auf 500px, dann der guten alten Zeiten wegen noch in der Fotocommunity und wenns besonders wertvoll ist, wird’s noch auf Photocase zum Verkauf angeboten, oder es zumindest versucht. Dann wird der Inhalt noch auf Facebook, Twitter und gerne auch auf Google+ und Pinterest geteilt und promotet. Manchmal kommen auch noch Crossposts auf Insiderforen hinzu. Alles ganz schön zerfasert und verworren. Und zeitaufwändig! Und der Erfolg stellt sich meist auch nur so mittelprächtig ein. Auch funktionieren manche Inhalte auf einigen Plattformen gut, auf anderen gar nicht oder nicht ohne Kontext. Was sich aber vorher meist nur relativ schwer einschätzen lässt. Und was auch nervt ist, dass Feedback auf den jeweiligen Plattformen bleibt und dort auch mit der Zeit untergeht. Es gibt also keine zentrale Stelle für meine Sachen.

Es gibt also ein paar Änderungen
Eins vorweg: dieses Blog soll weiter leben! Es existiert seit 2006 und es dokumentiert eine ganze Entwicklung. Nicht nur meine persönliche im Hinblick auf Fotografie und das Leben in Nürnberg / Franken, sondern auch die Entwicklung der Stadt Nürnberg selbst. Es ist mir ein wichtiger Hafen für meine Inhalte und ich hoffe, die Rezipienten sehen das genauso.

Aber das Subblog x.sugarraybanister.de wird nicht mehr weitergefüttert und auch früher oder später verschwinden. Die Bilder von dort werde ich versuchen in der nächsten Zeit hier ins Blog rüberzuschieben und chronologisch richtig einzusortieren. Dafür habe ich auch eine neue Rubrik geschaffen: Meanwhile in …. Diese Rubrik soll meist unkommentiert Momentaufnahmen aus Nürnberg und dem Rest der Welt präsentieren. In diesem Blog existierten bereits Posts für diese Rubrik, ich wusste das nur nicht. Diese Posts wurden umsortiert weshalb der ein oder andere Link kaputt gegangen ist. Google, mein Statistiktool und die Bookmarkfetischisten mögen es mir nachsehen. Die Suchfunktion hier im Blog funktioniert großartig (falls jemand was vermisst)!

Auf flickr landen nur noch Streetartshots, die mit dem Handy im Vorbeilaufen gemacht wurden. Liegt daran, dass dort die genaue Position festgehalten wird, was ich wichtig finde bei Streetart. Ansonsten werde ich nichts weiter mehr mit flickr machen, auch wenn die neue App ganz nett ist.

Aus meiner Sicht besonders gelungene Fotos, die auch ohne den Kontext dieses Blogs funktionieren, werde ich nach wie vor bei der Fotocommunity bzw. bei 500px einstellen, was aber eine untergeordnete Rolle spielen und auch nur passieren wird, wenn ich gerade nichts besseres zu tun habe. Und auch nur, weil ich den Input der dort gerne mal umherschappt, inspirierend finde. Möchte halt kein reiner Leecher sein.

Auf meiner Facebookpage und auf Twitter werde ich nach wie vor meine Inhalte promoten und verbreiten. Und naja, auch auf Pinterest, aber nur, weils nur ein einziger klick ist. Ihr dürft auch alle gerne liken, retweeten, faven und repinnen, aber ich hätte gerne, dass Kommentare und Feedback im Blog landen, denn hier stehen sie wirklich in Zusammenhang mit dem Inhalt.

Ja, klingt immer noch reichlich verfasert und verworren, aber diese Änderungen sind auch ein Prozess. Ich möchte versuchen so viel wie möglich hier auf diese Seiten zu bringen. Wenn mir angedockte Netzwerke helfen, gerne. Wenn nicht, dann vermisse ich sie auch nicht.

Falls ihr Feedback dazu habt, dann bitte in die Kommentare damit. Ich hoffe ich erfahre etwas Unterstützung seitens meiner Leserschaft! 2013 wird nämlich spannend. Hier sind einginge Sachen gerade in der Pipeline, insbesondere zum Thema Urban Exploring in Franken. Solltet ihr nicht verpassen.

Update
Wer mag kann diese Blog nun auch via Google Currents abonnieren. Google Currents bietet eine kostenlose App für Android und iOS um u. a. Blogs und Zeitungen für Tablets und Smartphones optimiert lesen zu können.

31. Juli 2012

Neues Layout fürs Blog

Ganz ehrlich? Ich konnte das alte Layout einfach nicht mehr sehen. Dieses Blog ist zwar schon etwas älter, dennoch hat es seit seiner Gründung im Jahre 2006 keine sonderlich radikalen Änderungen erlebt. Es ist seit dem einfach stetig gewachsen und wurde mit neuen Funktionen nachgerüstet wo es ging oder Sinn machte. Die größte Änderung am Layout kam im Jahre 2009 und äußerte sich in einer deutlichen Verbreiterung des Contentbereichs auf immer noch gut zu gebrauchende 700 Pixel. Das wars dann auch von der optischen Seite her. Am Ende sah das Blog einfach nur noch etwas in die Jahre gekommen aus. Dazu kommt die technische Entwicklung unter der Haube. Aktuelle Templates z.B. können auf den vollen Funktionsumfang einer aktuellen WordPressinstallation zurückgreifen (z.B. Menüeditor oder Templateoptionen im Backend). Ein altes Template, wie das bisherige, das auch noch stark angepasst, individualisiert und sonst wie verbogen ist, fängt irgendwann an weh zu tun. Die Leser merken das vielleicht nicht sofort, aber wenn am Fahrrad was quietscht wird auch zuerst der Fahrer verrückt und dann die Passanten.

Außerdem haben sich über die Jahre etliche Plugins angesammelt, die Funktionen nachgerüstet haben. Mittlerweile hat WordPress aber auch essentielle Features von Haus aus an Bord und macht einige separate Plugins, um z.B. Menüs zu erstellen oder um Videos einzubetten, unnötig. Es gibt also Altlasten die man einfach bei einer Renovierung über Bord kippen kann und jetzt war es bei diesem Blog soweit.

Was ist passiert?

  • Neues Template. Das alte Blix-Template war sehr nett und ich habe viel Arbeit reingesteckt um es anzupassen. Hat sich ausgezahlt. Nun Ruhe in Frieden.
    Ein neues Template zu finden ist nicht so einfach. Gut soll es aussehen, kostenlos soll es sein. Zeit oder Geld für ein individuell entwickeltes Layout möchte ich nicht investieren. Es gibt ja auch fast für jeden Geschmack bereits fertige Templates. Die WordPress Theme Gallery hat mir jedoch noch nie geholfen ein hübsches zu finden. Besser waren immer irgendwelche Webdesignmagazine (z.B. Smashing) mit Hinweisen auf kostenlose, ggf. etwas abgespeckte Varianten von Premiumtemplates oder ähnliches. Diesmal bin ich dann bei dem Webhoster Site5 fündig geworden der sich nur knapp gegen die schnieken Templates von Wpshower behaupten konnte.
  • Templates müssen immer angepasst werden. Geht nicht anders wenn WordPress selbst gehostet wird. Mittlerweile können moderne WordPresstemplates im Backend weitestgehend konfiguriert werden aber spätestens wenn sie ins Deutsche übersetzt werden sollen, muss man in den Quellcode eingreifen. Das war früher aber komplizierter weil die Templates umfangreicher waren.
    Dann die Kopf- und Fußzeilen anpassen, meist noch was im Stylesheet ändern (auch diesmal habe ich wieder den Contentbereich verbreitert), ein neues Logo basteln und schon sind wieder etliche Stunden vergangen!
  • Das wichtigste Plugin unter der Haube dieses Blogs ist NextGEN Gallery. Als dieses Blog gestartet wurde konnte WordPress nur rudimentär mit Bildern umgehen. Z.B. waren einzelne Bildergalerien für separate Posts lange Zeit nur mit Plugins wie NextGEN Gallery möglich. Mittlerweile ist das anders und die Mediathek hat grundsätzlich alle Features, die man so braucht um Fotos zu veröffentlichen. Allerdings müsste ich jetzt alle Fotos aus der NextGEN Gallery in die WordPress Mediathek umziehen und dazu auch sämtliche Posts anpassen. Das habe ich mir natürlich gespart und somit laufen auch in Zukunft quasi zwei Galeriesysteme parallel im Blog. NextGEN Gallery ist jedoch immer noch weitaus mächtiger als die WordPress-Bordmittel, hat eine bessere Verwaltung der Bilder und lässt sich auch bei gehobenen Ansprüchen gut anpassen.
  • Weiterhin wichtige Plugins hier im System:

Ich hoffe das neue Layout gefällt man erkennt weiterhin den Sugar Ray Banister. Und hoffentlich hält dieses Template wieder 3-4 Jahre.

19. Mai 2012

Gebt Pinterest ne Chance!

Neue Dinge passieren ja die ganze Zeit und seit einiger Zeit passiert der Bild-Bookmarking-Sharing-Dienst Pinterest. Nach wie vor bekommt man nur auf Einladung Zugang zu dem Netzwerk, was aber keine sehr große Hürde darstellt und eher als Marketingaktion zu verstehen ist, denn als Beschränkung um den Kreis der Betatester klein zu halten.

Erklärt wurde der Dienst bereits ausreichend: Nutzer fischen Bilder aus dem Netz und heften diese an ihre virtuellen Pinnwände. Man kann mit einem Klick liken und repinnen und interessanten Usern oder nur einzelnen Boards folgen. Wenn man Lust hat, kann man auch kommentieren. Aber der Reiz ist insbesondere, dass der Dienst grundsätzlich ohne Worte auskommt („Twitter für Legastheniker“). Für ein weltweites Netzwerk ist das ein spannender Aspekt.

Für den optisch getriggerten Menschen gibt es wenig (Kritik kommt weiter unten) auszusetzen an dem Dienst und für Fotografen bietet die Plattform einen einfachen Weg, die eigenen Bilder unters Volk zu bringen. Nun hört man allerdings immer öfter, dass der Hype um Pinterest bereits wieder rum ist. Die Google+ophobie schleicht sich ein, also die Angst, dass ein vielversprechendes Netzwerk in die Bedeutungslosigkeit verschwindet, einfach weil sich der Anbieter doof anstellt, und gleichzeitig Facebook allgegenwärtig ist. Dem ist offenbar (hoffentlich!) nicht so. Der japanische Onlinehandels-Konzern Rakuten hat gerade 100 Millionen Dollar in das junge Unternehmen gesteckt und man geht derzeit von 20 Millionen Nutzern aus. Das sollte eine gute Basis sein um noch etwas durchzuhalten.

Der wohl wichtigste und ärgerlichste Fallstrick bei Pinterest, zumindest in Deutschland, ist die Urheberrechtsdebatte. Spreerecht erklärt die Problematik im Detail. Kurz: durch das pinnen eines Bildes wird eine Kopie angefertigt und weiterverbreitet. Das ist nach deutschem Urheberrecht ohne Einwilligung des Urhebers unzulässig und gleichzeitig ein ungelöstes Problem. Um rechtskonform zu pinnen müsste man also jedes Mal eine Einwilligung vom Urheber einholen oder das pinnen im Zweifelsfall sein lassen. Das ist unrealistisch und nicht mehr zeitgemäß. Und es ist reichlich unverständlich, warum gerade Pinterest in den Sog der Urheberrechtsdebatte gekommen ist. Im Gegensatz zu den anderen populären Bildblogplattformen wie z.B. Tumblr, hat Pinterest einen gigantischen Vorteil: es verlinkt (bei Benutzung des Bookmarklets oder Pinbuttons) automatisch auf die Quelle eines Bildes. Damit ist rausfindbar wo ein Bild herkommt und wer es gemacht hat. Somit handelt Pinterest sogar tendenziell urheberfreundlich. Wenn Bilder kopiert und in ein Tumblerblog geladen werden, dann verliert es den Bezug, den Link, zur Quelle und damit zum Urheber. Das geht allerdings auch bei Pinterest. Nunja.

Aber nun kann man sich genau diesen Umstand (als semiprofessioneller Fotograf mit Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom) zunutze machen um die eigenen Werke zu promoten. Man speist die Fotos ins Pinterestnetzwerk ein. Im Idealfall verbreiten sie sich dort (durch Repins) und erfreuen die eigenen Follower. Ähnlich wie bei einem RSS-Feed. Und ähnlich wie bei einem RSS-Feed bleibt immer der Bezug zur Quelle, also dem eigenen Blog, erhalten und es werden im Idealfall Zugriffe generiert.

Auf diesem Blog stehen die Fotos unter einer Creative Commons Lizenz, sind also ohnehin zum teilen und verbreiten freigegeben. Somit steht der Nutzung von Pinterest auf diesen Seiten nichts im Wege. Aber auch ohne CC-Lizenz und als Urheberrestsfetischist sollte man sich mal überlegen, ob Pinterest wirklich ein Problem ist, oder ob die Baustellen nicht woanders liegen.

Und dann noch zu einem Vorurteil, das nicht zuletzt von Sascha Lobo auf der re:publica noch mal so richtig breit getreten wurde: „Pinterest ist 4chan für Mädchen“, rief er der nahezu komplett versammelten deutschen Internetszene zu. Und naja, dem ist leider so. Es werden wirklich unangenehm viele Bilder verteilt und diskutiert die für die nächsten Monate sämtliche Frauenzeitschriften und „schöner Wohnen“ –Klone versorgen könnten. Auch wird man gefühlt von 98% Frauen (bzw. weiblichen Namen) verfolgt, geliket und repinned. Was im echten Leben ganz nett ist, hat auf Pinterest so ein „Geschmäckle“. Man tendiert zu dem Glauben, dass man sich mit den eigenen Pins auf das Niveau von Wartezimmerfrauenzeitschriften zubewegt. Beängstigend.

Und dann ist Pinterest auch noch fromm wie ein Lamm. Im Gegensatz zu 4chan, wo sich Geschmacksgrenzen noch nicht mal am Horizont abzeichnen, lässt Pinterest keine Bilder zu, die auch nur ansatzweise als NSFW gekennzeichnet sind. So lässt sich z.B. dieses schöne Bild nicht pinnen.

Der süße Duft von Anarchie und Rock’n’roll fehlt Pinterest somit komplett. Es geht vielmehr um Schöngeist. Pinterest ist die Museumsbuchhandlung und nicht der Bahnhofskiosk. Das ist angenehm. Und es ist nicht so hässlich elitär wie z.B. FFFFOUND!, das zwar reifer und nicht ganz so fromm daher kommt, aber Neulingen und Leuten ohne Kontakt in die Szene (yo!) die kalte Schulter zeigt. Gebt also Pinterest ne Chance!

Info: Der Autor ist auf Pinterest als srbanister unterwegs.

14. Dezember 2010

Datenbewusstsein

Um Informationen zu bekommen muss man Informationen geben. Das ist bei einem simplen Gespräch unter vier Augen so und das ist im Netz (insbesondere im Social Web) nicht anders. Im Netz funktioniert das naturgemäß diffuser aber der Streuverlust wird durch die größere Reichweite mehr als wettgemacht. Dennoch sollte man so gut es geht selbst bestimmen, welche Informationen in die Welt gelangen und in welchem Kontext das passiert. Die Welt und jeder einzelne wird gläserner und transparenter und diese Entwicklung ist unaufhaltbar. Sich dagegen zu wehren ist ein Kampf gegen Windmühlen, aber man kann dafür sorgen, dass die Entwicklung auf Augenhöhe passiert, dass manche nicht mehr Informationen bekommen als andere geben. Wie in einem persönlichen Gespräch auch, sollte der Datenaustausch ausgewogen sein. Daher diese kleinen Hinweise wie man die eigene Sendeleistung etwas in Grenzen hält: gegen das Gefühl mehr zu geben, als man eigentlich bekommt.

Dem Facebook ist es z.B. möglich auch Informationen zu sammeln, selbst wenn man sich gar nicht auf der Plattform selbst bewegt, sondern auf beliebigen Webseiten, die Facebookwidgets eingebunden haben. Wenn man eine solche Seite aufruft, erkennt dieses Widget diesen Besuch (wie normale Statistiktools auch). Ein Klick auf “mag ich” und die Kontakte wissen über den Besuch (bzw. vermeintliche Vorlieben) bescheid.

Datenschutzrechtlich ist das bedenklich, da ungefragt personenbezogene Daten gesammelt und mit dem eigenen Profil verknüpft werden und auch direkt das Land verlassen (Hamburg.de hat z.B. den “Like”-Button aus Datenschutzgründen entfernt). Der Punkt ist auch, dass es nur einen winzigen klick kostet und eine unter umständen ominöse Webseite produziert ein ungewolltes Statusupdate; was sich möglicherweise auch automatisieren lässt also ohne bewusste Bestätigung funktioniert. Eine Kontrolle über eigene Profilinformationen ist so praktisch nicht mehr möglich. Man kann die so gesammelten Informationen auch nicht abrufen, einsehen oder editieren oder gar wieder löschen.

Kurzum, persönliche Daten sind am sichersten, wenn sie erst gar nicht erhoben und (vorallem ohne eigenes Zutun) gespeichert werden und dazu gibt es einen schönen Helfer: die SocialMediaBlock-Filterliste für Adblock Plus.

Geblockt werden Social Media-Dienste, die durch externe Skripte und/oder Frames geladen werden. Es wird stets darauf geachtet, dass die Dienste selbst mit der Liste funktionieren (Facebook ist z. B. problemlos nutzbar, jegliche eingebettete Inhalte außerhalb Facebook werden jedoch geblockt). Zudem werden auch “Share”-Buttons auf großen/bekannten Seiten gefiltert. Nicht gefiltert werden Links (z. B. über Grafiken), die auf Profile oder Seiten einer Social Media-Seite verlinken.

Im Fall von Facebook sperrt diese Filterliste den Zugriff auf das API und unterbindet damit den Zugriff von Fremdapplikationen auf Facebook. Adblock gehört eh zu den Pflichterweiterungen für Firefox, sorgt es doch dafür, dass die meiste Werbung von den Webseiten verschwindet (man surft, als hätte der Kapitalismus nie das Web entdeckt) und diese spezielle Filterliste erweitert Adblock um die genannte Funktion und ist zudem den persönlichen Vorlieben anpassbar, falls man trotzdem z.B. Flattr nutzen möchte.

Für Chrome gibt es dazu das Facebook Disconnet Plugin, welches sich allerdings nur auf Facebook beschränkt.

Eine weitere sehr sinnvolle Erweiterung für Firefox ist HTTPS Everywhere. Sie sorgt dafür, dass beim Aufruf populärer Webdienste automatisch auf eine sichere https-Verbindung gewechselt wird und man nicht mehr für jeden belauschbar mit der Welt kommuniziert. Die behandelten Dienste funktionieren zum größten Teil uneingeschränkt weiter und man hat kaum Nachteile durch die gewonnene Sicherheit, allerding funktioniert z.B. bei Facebook mit https kein Chat mehr, aber chatten kann man mit Skype eh besser.

Wer noch mehr Kontrolle über in Webseiten eingebettete Skripte und ominöse Applikationen haben möchte, der sollte zu NoScript greifen. Diese Erweiterung sperrt erstmal komplett alle Inhalte die nichts mit der puren Darstellung von Text und Bild zu tun haben. Ein deutliches Plus an Kontrolle und Transparenz, allerdings verstümmelt diese Erweiterung sehr viele Webseiten (vorallem die ominösen) bis hin zur Unbenutzbarkeit und sollte nur von Leuten benutzt werden die normal wissen, was im Maschinenraum passiert.

Das sind nur einige wenige Dinge die man machen kann um die eigene Sendeleistung zu steuern. Wichtig ist, dass man wissen sollte was bei jedem einzelnen Klick im Netz und im Hintergrund passiert. Viele schimpfen auf die Netz- und Datenschutzkompetenz in der Politik. Das ist berechtigt, aber wer es den Leuten zu einfach macht Informationen zu sammeln, der darf sich nicht beschweren und die sogenannte Netzkompetenz fängt bei jedem einzelnen an.

17. Mai 2010

Mal testen: Flattr

Die Diskussion wie man denn nun im Internet mit Inhalten Geld verdienen kann ist fast so alt wie das Netz selber. Tauschbörsen z.B. stellten und stellen praktisch alles was irgendwie digitalisierbar ist kostenlos zur Verfügung. Man bezahlt gemeinhin nicht monetär, sondern mit der Freigabe der Inhalte seiner eigenen Sammlung. Das funktioniert gut, allerdings ist das Prinzip nicht auf die reale Welt übertragbar. Geld für Rechnungen kann so nicht erwirtschaftet werden und wird für Content Geld investiert kann eine Refinanzierung auch nicht statt finden. Bis der Kapitalismus abgeschafft ist muss also eine Alternative her und da bietet sich nun Flattr an. Seit dem Flop mit den Paypal Spenden-Buttons ist das die erste Idee, der ich ernsthaft was zutraue, da sie so einfach funktioniert wie die magich-Buttons auf Facebook.

Beim Micro-Payment-Service Flattr bezahlt der Nutzer monatlich einen frei wählbaren Abonnements-Betrag auf ein Konto ein. Die Medienanbieter platzieren auf ihrer Website einen flattr-Button, den der Nutzer anklicken kann, wenn ihm der Internet-Inhalt gefällt. Am Monatsende wird der Abonnements-Betrag des Nutzers gemäß seinen Klicks an die Medienanbieter verteilt.

Das Video erklärt den Rest:

Ich bin nun einer der Tester der Betaphase von Flattr und habe Buttons hier im Blog und dort drüben eingebunden. Da es noch kaum Nutzer gibt, verspreche ich mir noch nicht viel von der Aktion aber vielleicht wird das System so populär wie die allgegenwärtigen Facebook-magich-Knöpfe und spätestens dann wird’s ernsthaft interessant. Bis dahin wird flattr aufmerksam beobachtet.

Und du, lieber Leser, könntest dich zwischenzeitlich auch schon mal registrieren und eifrig drauflos flattern (vorzugsweise auf meinen Seiten! :). Wenn alles glatt läuft haben wir hier die Lösung für die Contentindustrie und die gesuchte Alternative zur Kulturflatrate.

Mehr Info und Hintergründe gibts z.B. hier oder dort.

Update 19.05.

Gute Contraargumente in den Kommentaren zu dem Text “Warum ich flattr doof finde” und insgesamt guter und nachdenklicher Text “Ich habe flattr schiss!“, der die Unausgereiftheit und Untiefen des Systems gut darlegt.

Habe die flattr-Funktion aus meinem Zweitblog wieder entfernt. Es dreht sich dort um freie Musik aus dem Netz und da macht ein Bezahlbutton einfach den falschen Eindruck. Hinzu kommt ein gravierender Nachteil von Flattr. Das System honoriert zurzeit nur pure Massentauglichkeit. Für Nischen ist kein Platz. Selbst wenn man ein paar Gönner hat müssen diese einen Monat lang mit ihren Flattrreien gut haushalten um den Lieblingsbeiträgen einen nennenswerten Betrag zukommen zu lassen. Das ist eine konzeptionelle Lücke, die mir nicht gefällt. Die pure Gleichschaltung meiner Klicks empfinde ich zunehmend als Nachteil.

Falls ich mich dazu entscheiden sollte, mein Flattrkonto nicht mehr aufzuladen, dann verschwinden die Buttons hier aus dem Blog auch automatisch. Man kann nur Geld einsammeln, wenn man selber welches ins System pumpt, was natürlich den Anreiz gibt, das Flattrkonto liquide zu halten. Man bezahlt quasi für den Button und damit finanziert sich auch der Dienst, über die kleine Provision bei den Geldtransfers.

Momentan machen sich die Gegenargumente breit, allerdings ist der Dienst auch noch alles andere als ausgereift. Mal weiter gucken.

Update 20.05.

Die Taz führ Flattr ein. Und das ist eine Größe bei der sich das System durchaus lohnen könnte. Man kann bei Flattr sein Konto mit maximal 20 € im Monat aufladen. Man kann aber beliebig viele Klicks ernten. Wenn man nur genug Leser mobilisiert hat man das zum verklicken ausgegebene Geld schnell wieder eingespielt. Wie gesagt, man braucht Masse, keine Klasse.

Update 01.06.

Auf vielen Blogs findet man mittlerweile die Flattr-Buttons, insbesondere auf den wichtigen und insbesondere auch auf Blogs die man sicherlich nicht anders als in Vollzeit betreiben kann, wie z.B. netzpolitik.org. Auch kam heute die erste Abrechnung. Bei mir war es ein Nullsummenspiel: ich habe 2€ verflattert und 1,48€ erflattert. Nun bin ich auch nicht der aktivste Blogger, sondern eher der Gelegenheitsblogger. Ich blogge nicht, weil ich muss, sondern weil ich es möchte wenn ich etwas Zeit habe. Und diesen Grundsatz sollte man auch bei der Verwendung von Flattr berücksichtigen. Wenn das Blog Lebensinhalt und dominierend im eigenen Alltag ist, dann mach Flattr Sinn, weil es sich zu einem Nebenerwerb entwickeln kann und die investierte Zeit monetär kompensieren kann.

Als Hobbyblogger sollte man eher drauf verzichten die Hand auf zuhalten. Das Standing zu haben etwas nicht für Geld zu tun ist mehr wert als die paar Kröten die ggf. über Flattr kommen.

19. April 2010

re:publica 2010 hinterher

Puh, das wars schon wieder. Drei Tage Nerdtum in Reinform. Schales Licht allerorten von den kleinen Displays in die viele Augenpaare starrten, wenn denn mal Netz da war. Für eine Onlinekonferenz musste man auffällig oft aufs WLAN und auch auf eine Mobilfunkverbindung verzichten. Aber offline ging genug auf den ganzen Panels und Vorträgen.

re:publica 2010 #07

Am zweiten Tag war etwas Pause für mich. Der erste Tag war so voll, dass man etwas zurück schalten musste. War Zeit zum bloggen. Zu viel Zeit. Habe etwas den Beitrag zur Deep Packet Inspection zur Hälfte Verpasst. Und auf dem Vortrag “The politics of Deep Packet Inspection” wurde dann auch die Crux noch mal deutlich, von einer Technik mit der man zentral Inhalte im Netz kontrollieren und manipulieren kann, die aber auch wichtig ist um die Leistungsfähigkeit von moderner Infrastruktur zu gewährleisten. Eine mächtige Technik, die in falschen Händen gefährlich für eine Informationskultur ist jedoch auch per Gesetz in praktisch jedem Land vorgeschrieben ist.

Das Thema Sexismus im Netz klang vielversprechend, kam aber recht trocken und feministisch daher und nennt mich ruhig Macho, aber ich kann mich in die Problematik nicht rein denken. Wenns darum geht, dass Bloggerinnen in den Blogcharts nur in homöopathischen Dosen auftauchen, dann sollte man über Inhalte nachdenken und nicht über das Geschlecht, falls Charts überhaupt relevant sind. Bei Musik misst man mit Charts ja auch eher nur die Dämlichkeit einer Gesellschaft. Die Antwort auf die Frage habe ich verpasst, bin raus, und habe damit auch nen echten Shitstorm und Skandal verpasst. Auch schon wieder schade, wäre das Praxissemester für die Lobotheorien vom Vortag gewesen.

Interessant war auch ein kleiner Kritikpunkt an der re:publica der in der Presse aufkam, nämlich dass es etwas am Austausch mit der “Außenwelt” fehlt. Man ist fachlich und theoretisch teilweise arg weit vorne und das bringt Probleme bei der Vermittlung der Themen mit dem Rest der Bevölkerung mit sich, ein bilateraler Diskurs wäre sicherlich hilfreich. Z.B. am eher oberflächlichen Panel “Wenn Prada Pakete schickt” ging es um Werbegeschenke und die dadurch hervorgerufene Manipulation von Berichterstattung (in diesem Fall bei Modeblogs). Mir  ist in meinen langen Jahren in der Arbeitswelt seit jeher verboten, Werbegeschenke ab einem gewissen Wert anzunehmen. Es gilt die Korruption zu vermeiden. Auf dem Panel schien so eine Idee jedoch eine echte Innovation zu sein. Lustig, die gute alte deutsche Industrie kann den hippen Bloggern durchaus was beibringen. Auf der anderen Seite hat man hier auch nicht ganz unrecht. Konferenzen sind nun mal für Fachleute da. Wo man auch hinschaut, überall offene Diskurse.

Naja, futtern, email, schlafen gehen.

Zu spät wieder munter geworden und den wohl großartigen Vortrag von Götz W. Werner so gut wie verpasst. Ging ums bedingungslose Grundeinkommen und die Chancen die dadurch entstehen. Habs nur bei Twitter verfolgt. Den Vortrag kann man noch mal nachgucken.
Nadenn schnell rüber zur Googlewerbeshow und mal geschaut, was es so an Kollaborationswerkzeugen gibt, Google Docs, Google Wave usw. alles ganz nett, aber nichts von Bedeutung.

Der nächste Knüller kam dann mit Miriam Meckel und ihrem sehr fundiertem und einleuchtenden Beitrag “This object cannot be liked“, über die Grenzen menschlichen Ermessens und das Ermessen menschlicher Grenzen. Sie spannten einen Bogen von einer Facebookgeburtstagstorte über das iPad bis hin zum Ende der Welt. Großartig! Aber warum? Hab mittlerweile versucht mehreren Menschen den Inhalt zu erkären. War mir nicht mehr möglich. Habs wohl nicht verstanden.

re:publica 2010 #08

Kurz noch die Nase in den Vortrag über den Obamawahlkampf gehalten, wurde aber etwas in Zeitlupe vorgetragen im Vergleich zur Miriam Meckel und thematisch war da auch nix neues mehr dabei. Außerdem hatte ich Hunger.

Mit einem Ohr nur beim Leistungsschutzrecht gewesen. Not my business, war aber gut besucht das Panel und sicherlich auch ein heißes Thema. Richtig spannend wurde es dann beim hacken von Medien. Kommunikationsguerilla deluxe, die besten Hacks der letzen Zeit wurden präsentiert und auch die Hintergründe. Toll, ich steh ja auf David-gegen-Goliath-Kriege wo am Ende das gute Gewinnt. Schwer begeistert, auch von der kleinen Aktion die initiiert wurde.

Schnell weiter zu den Einsichten in 10 Jahre Heise-Foren-Moderation. Dachte es geht um Trollwars und freute mich schon auf eine Ergänzung an den Shitstormvortrag vom Lobo vom ersten Tag, ging aber tatsächlich um die rechtlichen Hürden beim Betrieb eines Forums. Recht trocken, aber auch sehr interessant wie schnell man vorm Kadi stehen kann. Forummoderator bei Heise ist ein Knochenjob.

re:publica 2010 #09

Ok, rüber zu den Memen. Hab mich schon gefreut auf den ganzen unglaublichen Schleiß der sich im Netz die ganzen Jahre so entwickelt hat, aber Pustekuchen. Sehr lahme und unwitzige Präsentation die mir erklären wollte, wie Tradition entsteht. Keine Zeit für sowas, schon gar nicht wenn es neben an um die Freiheit im Netz geht, Diskussion, pro und contra. Sollte man ein Netz reglementieren oder soll alles frei sein? @plomlompom und Moderator @mspro diskutierten interessant fundiert über Grenzen der Freiheit im Internet, @baranek kam nicht richtig in Gang und bekam fette Breitseiten, konnte dann aber später mit Sozithemen punkten. Am Ende hitzige Diskussionen auch mit dem Publikum, aber wie so oft keine Antworten, nur die Aussicht, dass noch viel vor uns liegt bei der Besiedelung des achten Kontinentes.
Dann wars schon wieder rum und die Augen leuchteten die Augen ob der ganzen Diskurse und Denkanstöße die es gab. Gerne wieder und gerne mehr.

Die Party am Ende war den Twittermeldungennach auch super und Zoe.Leela hätte ich auch gerne live gesehen, aber Werksspionage bei den Weinereien in Berlin war auf dem Plan. Die Keimzellen der Weinerei in Nürnberg wurden undercover begutachtet, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andern mal erzählt werden.

re:publica 2010 #10

15. April 2010

re:publica 2010 bisher

Puh, erster Tag. Ich kann die Eindrücke nur stakkatoartig wiedergeben. Ist meine erste re:publica und ich habe mich unvorbereitet ins Getümmel gestürzt. Habe zur vollen Stunde immer auf die Vortragsübersicht geschaut und dann spontan entschieden wo es hin geht. Entsprechend diffus und inhomogen sind die gesammelten Erfahrungen. Sehr facettenreiche Veranstaltung, indeed.

re:publica 2010 #01

Los gings mit der besinnlich philosophischen Eröffnungsrede von Peter Glaser. Wusste nicht, dass er Rollstuhlfahrer ist. Das Reallife hat manchmal doch Überraschungen parat. Perfekter Einstieg jedenfalls um Technikeuphorie erstmal etwas zu erden bevor es dann in die Fachvorträge ging.

Weiter zum Google Buzz Vortrag in einen Keller ohne funktionierendem WLAN und ohne Mobilfunkverbindung. Sinnloses Unterfangen, habe Buzz eh erstmal auf Halde gelegt und hat sich auch nicht grundlegend geändert.

Während offensichtlich alle Twitterer drüben bei Jeff Jarvis feierten, steckte ich in der eher trockenen Veranstaltung zur Staatlichkeit und Internet. Beängstigendes Thema rund um globale und territoriale Interessen vs. das freie Internet. Ein Vortrag der zeigte, dass die großen Hürden alle noch vor uns liegen. Ein Gefühl, dass sich noch öfter auf der re:publica einstellen sollte.

re:publica 2010 #02 iPad

Deftige Themen für den Anfang. Abwechslung musste her. Die kam dann in der Mittagspause in Form eines frisch importierten iPads. Schmuckes Gerät, könnte mein erster Apple werden, aber weiter.

Zur Entspannung gings in den Workshop über Modefotografie auf der Straße, äußerst charmant präsentiert von Stil in Berlin. Weiss jetzt, wie man perfekt Leute fotografiert, kann es nur noch nicht.

Bin direkt im Raum sitzen geblieben und es lohnte sich abermals, denn was Kathrin Passig mit trockenem Witz über die Arten und Weisen wie man Leuten nichts beibringt referierte sollte Inhalt eines jeden Informatikstudiums sein. Leuchtende Augen bei denen, den schon mal von Nerds die Ohren abgekaut wurden.

re:publica 2010 #03

Die erste richtige Enttäuschung kam postwendend. Ein Vortrag über Blogs und wie man damit Geld verdient von Sascha Pallenberg. Möchte ich nicht weiter verlinken. Es ging primär darum, wie Herr Pallenberg sein Geld mit seinem Blog verdient und wie geil sich das anfühlen muss, dass er mehr mit seinem Blog verdient als alle anderen anwesenden Blogger zusammen. Klassischer didaktischer Fehlzünder. Schwach, aber außer mir blieben die meisten bis zum Schluss.

Da Geld offensichtlich blöd macht musste es nun wieder zu den Theoretikern gehen und da kam der smarte Plomlompom mit seinen Identity Wars gerade richtig. Ein Vortrag mit der Dichte eines schwarzen Lochs. Schwierig die Theorie zusammenzufassen. Klang aber logisch und ich sag mal so: ich fühle mich bestärkt meine Identitäten im Netz auszuleben, da die herkömmlichen Methoden genau so virtuell aber stärker reglementiert sind. Aber vielleicht ändert sich das auch bald wieder, siehe den Vortrag über Staatlichkeit und Internet. Da war es wieder, dieses Gefühl, dass die ganze Zivilisation gerade im Umbruch ist.

re:publica 2010 #04

Puh, also wieder Entspannung: gab klasse Kurzfilme und ich blieb dann erst mal hocken im Friedrichsstadtpalast, denn wenn es um Sex geht, kann man ja nicht aufmerksam genug sein. Melissa Gira Grant referierte dann auch aus Sicht einer sexuell aktiven Frau im Netz über die aktuellen Zustände und Diskurse und Widersprüche. Der Knüller kam mit der Vorführung von Chatroulette vor 2000 Leuten… aber seht selbst.

http://www.youtube.com/watch?v=nfbMBfKDSPY

Mit wirklich guter Laune ging es dann direkt über zu Sascha Lobo und seinem Referat über das Überleben in einem “Shitstorm”. Ich hatte ihn bisher nie live gesehen und man mag über ihn denken was man will, aber er hat unbestrittene Qualitäten und ein charmantes Checkertum. Ich bin froh, dass wir ihn haben. Der gnadenlos überzogene Vortrag (zeitlich sowie inhaltlich) blieb hängen wie sonst nichts. Ich freu mich auf den nächsten Trollwar.

re:publica 2010 #05

Dann noch Twitterlesung. Bin ich Nerd, weil ich die Hälfte der vorgetragenen Tweets schon kannte?

Dann Bier, kurz schlafen, surfen, Frühstück.

Vortrag über Community Banking und Geldgeschäfte im Web2. Bin vorsichtig, da bei dem Thema alle immer mein Bestes wollen, nämlich mein Geld. Bin trotzdem halbwegs angetan von dem Konzept der Fidor Bank, obwohl ich dachte, dass der Vortrag eher Richtung Smava geht.

Laut Plan laufen gerade den halben Tag lang Vorträge über Netzneutralität. Habe mich entschieden kurz zu pausieren um etwas zu resümieren. Viel Input, hoffentlich platze ich nicht.

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11. November 2009

Stoppt den Tonfilm

Die aktuelle Folge von Sixtus vs Lobo spielt clever mit dem Zukunftspessimismus. Bei dem Clip wird natürlich die Debatte rund um das Internet mit seinen Möglichkeiten und Strömungen parodiert. Dass das alles nicht so weit her geholt ist zeigt ein Plakat aktuell an der Tür der Weinerei Nürnberg, die Kopie eines Flugblattes von 1929, dass gegen den Tonfilm wettert und gleichzeitig Werbung für die anstehenden Stummfilmabende macht. Es wirkt authentisch und wurde hier von mir dezent auf letztes Jahrhundert gefiltert:

Lehnt den Tonfilm ab

Natürlich wiederholt sich Geschichte pausenlos, nur immer in anderen Kleidern. Die Menschen ändern sich ja nicht. Man tut sich leichter mit Fortschritt wenn man merkt, welche bekannten Muster verwendet werden.

Update:
Das Originalplakat stammt von hier.

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