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Meanwhile in Nürnberg (28)

U2P

Alte Mauern aus der Vergangenheit gemischt mit Utopie, etwas das nicht an historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist. Nürnberg, Westtorgraben, am 05. Juli 2014 um 19:34 Uhr.

Canon EOS 700D mit Sigma 18-35mm F1.8. RAW edit.

Porto Impressionen

Porto Impression 01

Die Frage was nun schöner ist, Porto oder Lissabon, kann ich bis jetzt noch nicht beantworten. Eine kleine persönliche empirische Studie mit einer guten Handvoll sich nicht wehren könnender Probanden ergab ein uneindeutiges Bild. Porto soll charmanter und heimeliger sein, Lissabon urbaner. Ich kann es nicht beurteilen, denn bisher war ich nur in Porto und das auch nur effektiv für knapp 2 Tage. Die ganze andere Zeit ging für die Arbeit an einem Buchprojekt drauf. Ich hatte also viel mit schreiben, und viel weniger mit fotografieren und auch wenig mit Urbanismus zu tun. Von Porto bleibt mir nur der Hauch einer Kenntnis und eigentlich auch nur ein touristischer Blick. Festzuhalten wäre, dass Portwein sehr lecker ist und ein bisschen vom schreiben abhält, und dass dieses oftmals stark unrenovierte Stadtbild einen tollen Charme versprüht. Neubauten gibt es zwar, teilweise auch mit stark futuristischer Architektur, aber es überwiegt ein gepflegter Verfall. Und es gibt offenbar eine irgendwie traditionell angehauchte Graffitiszene. Etliche Wandmalereien beschäftigen sich mit typischen Tieren der Region. Schon etwas überraschend. Der Ghettostyle fehlt indes nicht. Leider kommt man von Nürnberg nur sehr schlecht und nicht direkt nach Porto, sonst könnte man da ruhig mal öfter gucken gehen.

Porto Impression 04

Porto Impression 08

Porto Impression 15

Porto Impression 20

Mehr Impressionen…

Shoreditch Impressionen

Shoreditch London Impression 02

Shoreditch ist ein Stadtteil von London, bevölkert von jungen Menschen aus der Medien und ITK-Industrie, die ein eigentlich traditionelles Arbeiterklassenviertel einnehmen und umgestalten. Die Hipsterquote ist enorm, ebenso wie der Anteil an veganer Gastronomie, Designläden mit upgecycletem Zeug und natürlich außerordentlich viel Streetart und Graffiti. Wir haben hier also so ein bisschen das Gostenhof von London.

Shoreditch London Impression 01

Shoreditch London Impression 07

Shoreditch London Impression 11

Shoreditch London Impression 15

Shoreditch London Impression 24

Mehr Impressionen…

Meanwhile in Nürnberg (27)

Lampe

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, Bayern, Deutschland am 08. Juni 2014 um 20:42 Uhr.

Canon EOS 700D mit Sigma 18-35mm F1.8. RAW edit.

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Subjektiver Urbanismus in Gostenhof

inGoHo

In der Sommerausgabe des Szeneviertel-Guides inGoho hat sich ein kleiner aber feiner Gastbeitrag von mir versteckt:

Gostenhof gilt als Nürnbergs bunter und lebendiger Stadtteil. Das Quartier ist mit Projektionen der Bewohner und der Besucher emotional recht aufgeladen. Es soll das Kreuzberg Nürnbergs sein. Vielleicht hat die Stadt mit Gostenhof auch ein bisschen was von dem, was Dresden mit der Neustadt hat, Hannover mit Linden oder Hamburg mit dem Schanzenviertel. Alles Ecken, in denen mehr Menschen unterwegs und draußen sind als anderswo in der Stadt. Es gibt recht viele Läden, Büdchen, Bars und sonst-wie Orte, an denen Leben stattfindet. Es wird in Gostenhof mit der Stadt gelebt, sprich es wird modifiziert, gestaltet, verändert, geprägt. Aber es lohnt sich manchmal auch ein Blick hinter die Kulissen und in die Seitenstraßen zu werfen. Da wo die Cityguides die Touristen lieber vorbei leiten und da wo das Leben mal war oder erst noch hinkommt. Auf meinen Fototouren faszinieren mich eben genau diese Orte und Ansichten und eine kleine Auswahl möchte ich euch hier nun zeigen.

Umrahmt wird der kompakte Textblock mit Fotos, die zum Teil extra für diese Ausgabe des Magazins entstanden sind, zum Teil aus den Archiven dieses Blogs stammen und wie folgt aussehen:


Ein dickes Danke an Peter Schorr vom inGoHo Gostenhof Guide für die Kooperation!

Nicht mehr lange: Die Graffitis am EZB-Neubau in Frankfurt

Graffiti am EZB-Neubau 1

Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt mit Graffitis Teile ihres Bauzauns vor dem Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt besprühen. Und solange der Bau noch nicht bezogen ist, dürften die Werke wohl auch noch bewundert werden können. Es heißt, dass die Bank den Bauzaum am Mainufer bis 2014 für Sprayer zur Verfügung stellt und das deckt sich so in etwa mit dem Termin der Inbetriebnahme. Ich war jetzt am Wochenende mal kurz vor Ort und habe mir die aktuellen Sachen angesehen. Sind tolle Werke dabei die unter anderem kritisch mit Geld, Kapitalismus und der EZB umgehen und damit dem Bau und seinem Eigentümer eine gewisse Street Credibility und Selbstreflexion verleihen, die man bei Banken sonst vergeblich sucht. Man sieht beispielsweise EZB-Präsident Mario Draghi als Marionette – die Hände, die die Fäden halten, erinnern an eine von Merkel bevorzugte Geste. Die EZB ficht das alles nicht an: „Solange nichts Beleidigendes dabei ist, ist Kritik erlaubt“, sagte eine Sprecherin. Die temporäre Ausrichtung des Projektes schmälert die aufkeimende Erdung der Bank aber etwas. Wäre gut, wenn die Arbeiten mit dem Bau in Verbindung bleiben und Einzug in den Alltag der EZB und der Stadt Frankfurt finden würden.

Mehr Fotos von den Graffitis findet man beispielsweise hier, hier oder dort.

13 richtige Momente im April 2014

Richtiger Moment im April 2014 01

Sieht eigentlich harmlos aus. Die Anwohner sehen das anders. Der Juni 2014 wird der letzte Monat der Weinerei Nürnberg. Am Prinzregentenufer.

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Richtiger Moment im April 2014 02

Großartig. Eine kleine Arbeit im Rahmen vom „Photo Spring Break“ lässt Sex mit Profanarchitektur interagieren. Natürliche ahnen wir alle nicht, was hinter den tristen Fassaden passiert.

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Richtiger Moment im April 2014 03

Hornbach plakatiert gekonnt im Stadtbild.

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Richtiger Moment im April 2014 04
Semihübsches Metaselfie. Alleine wegen solchen Worten gehört 2014 verflucht. Schön war aber die Podcastsession, die um dieses Bild herum gelaufen ist. Öffentlich zu hören ist allerdings nichts. Noch nicht.

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Richtiger Moment im April 2014 05

Ordentlich auf Dubstep feiern gewesen und dabei fast nur auf die Visuals gestarrt. Mit Tape geklebte Konturen auf die dann unfassbar abwechslungsreich und mit unvorhersehbaren Strukturen und Mustern Farbe und Rhythmen projiziert wurden. Da war kein Automat am Werk. Das war Handarbeit!

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Richtiger Moment im April 2014 06

Während man in Nürnberg nach der Feierei in die Wacht am Rhein oder neuerdings zum Wurstdurst torkelt, geht’s in Hamburg zum Fischmarkt. Der Kohlenhydrate wegen. Unfassbar, wie lecker ein Backfischbrötchen sein kann.

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Richtiger Moment im April 2014 07

Wahlkampfplakatkunst im K4.

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Richtiger Moment im April 2014 08

Dito.

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Richtiger Moment im April 2014 09

Wir leben in einem Land, in dem man nicht mehr aufgefordert wird, Abfall umweltgerecht zu entsorgen, sondern ihn als Erwerbsquelle zur Verfügung zu stellen.

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Richtiger Moment im April 2014 10

Aha. Soso. Der Investor hat im Quelle-Gebäude ein Projektbüro.

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Richtiger Moment im April 2014 11

Hochgelaufen. Von da unten. Und wieder runter gelaufen. Von hier oben. Die erste Tour dieses Jahr. Muskelkater: fast 6 Tage.

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Richtiger Moment im April 2014 12

Auch und gerade im Freistaat muss die Wahl des Bieres erlaubt sein. Und doch ist fast nichts stärker reglementiert und ideologisch aufgeladen.*

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Richtiger Moment im April 2014 13

Wenn ich den werten Gandhi ernst nehmen würde, müsste ich eigentlich langsam das Blog hier umkrempeln. Vielleicht verändert es sich aber auch schon.

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*Der Satz „seit ich Astra trinke, schmeckt mir eigentlich jedes Bier“, hängt mir seit einiger Zeit schon im Ohr.

Garmisch-Partenkirchen Impressionen

Garmisch-Partenkirchen Impression 01

Dem Naturell dieses Blogs entspricht es, sich den besonders hässlichen und urbanen Ecken von Städten zuzuwenden. Jetzt ist Garmisch-Partenkirchen nicht besonders hässlich, sondern wirkt vielleicht maximal etwas skurril, wenn man sich noch nicht an die etwas spezielle bayerische Bergarchitektur und Fassadenmalerei gewöhnt hat. Auch ist es nicht sonderlich urban und eigentlich mit seinen weniger als 30.000 Einwohnern nicht mal eine Stadt.

Garmisch-Partenkirchen begleitet mich eigentlich seit meiner frühen Kindheit. Einst lebte entferte Verwandschaft dort (sind mittlerweile alle verbuddelt) und ich kann mich erinnern, wie ich in jungen Jahren in einem etwas hügeligen Garten eines Hauses am Hang spielte und auf die monumentalen Berge starrte. Über Ostern gab es jetzt einen kleinen Urlaub dort und auch einen Fotowalk der einen Blick in die Seitenstraßen und etwas hinter die Kulissen des Ortes ermöglichte.

Garmisch-Partenkirchen Impression 05

Technik: Canon EOS 700D mit Sigma 18-35mm F1.8. Die Fotos sind manchmal gecropped und mit RawTherapee entwickelt worden.

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