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In Zeiten, in denen selbst Günter Netzer rechts radikalisiert wird (Seitenscheitel plus Gefasel über deutsche Tugenden…), kann nur noch die Kunst helfen.
Jahresausstellung 2008 der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
Eröffnung: Mi 09.07.08, 19 Uhr
Sommerfest: Sa 12.07.08, 19 Uhr
2. Juli 2008
Als ich vor fast 5 Jahren nach Nürnberg gekommen bin war ich nichts und kannte niemanden. Was blieb mir anderes übrig als durch die lokale Szene zu tingeln und Musik zu spielen. Jahre und eine längere Pause später soll es nun wieder losgehen. Ich bin mir über meinen Künstlernamen noch nicht ganz im Klaren, weshalb “Sugar Ray Banister” nun auch als Digital Jockey herhalten muss. Konzentrieren werde ich mich ab jetzt auf Melanchtronica, IDM, Ambient und “irony of it all”. Bitte am 24.05. ab 20:30 Uhr im Katana18 im sonnigen Nürnberger Süden (Wilhelm-Spaeth-Straße 18) vorbei schauen und lauschen.
Früher war alles einfacher: ich war [in]anace und spielte Dubhouse und experimentellen Ambient. Es gibt einen Mitschnitt eines Nachtmixes auf Radio Z aus dem Dezember 2002. Ist das älteste Nürnberger Relikt, das ich jetzt finden konnte. Schön wars damals, musikalisch würde ich es heute aber anders machen.
[in]anace – Nachtclub Dezember02
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runterladen (mp3, 124 mb), Playlist (txt)
Noch mehr [in]anace-Musik gibt es hier.
21. Mai 2007
Das diesjährige Medienkunst-Knallbonbon Ars Electronica in Linz, der Stadt mit den sehr offenen und freundlichen Menschen, aber den viel zu hohen Bordsteinen, stand im Zeichen der Spannung zwischen einer zunehmend komplexeren Welt und dem wachsenden Verlangen nach Übersicht und Kontrolle. In diesem Spannungsfeld aus Widersprüchen steht der User, der sich einerseits freut, dass ihm das Leben durch Notebook, Internet und Co. einfacher gemacht wird, der aber gleichzeitig spürt, wie ihm zunehmend die Kontrolle darüber entzogen wird. Oder wie es der Kurator in einem Interview sinngemäß ausdrückte: “mittlerweile kann man Treiber in hochkomplexe IT-Systeme integrieren, aber keiner weiss mehr, wie man Gurken einlegt”. Ein sehr aktuelles Thema. Ich musste allerdings ohne eine Antwort oder einen Hinweis auf ein einfacheres Leben wieder nach Hause fahren. Die Antwort wurde bestimmt bei den zahlreichen Ereignissen, Konferenzen und Symposien gegeben, für die ich leider keine Zeit hatte. Aber dafür hatte ich Zeit für das Festival am Wochenende mit den vielen Schauplätzen, und das war schön genug, auch oder gerade weil es thematisch ein eher typisches Medienkunstereignis war, ohne sich auf simplicity zu versteifen. Zahllose künstlerische oder kritische Installationen und Aktionen verzierten den Festivalcampus. Ich habe mich ohne einen großen Plan ins Getümmel geworfen und bin einfach auf Entdeckungsreise gegangen.
Ein Medienkunstfestival aller erster Güte. Alles zu erzählen, die ganzen Eindrücke zu verarbeiten sprengt eindeutig den Rahmen. Es gab viele tolle Kurzfilme, hintergründige Installationen, absurde Geräte und beneidenswerte Ideen. Ein Beispiel möchte ich geben. Die Installation Office Live simuliert ein Büro, das von einem Goldfisch – dem Fishmanager – geleitet, bzw. gesteuert wird. Der Fisch schwimmt in einem Aquarium und ist über eine projizierte Tastatur in der Lage ein Worddokument mit Unsinn vollzutippen. Er spielt so die Rolle eines auslösenden Dominosteins und steuert bzw. aktiviert die wie in einer Rube-Goldberg-Maschine verbundenen Büroarbeitsplätze. Die weiteren Büroarbeitsplätze sind Klischees. Auf einem herrscht die komplette Unordnung, der nächste arbeitet in einem wahnwitzigen Tempo an allem gleichzeitig un der dritte schaut sich die ganze Zeit Onlineshops an. Alltag also. Ist die Installation einmal durchgelaufen bekommt der Fisch sein Futter und wird somit für den ganzen Wahnwitz den er mit seinem wirren Word-Dokument ausgelöst haut auch noch belohnt. Wie im echten Leben also. Wer sich da jetzt nichts drunter vorstellen kann, schaut sich am besten ein Video dazu an.
Service
Weitere Eindrücke finden sich bei vm-people, dasauge.de, Telepolis oder bei Flickr.
Videos von diversen Installationen gibts hier, 3sat zeigt am 13.09. um 23:25 Uhr die Dokumentation “20 Jahre Prix Ars Electronica” und der nächste Pflichttermin für Medienkunstinteressierte: Transmediale in Berlin ab dem 31.01.2007.
5. September 2006

Vom 20.07. bis zum 23.07.2006 gibt es sie wieder, die Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Es wird sicherlich wieder bunt werden. Viel Malerei, Bildhauerei, Skulpturen und vor allem Dinge, auf die man selbst so schnell nicht gekommen wäre. Zum Teil schöne frische Sachen zum anschauen und manchmal auch zum anfassen. Auf der gelinkten Seite ist folgender Satz der wichtigste: “Am Samstag, 22. Juli findet ab 19 Uhr auf dem Akademiegelände das legendäre Sommerfest statt” :)
9. Juli 2006
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