Schlagwort: charme
Um zu lernen, wie der Mensch an sich hier im Frankenland so tickt, ist irgendwann Wissen über die Mundart, den Dialekt, ganz hilfreich. Ich habe ja schon so manches Mal richtig doof geguckt und mit Unverständnis auf so manche Kommunikationsversuche insbesondere der Grattler hier reagiert. Ich habe Vermutungen über die Hintergründe der “Mindsets” der Einheimischen entwickelt, aber so richtig greifbar wurde es erst jetzt durch einen 15 Minütigen Fränkisch-Chrashkurs der Deutschen Welle: Frängisch beim Schobbe, von Erdäpfeln und Erdbirnen.
Mein Resume: wie zu erwarten alles sehr bäuerlich, bodenständig und es dreht sich kleinbürgerlich zu viel um den Alkohol. Man grenzt sehr gerne ab, sei es von Bayern oder vom nächsten Dorf. Alles was anders ist, ist nicht erwünscht. Man unterscheidet lustigerweise zwischen Bierfranken und Weinfranken, wobei der Weinfranke eher der geselligere und gemütlichere Typ ist (auch meine Erfahrung!), und der Bierfranke eher etwas “langsamer und schwerer” ist. Bier- und Weinfranken sind dann auch regional etwas unterschiedlich verteilt. So um Nürnberg rum regiert der Bierfranke. Die weltweit höchste Brauereidichte legt diese Vermutung nahe. Das erklärt auch die streckenweise arg mumpfige Mentalität hier und das dazu passende Aussehen der Stadt. Die Weinfranken sind nördlicher angesiedelt und wie durch ein Wunder sind die Landstriche dort auch spürbar offenherziger.
Und die Moral von der Geschichte: ich hätte mich besser informieren sollen, wo ich hinziehe…
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Weitere deutsche Dialekte gibts im Dialektatlas…
8. Mai 2007
Das in Nürnberg eine starke Fraktion an Osteuropäern (und extrem östlichen “Europäern”) lebt, ist kein Geheimnis. Natürlich bleiben da kulturelle Einflüsse und frischer Input für die Stadt nicht aus. Allen voran reitet da seit fast fünf Jahren das Partykollektiv Russophobie. Die immer gut besuchten und ausgelassenen Partys, mit den DJs in den blau/weiss gestreiften Shirts, präsentieren ihren ungehörten Balkanpop und die Russendisko gerne zu (so originelle wie originale) patriotisch-naiven Visuals. Das alles sorgt für eine schön eigene Atmosphäre mit dem nötigen gewissen etwas.
Je nach Thema der Veranstaltung entwirft Wladik Alimov – beeinflusst durch den russischen Konstruktivismus – dazu die passenden Flyer. Man kennt sie, wenn man mit halbwegs offenen Augen durch die City schlurft. Sie heben sich optisch deutlich von den üblichen Konsens-Informationsträgern ab. Sie sind subtil und lullen den Betrachter mit ihrer Ausstrahlung und ihrem Glamour ein. Es entsteht ein gewünschter Freiraum für Interpretationen und Assoziationen, und das funktioniert hervorragend.
Hier eine kleine Auswahl an Flyern, die mir Wladik freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:
Die nächste Party findet am 10.02.2007 in der DESI statt.
24. Januar 2007
Als ich noch recht neu in Nürnberg war und mein persönliches Telefonbuch noch nicht sehr viele Nummern mit Nürnberger Vorwahl vorweisen konnte, da sagte mal jemand zu mir: “Wenn man es schafft in Nürnberg Menschen kennen zu lernen, dann schafft man es überall”. Tatsächlich ist es einfacher mit ebenfalls zugereisten Kontakt aufzunehmen, aber das ist eine andere Geschichte. Wie freundlich, offen, kommunikativ, charmant, hilfsbereit und einladend die Eingeborenen hier sein können zeigt die folgende Nachricht, die ein Mitarbeiter der Telekom damals auf meinem Anrufbeantworter hinterlassen hat:
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11. August 2006
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