An der katholischen Frauenkirche direkt am Nürnberger Hauptmarkt hängt gerade ein Plakat, das für ein Projekt für Menschlichkeit Werbung macht. Leider hat die Aktion ein kleines phonisches Problem. Im hier üblichen Dialekt klingt die Domain ich-danke-dir.net nicht nach Dankbarkeit.
24. Februar 2007
Es ist mittlerweile schon auffällig und auch gut zu beobachten. Das typische Mädel von heute trägt Hüfthose. Dazu irgendwas bauchfreies oder zumindest etwas, was einen schönen hautfarbenen Streifen zwischen Hosenbund und Oberteil lässt (je nach Körperform quillt auch gerne mal was über den Hosenbund). Zu dieser Moderscheinung gesellt sich mittlerweile eine typische Geste, die man mit dem zurückstreifen von langen Haaren hinter die Ohren vergleichen kann: das Mädel von heute prüft in unregelmässigen Abständen im Steissbeinbereich den Sitz der Hose bzw. den Erscheinungsgrad der Unterwäsche. Bisher ist diese Geste in ihrer Unauffälligkeit einfach untergegangen, aber letztens sass ein Mädel hinten auf einem Motorrad an einer Ampel und ich wartete im Auto dahinter. Ich bekam den Prüfvorgang der Steissbeinregion in dem Moment in Zeitlupe und in Grossaufname vorgeführt und mir kam es in dem Moment sehr absurd vor.
Aber diese Geste wird irgendwann so völlig normal sein wie das zurückstreifen der Haare. Auch in Büchern über die Körpersprache wird sie mit aufgenommen werden. Man wird anhand des String-Tanga-zurecht-zupfens erkennen, ob das Mädel schüchtern ist und was man als Mann erwarten kann, wenn das Wäscheschild hinten rausschaut. Also alles kein Problem, alles ok. Es ist etwas ungewohnt vielleicht.
14. Oktober 2006