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Etwas Werbung sei gestattet, gerade wenn es um eine gute Sache geht, um die Straßenkreuzer-CD-Präsentation.
Es gibt mindestens zwei Anzeichen dafür, dass das Jahr bald vorüber ist: die sinkenden Temperaturen und die Veröffentlichung der CD des Nürnberger Sozialmagazins “Straßenkreuzer”. In diesem Jahr erscheint die sechste Ausgabe des Samplers am 3. November. Die Bands Yucca, Loro Loco und Wildcamping stellen diesen Querschnitt der lokalen Musikszene an einem Konzertabend im MUZ Club vor.
Mehr Infos unter www.strassenkreuzer-online.de
1. November 2007
Das in Nürnberg eine starke Fraktion an Osteuropäern (und extrem östlichen “Europäern”) lebt, ist kein Geheimnis. Natürlich bleiben da kulturelle Einflüsse und frischer Input für die Stadt nicht aus. Allen voran reitet da seit fast fünf Jahren das Partykollektiv Russophobie. Die immer gut besuchten und ausgelassenen Partys, mit den DJs in den blau/weiss gestreiften Shirts, präsentieren ihren ungehörten Balkanpop und die Russendisko gerne zu (so originelle wie originale) patriotisch-naiven Visuals. Das alles sorgt für eine schön eigene Atmosphäre mit dem nötigen gewissen etwas.
Je nach Thema der Veranstaltung entwirft Wladik Alimov – beeinflusst durch den russischen Konstruktivismus – dazu die passenden Flyer. Man kennt sie, wenn man mit halbwegs offenen Augen durch die City schlurft. Sie heben sich optisch deutlich von den üblichen Konsens-Informationsträgern ab. Sie sind subtil und lullen den Betrachter mit ihrer Ausstrahlung und ihrem Glamour ein. Es entsteht ein gewünschter Freiraum für Interpretationen und Assoziationen, und das funktioniert hervorragend.
Hier eine kleine Auswahl an Flyern, die mir Wladik freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:
Die nächste Party findet am 10.02.2007 in der DESI statt.
24. Januar 2007
Gostenhof ist der Stadtteil in Nürnberg, der eigentlich von allen am wertigsten aussehen würde, wenn er nicht so abgewrackt wäre. Fast alle der hier zu findenden Jugendstilgebäude könnten wirklich besser in Schuss sein. Eigentlich schade. Nürnberg hat eh viel zu wenig Jugendstilgemäuer im Stadtbild. Die paar die es gibt, verfallen in Gostenhof. Allen voran das Volksbad (werde ich mal separat behandeln). Aber wenigstens schaut man nicht die ganze Zeit auf Nachkriegsplattenbauten.
Das Ganze hat seinen Charme. Viele Ausländer (der Spitzname Gostanbul kommt nicht von ungefähr), viele Studenten und auch viel “
abgehängtes Prekariat” geben den engen Strassen den Nährboden für Alternativkultur und natürlich auch für Frust bzw. für den Willen zur Revolte. Die vielen Tags, Stencils und Sticker sprechen eine deutliche Sprache. Ist aber am Ende alles ganz harmlos und gesittet. Man braucht auch nachts keinen Bogen um den Stadtteil mit den günstigen Cafes und billigen Bars zu machen. Will man manchmal auch gar nicht. Bevor man nach Berlin fährt um mal was anderes zu sehen, kann man es erst mal in Gostenhof versuchen.
10. Dezember 2006
Der Raum4 in Fürth befindet sich gerade in der Sommerpause. Genug Zeit also um sich die gelungenen Flyer der dort beheimateten Schallzentrale anzuschauen:
Ich hoffe ich kann die Sammlung in den nächsten Monaten noch erweitern.
Ich bin mir nicht ganz sicher aber die Quelle der Flyer ist bwausg.de oder eps51.de, oder beide. Wie auch immer, sehenswert sind beide Seiten mit ihren Fotos allemal.
14. Juli 2006
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