NORD OST ART

Nord Ost Art 08

Es ist das rohe, ungehobelte, postindustrielle, das sehr einladende und inspirierende Ambiente aus einer Welt der komplett entgegengesetzten Nutzung. Es fasziniert immer wieder aufs Neue, wenn sich auflösende Orte ihren Charme behalten, während sie einer neuen Nutzung zugeführt werden. Insbesondere wenn’s was mit Kreativität, Aus- und Eindrücken zu tun hat. Es reibt sich so schön. Orte, die sich gegen Konzepte wehren, dafür aber mit Ideen und Improvisation punkten. Ein schöner Idealzustand der sich gerade im Nordostpark in Nürnberg beim Happening „NORDOSTART“ wieder bewundern lässt.
Und der Autor bekommt zudem abermals das Gefühl eingepflanzt, dass in Nürnberg „was geht“. Solche Aktionen, vor allem in solchem Ambiente wurden lange schmerzlich vermisst, bzw. dann einfach in Berlin oder anderen Kreativhochburgen gesucht und auch gefunden.

Spannende Kombination aus Kunst- und Fotografie-Ausstellung, Kurzfilmen, Theater, Livemusik und Videoinstallationen.
Infos unter www.frame-artconcept.de, am 22.09. kommt noch eine Finnisage.

Hinterlasse einen Kommentar 19. September 2011

Fotoausstellung zum und im urbanen Raum

Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg 2011, Ausstellung und Wettbewerb, künstlerische Fotografie

Die Galerie Treppenhaus in Erlangen, das Forum Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) und die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) starteten gemeinsam den Fotowettbewerb “Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg” für professionelle und semiprofessionelle Fotografen der Region rund um Nürnberg. Es geht um Städtebau und den urbanen Raum ansich und da dürfen die Bilder dieses Blogs aus der Rubrik “Nürnberg ist hässlich, das kann aber ganz schön sein” natürlich nicht fehlen.
Eine unabhängige Jury wählte die besten 100 Fotografien aus und diese werden beginnend mit der Vernissage am 16. September bis zum 21. Oktober 2011 in einer Ausstellung in der Galerie Treppenhaus in Erlangen präsentiert.

Urbane Fotografie ist nun wahrlich nix neues. Das erste Foto überhaupt von Joseph Nicéphore Nièpce zeigt direkt mal Häuser. Dennoch ist die Faszination des urbanen Raums ungebrochen und bietet einen ganzen Blumenstrauß an Reizen, Bedeutungsebenen und Facetten. Die schön-hässlichen Fotos von Nürnberg in diesem Blog sind eine der Möglichkeiten sich mit einer Stadt fotografisch auseinanderzusetzen. Weitere und andere Blicke auf die bunte Welt der Gebäude und deren Menschen wird die Ausstellung sicherlich zeigen.

Vier Fotos aus dem Repertoire dieses Blogs sind auf Leinwand gedruckt Teil der Ausstellung: Atrium, Tele Cafe Almas, Scheiss Sauberkeit und Maximilianstraße. Das Atriumfoto bekam den 2. Preis im semiprofessionellen Bereich. Die Fotos sind teilweise schon etwas älter, aber aus gegeben Anlass haben sie noch mal den Ort ihrer Entstehung besucht. Bitteschön.

Tele Cafe Almas revisited Atrium revisited Maximilianstr revisited

Scheiss Sauberkeit revisited
Ich freue mich auf die Ausstellung und vielleicht verschlägt es den ein oder anderen Renzipienten dieses Blogs auch nach Erlangen zur Vernissage.

Weitere Links
// Facebook Event der Vernissage bzw. der Ausstellung
// Bericht der Jury

Hinterlasse einen Kommentar 10. September 2011

Tote digitale Briefkästen

Es gibt in Nürnberg mittlerweile den zweiten “Dead Drop“!

Dead Drops sind ein anonymes, offline Peer-to-Peer Filesharing-Netzwerk im öffentlichen Raum. USB-Speichersticks werden so in Wände, Gebäude oder Kantsteine eingebaut, dass sie für jeden öffentlich zugänglich sind. Man schließt einen Laptop an einem Haus, der Wand oder dem Pfosten an und teilt Lieblingsdateien mit allen anderen. Jeder Dead Drop wird bis auf die readme-Datei, welche das Projekt erklärt, leer installiert und dann auf einer Karte auf der Webseite eingetragen um ihn auffindbar zu machen (Details zur Installation hier). Eine App für Android gibts auch, für iPhone soll wohl eine unterwegs sein. Somit kann man wie der gemeine Geocacher losziehen, die Drops suchen und hübsch Daten im wörtlichen Sinn in der Stadt speichern und laden.

Hintergründe, Pros und Contras der Aktion erklärte bereits ein SpOn-Artikel. Hier nun Details zu den zwei Nürnberger Dead Drops.

Deaddrop Lenaustrasse 8
Deaddrop Lenaustrasse 8

Deaddrop Wilhelm-Spaeth-Straße 18
Deaddrop Wilhelm-Spaeth-Straße 18

Das Projekt Dead Drops des Berliner Medienkünstlers Aram Bartholl wurde auf der diesjährigen Ars Electronica in der Kategorie Digital Communities mit einer Honorary Mention bedacht.

(Fotos sind nicht vom Autor, sondern wurden der Dead Drops Webseite entnommen)

2 Kommentare 6. September 2011

Freiluftkantine

Schnepperschütz

Dieses Foto erinnert etwas an die etlichen sonnigen und flauschig warmen Mittage, die der Autor anstatt bei klimatisierte Einheitsluft und currywurstduftgeschwängerte Einheitsverköstigung in der Firmenkantine, in der zwar warmen aber dennoch verhältnismäßig frischen Luft im Schnepperschütz verbracht hat. Das Publikum ist zwar mittags keine echte Alternative zur Kantine, aber dafür ist das Essen nicht so derb deftig und man gewinnt recht schnell Abstand zum Alltag. Und man badet sich in einem Stück Stadtentwicklung, wenn man sich beim belegten Brot überlegt, wie trostlos das Eck vor recht kurzer Zeit noch war und wie lebendig die Gegend nun geworden ist und was so eine einzige Kneipe alles bewirken kann.

Hinterlasse einen Kommentar 1. September 2011

Bambi Davidson im Hemdendienst

Hemdendienst

Gut, das er wieder da ist. Und die neue Location in der Rothenburger tut wirklich gut. Der Hemdendienst ist einer dieser Clubs, wegen denen man normalerweise nach Berlin fährt und die Nächte in Neukölln verbringt und die man in Nürnberg nicht vermuten würde. Unkonventionell, mit Lust, Atmosphäre und Anarcho-Charme, mit verschroben Typen, locker und relaxed, ohne Zeitgefühl. Ideal gelegen in dufter Kulisse in einem Anbau des seit Jahren ungenutzten Volksbades. Alles schön stilecht mit Dellen und Kratzern.
Mittlerweile wurde der Innenhof von einer Tonne Taubenkot und Altmetall befreit und es gibt Platz für eine weitere Bar mit Bühne und die wurde gestern sehr eindrucksvoll eingeweiht. Krachiger alternative progressive Postrock (oder so) durch Bambi Davidson braute sich in dem Innenhof zusammen und obendrauf gab es die ausgereiften und sagenhaft stimmigen Livevisuals von delta400.net. Weitere Worte fehlen, deswegen möchte der Autor die Eindrücke und Stimmung anhand von zwei schrabbeligen Handyvideos vermitteln:

Kleine Randnotiz
Pünktlich um halb 11 stand natürlich wieder die Polizei vor der Tür und wollte für Ruhe sorgen. Mittlerweile reagieren die Beamten ja recht entspannt bei so was, aber sie werden offensichtlich sehr unverhältnismäßig aufgeregt alarmiert. Bei der Hemdendiensteröffnungsfeier kamen mehrere Einsatzwagen mit Vollgas aus allen Richtungen, z.B. entgegengesetzt der Einbahnstraße, angedonnert, nur um zum Großteil recht schnell wieder abzutrollen. Man ist wohl mittlerweile umsichtiger mit zu lauter Subkultur geworden. Nur der Nürnberger Pöbel vermutet offenbar bei spätabendlicher Musik und Ausgelassenheit bisher unbekannte Terrorzellen und alarmiert die Polizei entsprechend. Gestern standen die Officers jedenfalls staunend da ob der künstlerischen Darbietung und vermieden es einzugreifen. Das Konzert war trotzdem ohne die geforderte Zugabe planmäßig zu Ende. Leider.

Update
Ein kleiner Mitschnitt des Konzerts ist hier aufgetaucht: BambiDavidsonImHD.ogg (auch hier leider nur Smartphonequalität)

1 Kommentar 26. August 2011

Städteranking

Eine spannende Studie findet man unter www.insm-staedteranking.de. Ein Niveauranking vergleicht den Ist-Zustand deutscher Städte (Wohlstand). Das Dynamikranking bildet ab, wie sich die untersuchten Großstädte in der Zeit von 2004 bis 2009 entwickelt haben. Überraschend: Erlangen kommt beim Niveau gleich nach dem Sieger München. Berlin ist beim Niveau weit hinten, hat aber eine beachtliche Dynamik (Ausgewählte Lebensmittelpunkte des Autors).

„In Erlangen findet sich der höchste Anteil Hochqualifizierter. Die Arbeitslosenquote ist sehr niedrig. Die Einkommensteuerkraft übertreffen nur noch München und Hamburg. Eine Analyse der Cityregion Nürnberg, die wir ergänzend zum Städteranking durchgeführt haben, zeigt, dass Erlangen die ganze Region nach vorne bringt und sogar die Probleme des früheren Quelle-Standorts Fürth überkompensiert“

Beim Cityregionen-Ranking, d. h. dem Vergleich der 20 größten Wirtschaftsräume liegt die Region Nürnberg bei der Dynamik vorne. Das deckt sich in etwa mit den Veränderungen in der Stadt die man in der letzten Zeit so beobachten kann.

Großstadt-typische soziale Probleme sowie noch vorhandene Teilungsfolgen trüben die Niveaubilanz Berlins. Die Hauptstadt kommt auf Niveaurang 90. Sie zeigt sich jedoch überdurchschnittlich dynamisch: Platz 30. Positiv entwickelte sich in Berlin der Arbeitsmarkt, wenn auch von niedrigem Niveau aus: Die Arbeitslosenquote verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte, Rang 21. Auch die Jobversorgung ist deutlich gestiegen.

Die mittelfristige Perspektive Berlins beurteilen die Wissenschaftler jedoch positiv. Ein Grund: Hier entstehen viele neue Unternehmen in der wissensintensiven, unternehmensnahen Dienstleistung und Beratung.

Rankings aus der Studie

Es lohnt sich zumindest die ersten Seiten des Endberichts zu lesen um einen tieferen Einblick zu bekommen. Es sieht nämlich so aus, als würde (Ober)Franken den Anschluss wiederfinden, denn Städte wie Bayreuth, Bamberg und Hof stehen in der Dynamik weit oben. Wer sich selbst in die Auswertung mit einrechnen will schaut sich mal die Liste mit den verfügbaren Einkommen an (die Fürther liegen da übrigens weit vor den Nürnbergern, hihi, auch Straftaten gibts in Fürth am wenigsten).

Berlin kann leider nirgends so richtig punkten, allerdings waren kulturelle Strahlkraft und Hippness auch nicht Teil der Studie :)

Hinterlasse einen Kommentar 21. August 2011

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Augustinerhof Nürnberg 05 Erotische Ruine an den Rampen München ist auch hässlich 01 EYESHOTS-STREET-BARKEN Augustinerhof Nürnberg 13 Helsinki Downtown

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