Etwas Werbung sei gestattet, gerade wenn es um eine gute Sache geht, um die Straßenkreuzer-CD-Präsentation.
Es gibt mindestens zwei Anzeichen dafür, dass das Jahr bald vorüber ist: die sinkenden Temperaturen und die Veröffentlichung der CD des Nürnberger Sozialmagazins “Straßenkreuzer”. In diesem Jahr erscheint die sechste Ausgabe des Samplers am 3. November. Die Bands Yucca, Loro Loco und Wildcamping stellen diesen Querschnitt der lokalen Musikszene an einem Konzertabend im MUZ Club vor.
Mehr Infos unter www.strassenkreuzer-online.de
1. November 2007
21. Oktober 2007
Was vor kurzer Zeit noch verranzt ins Auge gefallen ist, ist zum passablen Probierort einer temporären Ausstellung geworden. Nachdem der Automat im innern der alten Fäkalanlage vom Besucher mit einem Euro gefüttert wurde, werden hinter einer Glaswand Kunsthandwerksarbeiten sichtbar gemacht.
13. Oktober 2007
Nürnberg besteht nicht nur aus Nürnberg selbst, sondern auch aus dem Großraum, der Metropolregion. Es hängt alles zusammen. Die Brücke nach Erlangen schlägt der Realitätsfilter.
Name/Pseudonym: Onkel Alex
Alter: 32
Beschäftigung: Herausgeber eines Stadtmagazines, Barkeeper und Therapeut
URL: realitaetsfilter.de
Warum Nürnberg?
Ich bin in Erlangen geboren. Wohne in Erlangen. Den Realitaetsfilter gibt’s auch in Nürnberg, weil Erlangen zu klein ist. Warum Nürnberg? Nürnberg bietet einfach mehr in Bezug auf Anti-Kommerz. Kleine Kneipenalternativen und alternative Szene Veranstaltungen. Genau das brauch ich für mein Stadtmagazin.
Ist Nürnberg schön?
Meine Freundin ist schön. Wie soll man eine Stadt mit dem Prädikat schön oder hässlich versehen? Gibt es doch in jeder Stadt schöne und weniger schöne Ecken zu entdecken. Ich für meinen Teil finde Nürnberg interessant. Und ehrlich gesagt, gefallen mir die verwohnten Ecken besser als die durchgestylten.
Was sollte man in Nürnberg tunlichst unterlassen?
Sich am Hauptbahnhof nach Spielende als Bayern Fan outen.
Was sollte man in Nürnberg unbedingt tun?
Fürth verneinen.
Nur Nürnberg hat…
… alles getan, um nicht mehr ins Weltkulturerbe aufgenommen zu werden.
18. September 2007
Mit Nürnberg leben lernen ist etwas, womit sich auch der werte Herr Rationalstürmer hätte auseinandersetzen können. Er scheint sich aber einfach hingesetzt zu haben um sein Ding zu machen. Vielleicht ist das der Trick.
Name/Pseudonym: Rationalstürmer
Alter: 38
Beschäftigung: Lohnschreiber & Lügenbaron
URL: rationalstuermer.twoday.net
Warum Nürnberg?
Billig, aber so was schreit ja geradezu nach der Gegenfrage! Vielleicht würde ich mich anderswo genauso wohl fühlen wie hier. Vielleicht sogar noch wohler. Fakt ist jedoch: Ich sehe keinen Grund, aus Nürnberg wegzugehen. Ich bin hier nicht aufgewachsen. Ich bin nicht unbedingt unrausreißbar mit der Stadt verwurzelt, aber ich mag es einfach, und mir fehlt nichts. Okay, Berge wären schon noch super, aber mit den Jahren wird man ja auch bescheiden.
Ist Nürnberg schön?
Könnt ich gar nicht sagen. War mir auch immer egal. Vielleicht ein kleiner Exkurs dazu: Frauen haben mich immer nur interessiert, wenn ihre Nasen ein bisschen schief waren oder ihre Hintern eigentlich viel zu groß. Ich brauchs nicht schön, ich brauchs geil. Nürnberg ist geil.
Was sollte man in Nürnberg tunlichst unterlassen?
Das, was man andernorts auch tunlichst unterlassen sollte. In der U-Bahn laut rülpsen, alten Muttis die Tür vor der Nase zuknallen, wegschauen, wenn man eigentlich was tun könnte.
Was sollte man in Nürnberg unbedingt tun?
Ohweia, das wird Werbung: Die Brezen beim Kolb kaufen und die Bratwürscht nicht an einem dieser bekackten Metallbunker. Currywurst im Salon Regina in der Fürther Straße. Matthias Egersdörfer im Loft (Dank ans Stilhäschen).
Nur Nürnberg hat…
…mich.
15. September 2007
Der Sugar Ray schimpft ja immer ganz fürchterlich über Nürnberg. Alles ist so hässlich hier, die Franken mumpfen rum usw. und so fort. Wer dieses Blog liest und mich vielleicht auch persönlich kennt, der kann ein Lied davon singen. Es soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass ich Nürnberg mittlerweile sehr gut kenne, bestimmt besser als so mancher Eingeborene. Die Nürnberger Zeitung flattert seit langer Zeit jeden Morgen ins Haus und jetzt auch noch der Merian. Genau das wird zunehmend zum Problem. Konnte ich früher z.B. unbeschwert über den hässlichen Plärrer mit dem potthässlichen Plärrerhochhaus herziehen, so steht heute ein großzügiger Artikel über den denkmalgeschützten Betonklotz in der Zeitung. Er war Bayerns erstes Hochhaus (München war noch nicht so weit), ein spektakulärer Bau und ein Zeichen für Wiederaufbau und Wirtschaftswunder in den 50er Jahren. Natürlich weht da eine ganze Portion Stolz mit. Eine Lokalzeitung ist ja auch dafür da, uns Bürger sorgsam dosiert mit Stolz und Lokalpatriotismus zu versorgen. Vor diesem Hintergrund fällt es mir zunehmend schwerer die Bausünden und die Schmucklosigkeit der Stadt zu dokumentieren. Ein Verständnis für die Hintergründe und die Gefühle macht sich breit. Allerdings wird Nürnberg dadurch nicht schöner, nur der Blick ändert sich. Ich werde fei assimiliert.
5. September 2007
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