Nürnberg Erfahrungsaustausch mit Drew

Mit um die 18% hat Nürnberg einen ganz ordentlichen Anteil an Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Natürlich soll auch die Stimme eines wirklich von weit her zugezogenen gehört werden, auch oder gerade weil Kanadier in der Stadt eher unterrepräsentiert sind.

Name/Pseudonym: Drew
Alter: 28
Beschäftigung:
URL:

Warum Nürnberg?
Meine Freundin studiert hier. Ich wollte mehr südlich wohnen aber na ja… passt schon.

Ist Nürnberg schön?
Es ist ziemlich schön, besonders in der Innenstadt, aber außerhalb der Innenstadt ist es nicht so außergewöhnlich.

Was sollte man in Nürnberg tunlichst unterlassen?
Als Kanadier und Eishockeyfan würde ich nicht die EisTigers empfehlen. Ich habe auch kein Interesse an den Nazidings wie z.B. Dokuzentrum.

Was sollte man in Nürnberg unbedingt tun?
Wenn man Ausländer ist, dann sollte man unbedingt ein Clubspiel anschauen. Außerdem ist das Landbierparadis sehr gut und natürlich muss man in der Altstadt spazieren gehen.

Nur Nürnberg hat…
… so eine komische Mischung aus jung und alt, freundlich und unfreundlich, weltoffen und reserviert, kreativ und unkreativ, intelligent und rassistisch. Zwei Ausländer können ganz verschiedenen Erfahrungen in Nürnberg haben, je nachdem welche Hautfarben sie haben. Leider.

4. Dezember 2007

Was wohnen hier eigentlich für Leute?

nachbarschaft.jpgAuf der Suche nach einer neuen Wohnung reicht es manchmal schon die Namen auf den Klingelschildern zu lesen um einen Eindruck über die Mieterstruktur zu bekommen. Aushänge im Hof helfen auch.

4 Kommentare 24. November 2007

aus.lese 2.0

auslese.gifNachdem unsere erste aus.lese in meinem externen Wohnzimmer ja ein (ich will nicht mit Superlativen um mich werfen) sehr schöner Abend war, möchte ich hiermit den Nachfolger bewerben. Am Donnerstag 22.11. gehts weiter mit viel frischem Textgut – auch aus der fränkischen Blogszene – und Livemusik. Der Sugar Ray kümmert sich während der Performance um den Wein, das ist nämlich eine schöne Aufgabe. Mehr Infos hier oder hier. Bitte zahlreich erscheinen, sonst ist das Gejammer was verpasst zu haben wieder groß.

8 Kommentare 19. November 2007

Franconian Blogsphere

Gerade entdeckt: die Blogsphere der Nürnberg Zeitung unter blog.nz-online.de. Der Vip-Raum sieht nach einem ersten Screening am interessantesten aus. Auch der Laufsteg Breite Gasse schreibt ganz gut und spricht meine feminine Ader an. Die anderen sind jetzt thematisch eher bei Mutti mit Familie einzusortieren.
Dann kam der kurze Check, einen Buchstaben in der URL geändert, und… aha! Die Nürnberger Nachrichten bloggen auch (blog.nn-online.de). Da hat der Admin mal das ganze Verlagshaus mit Blogs versorg. Aber die NN sieht etwas träge plus weniger vielfältig aus und das Blog ist auch noch nicht zu Ende konfiguriert. Welche Zeitung war jetzt noch mal die konservative?

3 Kommentare 18. November 2007

jeder sollte einen Supermarkt haben

dirk.gifMeiner steht in den Niederlanden und er verrät auch, dass ich ein Samenwerkender bin. Ladies, ihr wisst bescheid!

1 Kommentar 15. November 2007

bekommste was, dann biste was

Ich möchte eine Beobachtung, eine lokale Eigenheit dokumentieren, die mir, seit ich zum ersten mal in Nürnberg beim Bäcker war, auffällt, bzw. sogar gegen den Strich geht. Und zwar diese unglaubliche Überheblichkeit sich als Kunde vor eine Brötchentheke zu stellen oder einen Kellner anzusprechen und mit Aussagen zu konfrontieren, die so noch gar nicht bewiesen sind.
Konkret heisst das, dass der lokale Kunde z.B. an die Brötchentheke kommt und seine Bestellung selbstsicher vor sich hin trällert: „ich bekomm drei Brötchen.“. Punkt. Woher weiss der Kunde das? Woher weiss er, dass er die drei Brötchen bekommt und nicht ein „Nö, du nicht…“ an den Kopf zurück geflogen kommt?
Ein ordentlicher Kundenwunsch wird mit den warmen Worten „ich hätte gerne drei Brötchen“ formuliert. Oder freundlich im Restaurant: „kann ich bitte die Rechnung bekommen?“. Oder interessiert: „hmm, der Kuchen dort siegt aber lecker aus, würden sie mir ein Stückchen einpacken?“. Beim Bäcker hier um die Ecke hört man nur ein raues: „ich bekomm ein Stück von dem Kuchen da“.
Natürlich kann der Kunde seine Forderung stellen und im Grunde erwarten, dass Folge geleistet wird. Nur hat das mit Freundlichkeit nichts zu tun. Ich hätte keine Lust einen ganzen Tag hinter der Theke zu stehen um mir Befehle von irgendwelchen Dahergelaufenen anzuhören.
Vielleicht hat das aber auch was mit Bildung und sozialem Stand zu tun, so genau hab ichs nun auch wieder nicht erforscht. Auch ist diese praktisch normale Unfreundlichkeit kein rein fränkisches Phänomen, sondern generell im süddeutschen Raum anzutreffen. Ich hab’s nunmal hier kennen gelernt.

4 Kommentare 13. November 2007


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Design & Lampen (Foto: Wiebke) Sprengung Milchhofturm 08 München ist auch hässlich 07 Kapitalismus normiert zerstört tötet Volksbad Nürnberg 04 Augustinerhof Nürnberg 01

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