Nürnberg Erfahrungsaustausch mit Stilhäschen
24. August 2007 Sugar Ray Banister
Natürlich darf eine Portion fränkischer Positivismus und die Stimme für die Partei der Biertrinker nicht fehlen, hier vertreten durch das Stilhäschen:
Name/Pseudonym: Stilhäschen
Alter: 31
Beschäftigung: Ja. Mit Zeug, Design und Geschwalle.
URL: http://www.stilhaeschen.de
Warum Nürnberg?
Schiggsahl, keinesfalls Heimweh. Ich hätt’ lieber Hamburg oder Köln genommen, zur Not sogar Berlin. Aber um mich geworben hat eben nur Nürnberg – wenn man das mal in diese Kiste übertragen will: der Kindergartenkumpel. Die hippen Kerle mit den schicken Schlitten wollten ja nicht. Und jetzt kann ich sagen: das war das Beste, was mir passieren konnte. Ehrlich, treu und mit unschlagbarem Humor. Und dem mit Abstand bestmöglichen Bier im Keller.
Ist Nürnberg schön?
Nicht schöner als andere Städte, aber auch nicht hässlicher. Und die besten Momente hat man sicher nicht an klassischen Touri-Orten. Schön isses ja überall da, wo man sich trotz oder wegen aller Hässlichkeit zuhause fühlt.
Was sollte man in Nürnberg tunlichst unterlassen?
Zuhören, wenn Marcharedd Mülllller (dieses rausgekotze L! Als ob Lippen und Zunge von Wespenvölkern bestochen worden wären!) ihre Blagen Beedra-Mischellll und Lllugga-Lllluhsjöö ruft. Das schlägt alle verdreckten Hinterhöfe, das muss ich zugeben.
Was sollte man in Nürnberg unbedingt tun?
Bier trinken, z.B. in der Altstadtbrauerei. Und Schäufala essen, z.B. in den Albrecht-Dürer-Stuben. Bei mehr als zwei Tagen Zeit unbedingt mal raus in die Fränkische, am besten mit dem Zug – wecher denne Brauereien, ist klar.
Nur Nürnberg hat…
Uff. Ich sag’ ja gern: Nürnberg ist das neue Berlin. Und Fürth ist Ostberlin, und das meine ich jetzt gar nicht abfällig. Ihr werdet alle noch an mich denken, Ihr Hipster.
Filed under: Interviews: Nürnberg Erfahrungsaustausch
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3 Kommentare
1.
Frankenblog | 24. August 2007 um 10:31
“Fürth ist Ostberlin” *rofl*
“wecher denne Brauereien, ist klar” Franken hat ja auch die größte Brauereinendichte der Welt! Gut, dass Du das unterstützt! ;-)
2.
Oberpfälzer | 24. August 2007 um 20:23
Die Ursache, mit dem fürchterlich ausgesprochenen L der Nürnberger, liegt an der falschen Zungenstellung. Die Zunge darf bei einem korrekt ausgesprochenen L, nicht wie bei den Franken üblich, an den unteren Zähnen anstoßen, sondern muss an den oberen Zähnen angelegt werden.
Mir gefällt Nürnberg und der Glubb.
3.
Sugar Ray Banister | 30. August 2007 um 10:15
Guten Tag Herr Oberpfälzer, die Zunge darf noch nicht mal an den Zähnen angelegt werden, sonder muss im Rachen platziert werden. Würde sie an den Zähnen angelegt werden, würde man auf Dauer das Gebiss deformieren und sich z.B. Hasenzähne generieren.
Aber trotzdem Danke für den interessanten Aspekt. Nun fällts mir leichter den Frankendialekt zu imitieren :)