Deaddrop Lenaustrasse 8

Tote digitale Briefkästen

Es gibt in Nürnberg mittlerweile den zweiten “Dead Drop“!

Dead Drops sind ein anonymes, offline Peer-to-Peer Filesharing-Netzwerk im öffentlichen Raum. USB-Speichersticks werden so in Wände, Gebäude oder Kantsteine eingebaut, dass sie für jeden öffentlich zugänglich sind. Man schließt einen Laptop an einem Haus, der Wand oder dem Pfosten an und teilt Lieblingsdateien mit allen anderen. Jeder Dead Drop wird bis auf die readme-Datei, welche das Projekt erklärt, leer installiert und dann auf einer Karte auf der Webseite eingetragen um ihn auffindbar zu machen (Details zur Installation hier). Eine App für Android gibts auch, für iPhone soll wohl eine unterwegs sein. Somit kann man wie der gemeine Geocacher losziehen, die Drops suchen und hübsch Daten im wörtlichen Sinn in der Stadt speichern und laden.

Hintergründe, Pros und Contras der Aktion erklärte bereits ein SpOn-Artikel. Hier nun Details zu den zwei Nürnberger Dead Drops.

Deaddrop Lenaustrasse 8
Deaddrop Lenaustrasse 8

Deaddrop Wilhelm-Spaeth-Straße 18
Deaddrop Wilhelm-Spaeth-Straße 18

Das Projekt Dead Drops des Berliner Medienkünstlers Aram Bartholl wurde auf der diesjährigen Ars Electronica in der Kategorie Digital Communities mit einer Honorary Mention bedacht.

(Fotos sind nicht vom Autor, sondern wurden der Dead Drops Webseite entnommen)

Dirk Murschall

Langjähriger konsequenter Blogger und Fotograf mit einem Faible für Verfallenes und einer Vorliebe für Verqueres. Hauptberuflich eigentlich Fachmann für Internet und digitale Kommunikation. Mag Widersprüche, Ironie, elektronische Musik und schlaue Gespräche am Abend.

2 Kommentare zu “Tote digitale Briefkästen

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