Fundstücke

1. Mai 2013

Taubenstereoskopie

Taube #4René Rdmsky fotografiert Tauben mit einer analogen Kamera namens Nishika. Die Kamera ähnelt dem Lomo Supersampler, allerdings mit dem Unterschied, dass sie simultan vier Fotos macht. Die vier Linsen des Supersamplers lösen dagegen zeitversetzt aus, was auch einen interessanten Effekt gibt, aber stereoskopische Bilder unmöglich macht. Mit etwas Fummelarbeit lassen sich dann aus den eingescannten Fotos der Nishika 3D-wackel-GIFs machen. Rdmsky tut genau das und spezialisiert sich offenbar auf Tauben.

Mehr Fotos der Serie sind hier zu sehen.Taube #10

24. Oktober 2012

Die Stöpselgasse

Die Stöpselgasse in Nürnberg

Ohne Worte. Künstler unbekannt.

11. Oktober 2012

App: Flight of the Fireflies

Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe hat einen App-Award ausgerufen. Interessante, verspielte und künstlerisch wertvolle Apps werden im Rahmen dieses Awards ausgezeichnet. Eine App möchte ich kurz vorstellen, da sie optisch gut in dieses Blog passt: Flight of the Fireflies für das iPad. Man steuert hier spielerisch eine Gruppe von Glühwürmchen durch eine nächtliche, fotorealistische und von Menschen verlassene Stadtrandszenerie. Die atmosphärische Musik komplettiert die am besten zur Nachtruhe einzunehmnede App. Preislich vielleicht einen Tick über der Mal-testen-Grenze und offenbar sind die 5 Level auch flux durchgezockt, aber ich hatte die App im ZKM in der Hand und sie sieht in echt noch mal besser aus als auf dem Video.

Flight of the Fireflies – Trailer from Jonathan Hise Kaldma on Vimeo.

15. Juli 2012

San Francisco zoooom & rrrrrrrroll

Animierte GIFs bzw. Cinemagraphs üben mittlerweile einen besonderen Reiz auf mich aus. Sie geben Fotografie eine zusätzliche Ebene, ohne jedoch zum Film zu werden. Die für ein Musikvideo produzierten Aufnahmen aus San Francisco geben eine gute eine Idee, wie man Cinemagraphs für Stadtfotografie einsetzen kann. Aus Platzgründen finden sich hier jetzt nur zwei der Aufnahmen aus San Francisco denn animierte GIFs werden sehr gerne sehr groß.

Mehr davon und die Geschichte hinter den Aufnahmen findet sich hier.

 

Ps: Auch eine Gruppe aus Japan hat die Drehung um die eigene Achse für sich entdeckt und produziert auch Cinemagraphs, und zwar überaus putzige.

22. Juni 2012

Zu Architektur tanzen

Man sagt, über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen. Bei Musik mühen sich ganze Regale voll Musikmagazine ab die richtigen Worte zu finden, und sie schaffen es manchmal irgendwie auch. Hier nun eine Anleitung für die richtigen Moves zur Anwendung bei unterschiedlicher Architektur. Wie man zur Nürnberger Burg tanzt bleibt weiter unklar. Vermutlich gar nicht. So groovy ist die ja schließlich auch nicht.

(via INCIDENTAL COMICS)

7. Juni 2012

Paste-Ups in Nürnberg

Vielleicht sind Paste-Ups ja genau die richtige Streetartvariante für Nürnberg. Diese fällt in die Grauzone der Gesetzgebung, da die Plakate meist rückstandslos entfernt werden können und somit keine illegale Handlung darstellen. Die Stadt und ihre Einwohner haben nun mal den zweifelhaften Ruf recht rigoros gegen alle möglichen Fassadenmodifikationen vorzugehen, und seien sie noch so künstlerisch. Mit Paste-Ups kann man tendenziell ungeschoren agieren. Allerdings halten die Sachen dafür nicht sehr lange und müssen an trockenen Orten angebracht werden.

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass diese Werke hier das Feld der Streetart revolutionieren, aber auffällig ist, dass bedruckte A4-Papiermosaike an Wänden der Innenstadt gerade ein winzigwenig gehäuft vorkommen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Schwung anhält. Sieht nämlich ganz gut aus!

[via Streetart Nürnberg]

20. Januar 2010

Danke für die Subkultur

Hätte nie gedacht, dass diese Seiten mal einen relegiösen Touch bekommen, aber die Jahre in Bayern reissen einfach irgendwann die Wunden der jungen Jahre wieder auf.
Das Gute an Bayern ist neben den leicht überdurchschnittlichen Gehältern ja die Nähe zu Österreich und damit zu Spuren von Resthumor. Nach Jahren der Verzweiflung bin ich nun auch auf Monochrom gestossen. Sie wahren immer da, auch in meiner Nähe aber wirklich bewusst wahrgenommen habe ich sie dann erst Ende letzten Jahres. Ich möchte hiermit auf diese durchaus international agierende, in Wien, Graz und Bamberg (!) situierte Kunstneigungsgruppe spät aber trotzdem hinweisen. Was alles in deren Umfeld entsteht mag man gar nicht anfangen zu erfassen. Aber es gibt Eindrücke, z.B. beim letzen mal Wien, da wurde mir auf der Roböxotica ein Drink künstlich hergestellt und mir fiel dann ein Gabba-Liveact wieder ein, der vor Jahren in einem Herrenklo nur durch ein Strobo illuminiert auf einem Kunstakademiefest in Nürnberg rockte. Dort gabs Monochrom-Flyer. Da waren sie also, diese Momente mit Monochrom, bewusst oder unbewusst.

Und dafür sag ich Danke, und hänge mich damit an eine schier endlose Reihe dankenswerter Dinge, geschickt vor einigen Jahren intoniert von eben jener Kunstneigungsgruppierung:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

[Danke Quelle] [Siehe auch]

11. November 2009

Stoppt den Tonfilm

Die aktuelle Folge von Sixtus vs Lobo spielt clever mit dem Zukunftspessimismus. Bei dem Clip wird natürlich die Debatte rund um das Internet mit seinen Möglichkeiten und Strömungen parodiert. Dass das alles nicht so weit her geholt ist zeigt ein Plakat aktuell an der Tür der Weinerei Nürnberg, die Kopie eines Flugblattes von 1929, dass gegen den Tonfilm wettert und gleichzeitig Werbung für die anstehenden Stummfilmabende macht. Es wirkt authentisch und wurde hier von mir dezent auf letztes Jahrhundert gefiltert:

Lehnt den Tonfilm ab

Natürlich wiederholt sich Geschichte pausenlos, nur immer in anderen Kleidern. Die Menschen ändern sich ja nicht. Man tut sich leichter mit Fortschritt wenn man merkt, welche bekannten Muster verwendet werden.

Update:
Das Originalplakat stammt von hier.

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