25. April 2012

Ich kauf bei Robert

Als ich damals in Hannover noch Nachmittage und Abende verbracht habe ist mir immer dieser eine Typ aufgefallen. Meist in der Innenstadt um den Kröpke herum, manchmal aber auch in der Bahn nach Hause. Ein kleines drahtiges Männchen, auffällig wegen dem unentwegten, übergroßen starken Grinsen Richtung allem und jedem, dem sportlichen Gang, und den riesigen Kopfhörern und der herausquellenden unüberhörbaren Musik. Ich weiß, heute Läuft jeder zweite mit solchen bunten DJ-Kopfhörern rum, die die Portabilität der Wiedergabegeräte ad absurdem führen, aber damals war das nun mal noch nicht so, bzw. wussten wir Altvorderen noch um die Vorteile von Kompaktkopfhörern. Er war auffällig und irgendwie kannte ihn jeder aber niemand wusste wo er herkam, wo er hin wollte, warum er immer da war und warum er tat was er tat.

Jedenfalls scheint jede Stadt und jedes Kiez so seine Spezialisten zu haben, so auch Nürnberg. Und von einem dieser Zeitgenossen ist mir jetzt ein Video, eine kleine Doku zugeflogen. Wenn man sich öfter im K4 oder ähnlichen Dunstkreisen aufhält, wird man Robert schon kennen, manchmal reicht auch ein Schlenderer durch die Altstadt um ihn zu begegnen. Wo er herkommt, wo er hin will, warum er immer da ist und warum er das alles tut was er tut verrät auch diese Doku nicht. Aber wenn man all die Leute in dem Video etwas genauer betrachtet, dann zeichnet das Filmchen ein recht stimmiges Bild der fränkischen Seele.

Film ab.

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2 Kommentare

  • Ach dieses Filmchen vom Berufsalkoholiker-Hammerlindel.

    Schade ist nur, dass Robert nicht merkt wie er als “Kunstfiger” veraeppelt wird, wirklich traurig, aber irgendwie brauchen wohl das die Hippster um sich wie in Berlin zu fühlen. Irgendeinen Freak, der auf einer Dubstep Party so deplaziert ist wie ein Katholischer Pfarrer bei einer Taufe. Ne ne, wirklich schade.

  • Auch ich kauf bei Robert ;-)



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