Filed under: Stadtgeschehen. Sachen die passieren.
Dem vernehmen nach waren ja mehr Leute auf der allerersten Loveparade als diese überhaupt Teilnehmer hatte. Ist ein Event erstmal etabliert ist es natürlich sehr chic sich damit zu schmücken und als Kenner dazustehen. Allerdings hat die Loveparade spätestens an dem Zeitpunkt an Charme verloren, als zum ersten Mal ein Wagen der Jungen Union mit von der Partie war (das war 1999). Das sind dann so Anzeichen wo auch der letzte Depp merken sollte, dass es mit dem Spirit vorbei ist. Also muss man sich nach Alternativen umsehen. Festivals gibt es 1000de, eins größer, besser, geiler als das andere. Ne, da muss schon was Spezielles her wenn man sich über Events definieren will. Festival kann ja jeder, vor allem kann Beilagenfestivalguide jeder.
Wer den Elektroacker nicht kennt und jetzt so richtig früh dabei gewesen sein will, hats auch schon wieder verpasst. Er findet dieses Jahr nämlich zum dritten Mal statt. Irgendwo auf einem Hochplateau mitten in der Fränkischen stehen auch dieses Jahr fette Boxen auf Strohballen auf einem Acker und erzeugen eine ungewöhnliche Klangkulisse.
Samstag, 23.08.2008 ab 18:00, Elektroacker III, bei schlechtem Wetter vorraussichtlich eine Woche später.
Also hingehen, bevor die Junge Union kommt. Wer allerdings eine Technotanzveranstaltung erwartet, wird enttäuscht werden.
21. Juli 2008
In Zeiten, in denen selbst Günter Netzer rechts radikalisiert wird (Seitenscheitel plus Gefasel über deutsche Tugenden…), kann nur noch die Kunst helfen.
Jahresausstellung 2008 der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
Eröffnung: Mi 09.07.08, 19 Uhr
Sommerfest: Sa 12.07.08, 19 Uhr
2. Juli 2008
Wo sind die Fehler im folgenden Bild?

Aber vielleicht sind dort auch gar keine Fehler, jedenfalls wenn man Nürnberg mit den Augen von Armin Roucka sieht, bzw. seinen subjektiven Beitrag zur Darstellung der Stadt als eine weltoffene und souveräne Großstadt jenseits des Nürnberg-Klischees. Also genau das Gegenteil von dem Bild, welches auf diesen Seiten projiziert wird. Ein schöner Kontrast und sicherlich sehenswert.

Ausstellung: Nürnberg-Ansichten,
11. Juli bis 26. Oktober 2008 im Derag Hotel Maximilian, Obere Kanalstraße 11, Nürnberg
14. Juni 2008
Die Joglierkiste, das Stadtmagazin mit dem Charme einer katholischen Jugendzeitung ist ab sofort Geschichte.
Die Zeitung hat sich zwar gemausert, vom s/w-kopierten gefalteten A4-Blatt zum ordentlich gebundenen Farbdruck-Glanzumschlag-Magazin, aber das konnte nie über die inhaltlichen Schwächen hinwegtäuschen. Für Kunst zu bieder und für Szene zu anständig, für Familien zu artifiziell, für Intellektuelle zu doof und für Kunstsammler (war das vielleicht die Zielgruppe?) zu jung.
Naja, ist kein positiver Nachruf geworden, aber ich hab das Magazin nie gemocht. Dann schon lieber Curt. Hat zwar den Anspruch einer Arbeitereckkneipe aber die dreckige Selbstgefälligkeit geht schon in Ordnung und meist bekommt man beim Warten in der Bar auch nichts anderes in die Finger. Der Realitätsfilter macht sich ja leider etwas rar, darf aber gerne den Curt ersetzen. Doppelpunkt läuft außer Konkurrenz. Man zweifelt ja auch nicht an der SZ.
13. Juni 2008
So richtig hat sich eine Ahnung, was nun die Schutthaufen vom Milchhofgelände den östlichen Eingang zur City in etwas representatives verwandeln soll, noch nicht breit gemacht. Man kann allerdings auf einem Server der Stadt Nürnberg das Konzept der Umgestaltung finden. Verrät natürlich nicht viel über die Optik. Von der Aufteilung her könnte es auch die nächste WBG-Arbeitersiedlung werden. Richtiger Einsatz von Materialen und Architektur kann aber aus dem recht eckigen Grundriss auch einen recht netten Campus werden lassen. Über die Gestaltung der Mercedesfassade hat man wohl viel diskutiert, die Planung der FH kam gut an, wie das alles aber nur wirklich mal aussehen soll ist noch unklar.

Revitalisierung der langjährigen Industriebrache “Milchhofgelände”
DIBAG Industriebau AG
11. April 2008

Fortfahren 4. Dezember 2007