Filed under: Nürnberg ist hässlich, das kann aber ganz schön sein
Das Hotel Royal sieht aus wie alle Hotels die an Südseiten von Hauptbahnhöfen liegen. Kann man alle in eine Schublade packen. Dieses Hotel leidet vor allem an den für Nürnberg typischen zu engen Straßen. (liebe Stadtplaner: beim nächsten Wiederaufbau bitte die ein oder andere Häuserzeile einfach liegen lassen). Was hier irritiert, ist das individuelle Vordach mit einer recht eigenwilligen Interpretation von Kolonialstil. In Nairobi würde man in einem Hotel Royal auch solche Safariautos finden. Der Vorgarten wäre aber dort großzügiger, die Autos fahrbereit, es gäbe weniger Schnee und die Holzapplikationen am Eingangsbereich wären verspielter. Wir sind aber in Nürnberg und nicht in Nairobi.
10. Dezember 2010
Völlig überraschend heute entdeckt: eine etwas verstencilte Toreinfahrt in der Heimereichstr. Ecke Rieterstr.
9. Oktober 2010

Danko schreibt mich an und bittet darum, doch etwas Werbung für seine neue Seite zu machen. Gerne doch. Es sieht so aus als haben wir es hier mit einen vielversprechenden Newcomer in Nürnberg zu tun, der die Stadt und ihre dunklen Ecken genau unter die Lupe nimmt. Bisher befinden sich Fotosets von der alten Tucher Bräu Brauerei, dem Zuckerbär und dem Schwesternwohnheim am Nordklinikum auf der Seite.
Empfehlenswert ist auch sein Flickr Account.
9. September 2010
Damit ein halbwegs interessantes Graffiti zu Tage kommt müssen in Nürnberg ganze Gebäude abgerissen werden. Aber eigentlich hätte der Bau (Luitpoldhaus) auch stehen bleiben können. So hässlich war der gar nicht. Nun ist er aber fast futsch und ich dokumentiere lieber noch mal schnell diese jetzt zur Schau gestellte Wandmalerei bevor sie auch weg ist. Dem leider schon vor über ein Jahr verhallten Kommentar von Baukunst Nürnberg zufolge entsteht an der Stelle nämlich ein auswechselbares Ikearegal. Also lieber jetzt noch mal vorbeigucken um etwas Individualität und Inspiration zu erahnen.
9. August 2010
Bilder werden interessant wenn es einen Kontrast gibt, wenn sich etwas reibt. Dieser Blog lebt davon, dass die eher morbiden Ecken einer Stadt dokumentiert werden, die sich mit für die schönste und schärfste auf dem Planeten hält (und ich suche immer noch den Beweis). Egal. Hier haben wir eine Eckkneipe in Gostenhof, einem Viertel in dem den Tags zufolge die Revolution kurz bevor steht. Nur passieren tut nix. Vielleicht auch deshalb, weil sich die Revoluzzer gerade in der Eckkneipe vorm verdunsten retten.
14. Juli 2010
Eine abendliche Tour durch Gostenhof lohnt sich fast immer, gerade wenn man etwas länger nicht mehr dort gewesen ist. In der ansonsten recht sterilen Dammstraße zwinkerte mir dann auch die Dame auf dem Foto zu und ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden.
8. Juli 2010