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Der Sugar Ray pendelt ja zwischen den Welten. Er ist in der Kantine in München genau so zu Hause wie in der Kantine in Nürnberg. Historisch und durch den Einstellungsort bedingt sind die Stunden die bisher in der Franken Kantine zugebracht wurden natürlich viel zahlreicher als die in München auch wenn das Essen in der dortigen Kantine eine ganze Liga besser ist als der fleischlastige Pampf den es hier gibt, aber das ist eine andere Geschichte.
Auffällig ist, dass es in München öfter mal vorkommt, das Menschen mit ihren Tabletts zusammenstoßen und eine Sauerei machen. Natürlich ist das kein großer Aufhänger und bei dem Gedränge und der knappen Zeit zur Mittagespause mehr als verständlich. Dagegen ist es mir hier in Nürnberg noch nie aufgefallen, dass irgendwer sein Tablett runtergeschissen hat oder mit wem zusammengestoßen ist. Eine Erklärung musste her und das Thema wurde in einer Pause dann zur Sprache gebracht.
Vorschläge wie „in der großen Stadt ist alles viel stressiger und hektischer als hier am Dorf“ oder „das ist die fränkische Gemütlichkeit“ wollten nicht so recht greifen bis dann die (urfränkische) Kollegin mit der einleuchtenden Erklärung kam: „In Franken hat man gelernt, sich aus dem Weg zu gehen!“
8. Dezember 2008
Eigentlich sollte man denken, dass diese Stadt so aus dem Gröbsten raus ist. Industrialisierung und Arbeitercharme versucht man zu vergessen, Kriegsschäden findet man eigentlich nur, wenn man ein Auge dafür hat (dann aber genug!), Baubrachen verschwinden auch langsam (sehr langsam), aber zufrieden ist man einfach lange noch nicht. Wer dachte der Sugar Ray ist der einzige der was zu jammern hat (da versucht sich eine Stadt zu entwickeln, scheitert aber schlicht an mangelndem Geschick), der irrt.
Die beiden Topthemen der letzen Wochen könnten gegensätzlicher nicht sein: Die Kneipenszene und damit das junge bunte Leben sieht sich gerade der totalen Ausrottung ausgesetzt (Thema Sperrzeiten, Statements von Kneipen hier oder hier), und im Gegenzug sieht sich die Fraktion der eingefleischten Hardcorefranken erniedrigt und unterdrückt, solange man ein Teil von Bayern ist und Fürth nicht vernichtet wurde (letzteres ist reine Interpretation aber weit hergeholt ist dieses Ziel sicher nicht).
Beide Themen sind von außen betrachtet lächerlich, sorgen aber hier in der Gegend für ordentlich Bewegung und Diskussionsstoff. Wenn man keine Probleme hat, macht man sich einfach selber welche, gell Nürnberg?
Update: Stirbt die Kneipenkultur? Blubbernde Diskussion plus sehr eindeutigem Antiordnungsamtvoting bei der NZ.
3. September 2008
Nachdem Geschäftskollegen aus München (“… war eigentlich schon ewig nicht mehr in Nürnberg”) nach Besichtung der e_procure & supply 2008 noch einen Rundgang durch die Nürnberger City inklusive Bratwurst haben wollten, ich dann die komplette Tour mit Burg, Burggarten, Kettensteg, Hauptmarkt und Bratwursthaus geführt habe, kam dann die Aussage, dass Nürnberg voll schön ist und man am kommenden Wochenende direkt mit der Familie herkommen wolle.
Hey Maly, bekomm ich Provision?
9. Mai 2008
Entschuldigung wenn ich als Unfranke hier fotografisch Stellung beziehen muss, aber mir kam zu Ohren, dass es Probleme mit dem Tabellenplatz gibt.
28. April 2008
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Ärgerlich. E-Mails mit solchem Inhalt werden gerade in meinem Namen durch die ganze Welt verteilt. Ein Spamversender erstellt die Mails mit meiner Adresse als Absender. Ich bekomme so die Abwesenheitsmitteilungen bzw. die Hinweise, dass manche E-Mails nicht zugestellt werden konnten. Bestellungen sind aber noch keine Eingegangen.
Das ist deshalb so ärgerlich, weil ich nicht nur in der letzen Stunde ca. 300 E-Mails löschen und aussortieren durfte, sondern dass meine hoch heilige private E-Mailadresse nun früher oder später endgültig auf der Blacklist der Antispamdienste landen wird. Normale E-Mails von mir werden somit schnell als vermeintlicher Spam erkannt und kommen gar nicht beim Empfänger an. Im Gegensatz zum Spam könnte ich jedoch mit einer E-Mailsignatur beweisen, dass ich echt bin und mich so der Filterung entziehen, aber wer nutzt solche Technik schon und kann damit umgehen?
Tja ich muss den Drops wohl lutschen oder meine schöne E-Mailadresse wechseln. Es gibt kein Anderes Mittel. Es wurde einfach in der Anfangszeit des Internet verpennt Sicherheitsmechanismen in das SMTP-Protokoll einzubauen, weil keiner damit gerechnet hatte, dass E-Mails derartig missbraucht werden würden. Absender in E-Mails können gefälscht werden und es gibt keine Möglichkeit rauszufinden, wer nun hinter der Aktion steckt oder wie man an Meine Adresse gekommen ist.
17. April 2008
Dieses Blog hier ist ja nicht zum Spass. In Nürnberg stösst man einfach auf ein kommunikatives und ästhetisches Problem. Und auch wenn man sich nach ein paar Tagen der Abwesenheit, nach dem Schock der Rückkehr, wieder etwas eingelebt hat und doch alles nicht so schlimm ist, so wird man immer wieder auf diesen Umstand gestossen. Sei es der Erfahrungsaustausch beim Weinchen, oder Dinge wie die Roland-Berger-Studie der FAZ.
Dass man mit Nürnberg nicht gerade Selbstbewusstsein, Offenheit und das pulsierende Leben aussoziiert wundert mich einfach nicht. Keiner repräsentiert das übrigens besser als die hiesige Kulturreferentin. München ist da schon eher auf der höhe der Zeit und rechtfertigt seinen Stand in etwa. Warum allerdings Leipzig hinten sein soll ist sehr fragwürdig. Wenn es eine blubbernde Boheme gibt, dann dort. Nagut, Kohle hat man dort nicht, aber das hat doch Kreativität noch nie gestört.
[via Vip-Raum]
10. März 2008