Evol in Nürnberg (anno 2005)
2005 war für Streetart in Nürnberg kein so schlechtes Jahr. So war Streetartist Evol nicht nur zu Gast in der Ronin Galerie in der Hessestraße in Gostenhof (das Projekt war temporär), sondern hat offenbar in der Zeit auch einige Spuren in Nürnberg selbst hinterlassen.
Die folgenden Bilder stammen aus der Zeit und zeigen von Evol bearbeitete Verteilerkästen und sie haben so in Nürnberg gestanden. Zwei in der Südstadt, einer in Gostenhof selbst und noch einer. Genaues ist heute nur noch schwer zu sagen, aber vielleicht erkennt ja jemand anhand der Bilder den Ort. Die letzten beiden Fotos sehen wirklich sehr nach Nürnberg aus. Ach und selbstverständlich existiert von den Sachen nichts mehr.
Update:
Bild 1 und 3 ist das gleiche Objekt. Bild 2 Schwanhardtstr. neben dem Fahrradladen. Bild 4 Gostenhof am Einkaufsmarkt, gegenüber der Artelier Galerie (Knauerstraße)




Wie sich die Stromkastenmalereien mittlerweile entwickelt haben, sieht man hier.
Danke an eyeshots.net
Die Friedrich-Ebert-Enge
Da ist er nun, der mehr oder weniger fertige Friedrich-Ebert-Platz. Wobei das Wort “Platz” in dem Namen den Ort nicht sonderlich korrekt beschreibt. Denn es gibt keinen Platz oder irgendeinen Freiraum an diesem Ort. Er ist eng und zugestellt und er ist so abgrundtief hässlich wie damals schon und pflegt damit eine Tradition der Stadt, in der schöne und einladende Plätze und öffentliche Räume praktisch nicht vorhanden sind. Man kann da wirklich bald ein Konzept hinter vermuten. Ein schöner Ort würde ja auffallen, und auffallen möchte man in Nürnberg eher nicht.
Die NZ gibt mit dem Artikel “Was lief falsch am Friedrich-Ebert-Platz?” etwas Einblick in die Wirren die zu Tage treten, wenn man versucht in Nürnberg Architektur und Stadtplanung zu machen.
Amelie
Irgendeine Nacht in der Weinerei Nürnberg, als Amelie die Kamera nicht bemerkte.
Kamera: Canon EOS 550D
Objektiv: Canon EF 50 mm 1:1.8 II
Das Foto befindet sich auch in der Fotocommunity.
Architektur überwintern
Was man mit Bildern und Fotos machen sollte, bevor sie im Wohnbereich oder im Keller vor sich hin stauben: in der Stadt verteilen!
Es gibt nun noch einen weiteren Grund mal durch die Humboldtstraße zu spazieren. Nicht nur um Nürnberg mal von einer vielleicht etwas nicht so klischeehaften Seite zu erkunden, sondern um bei der Hausnummer 90 innezuhalten und staunend durchs Schaufenster zu blicken. Das befreundete Architekturbüro Archinovo hat sich nämlich bereiterklärt, eine Wand freizuräumen, um Fotos aus diesem Blog ein warmes Heim für den Winter zu geben. Also schaun Sie doch mal rein. (Die Ausstellung ist mittlerweile beendet.)
Wäre doch eigenartig, wenn man bei der Energieberatung nicht etwas abwesend, dafür aber inspiriert rüber zu den Fotos gucken und sich überlegen würde, wie man das Volksbad sanieren könnte, das Atrium kultivieren, den Optiker wiedereröffnen oder eine alte Fassade wenigstens in Ansätzen wieder etwas Leben einhauchen könnte. Galerien sind ja auch oft ein Ort für neue Ideen, ein Architekturbüro in der Südstadt nun möglicherweise auch.
Atrium Gezeiten
Im Jahr 2008 schloss “das schönste Kino Nürnbergs“, das Atrium. “Ein Filmpalast aus der guten alten Kinozeit, komplett neu renoviert und mit modernster Licht- und Tontechnik für anspruchsvollen Filmgenuss in unwiderstehlich charmantem Ambiente” so stands geschrieben seinerzeit, aber der Tod des Filmvorführers (so munkelt man) brachte dem Kino ein jähes Ende. Im Jahr 2010 entstand dann das Foto des verfallenen Atriums. Der schön ranzige Charme war noch da, getragen vor allem durch den die ganze Fassade einehmenden Schriftzug. Auch davon ist gerade nicht mehr viel zu sehen. Scheinbar bekommt das Gebäude eine Farbsanierung, vielleicht um es attraktiv für eine weitere Nutzung zu machen? Wer weiss…
Nürnberg Impressionen #13
Edition St. Leonhard / Schweinau
Es ist beängstigend, wie leer, bedrückend und lieblos ein Stadtteil sein kann. St. Leonhard ist eine dieser Ecken, in der man an einem Sonntag-Nachmittag durchläuft und nicht Halt macht. Nichts lädt einen ein oder schmeichelt die Sinne. Die Häuser liegen schmuck- und regungslos und verschlossen da. Es wirkt zwar aufgeräumt und auch irgendwie sauber, aber wenn das farbenfrohste eines Viertels der Friedhof ist, dann lässt das auf die Lebendigkeit des Rests schließen.
Dazu gesellen sich verlassene Fensterfronten von Orten, die wohl mal Geschäfte gewesen sind. Verblichene Poster aus den 80ern schmücken mit Mühe die staubigen Fenster. Graffitis finden sich praktisch nicht, von einigen motivationslos hingekritzelten Tags mal abgesehen. Nicht mal für Unfug reicht der Antrieb in dieser Ecke, so scheint es, für Gestaltung der eigenen Umgebung zeigt sich erst recht keine Energie.
An Autos wird jedoch nicht primär gespart. Der Fuhrpark des Viertels kann sich durchaus sehen lassen. Falls es Finanzen, Ideale und Interessen in St. Leonhard gibt, dann sind sie nicht für den eigenen Ort bestimmt, sondern dienen anderen Zwecken.
Berlin Weserstr.
Die Weserstr. in Berlin Neukölln hat noch nicht ganz die Kneipen- und Touristendichte wie die Simon-Dach-Straße in Friedrichshain, aber dafür wird man dort auch (noch) nicht um 23:00 Uhr langsam, aber bestimmt von der Außenbestuhlung in die Bars gedrängt um den Anwohnern Ruhe zu geben. Die Anwohner dort haben nicht den Einfluss und möglicherweise auch nicht das Bedürfnis sich Ruhe einzuklagen. Die Flachbildschirmdichte in den Bars ist überschaubar. Noch herrscht dort dieses Fünkchen Anarchie, das Friedrichshain einst bekannt und begehrt gemacht hat. Auch hier wird es erlöschen. Die Weserstr. ist jetzt schon jetzt cooler. Es spricht sich rum und wird immer bekannter und attraktiver und ich war auch noch schuld, denn ich schrieb drüber und publizierte es. Ein Teufelskreis. Bringen wirs hinter uns.
Meanwhile in Berlin (4)
Retro Typography in Berlin, Neukölln am 02. Oktober 2011 um 13:39 Uhr.
Kamera: Canon EOS 1000D
Objektiv: Canon EF-S 18-135 mm 1:3.5-5.6 IS
Das Foto befindet sich auch in der Fotocommunity und eine Großaufnahme des Schaufensters findet sich im Blog des geschätzten Fukkle.
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