Sommerkollektion 2014 Impressionen

Quelle Sommerkollektion 2014 -  Foto 01

Ob es überhaupt eine Fortsetzung der reichlich spontan in sechs Wochen organisierten Sommerkollektion 2013 geben würde, war lange unklar. Es war lange unklar, ob die Hallen und die Dachterrasse wieder zur Verfügung stehen würden, ob das Quellkollektiv wieder die Energie und das Engagement haben würde um eine derartige Veranstaltung zu stemmen, und ob aus dem Quellegebäude nicht vielleicht sogar zwischenzeitlich eine eigentümliche Investorenidee geworden wäre.

Nun, irgendwann kam dann doch recht überraschend die Freigabe für die Nutzung der anvisierten Flächen und man machte sich dran, wieder reichlich spontan eine zweite Sommerkollektion zu basteln. Diesmal allerdings mit etwas anderen Leuten auf den Ausstellungsflächen und einem anderen und auch etwas kleinerem Planungsausschuss. Es war etwas heimeliger geworden, aber es war immer noch die Sommerkollektion, eine Veranstaltung bei der man bis zum letzten Moment nicht weiß, was dabei raus kommt, auch wenn man im Gegensatz zum letzten Jahr schon so ungefähr wusste, was die Leute auf der Quelle so machen.

Und einen weiteren Unterschied gab es. 2013 war ich selbst als Aussteller sowie als Unterstützer hinter den Kulissen aktiv, 2014 hats für mich dann gerade mal zum Besucher an einem Abend gereicht. Immerhin war eins meiner Ausstellungsstücke aus dem letzten Jahr noch da. Ein kleines Foto klebte unbeirrt an einer der Botonsäulen in der Ausstellungshalle.

Gefühlt war letztes Jahr etwas mehr los auf den Ausstellungsflächen sowie in Sachen Publikumsandrang. Das Flair war aber dasselbe und auch der Charme, der aus der Kombination von sehr schöner Kunst und ungehobelter Industriearchitektur entsteht, ist ungebrochen. Etwa eine Stunde lang bin ich dann kurz vor Betriebsschluss am ersten Abend durch die Sommerkollektion gelaufen und habe mich den Eindrücken hingegeben.

Quelle Sommerkollektion 2014 -  Foto 05

Quelle Sommerkollektion 2014 -  Foto 07

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Weitere Fotos von der Sommerkollektion 2014

Mehr zum Thema

Hamburg lächelt an jeder Ecke

Hamburg Smiley OZ

Sie zeugen weder von besonderem Talent, noch von großer Raffinesse. Sie sind einfach nur überall in Hamburg verteilt. Falls sie etwas darstellen, dann enormes Durchhaltevermögen und grenzenlosen Idealismus. Oz sprüht seit über einer Dekade Smileys auf Hamburger Wände, Stromkästen und Straßenschilder. Die Judikative zählte mal bei einer Anklage 120.000 Stück und man glaubt es, denn man muss schon die Augen feste zukneifen um bei einem Spaziergang durch Hamburger Straßen nachts bei Nebel keinen Smiley zu sehen. Sie prägen das Stadtbild, aber auf eine seltsame Weise. Es sind keine schönen Graffitis, es sind einfach nur enorm viele krumme Striche mit doppelt so vielen Punkten. Dazu gesellen sich gerne noch psychedelische Kringel. Einzeln nicht der Rede wert, in der Masse schon fast ein Lebenswerk.

Dennoch, was hätte man sich alles ausdenken können um eine Stadt wie Hamburg, die jeden mit einem entgegengeherzten, den maritimen Arbeitercharme kultivierenden “Moin, Digger!” morgens beim Bäcker sofort in die Arme nimmt, auf den Straßen zu repräsentieren. Vielleicht eben mit einem schön gestaltetem Moin-Tag an jeder Ecke. Oder mit einem stilisierten Backfischbrötchen. Aber die Smileys sind zu platt und ein kleinbisschen zu wenig Kunst. Pluspunkte gibt es aber für Ausdauer und den großen Masterplan des unermüdlichen Sprayers „die Stadt zu verschönern“ und „die Menschen zum Lächeln zu bringen“. Kann man gelten lassen :)

Mehr Fotos auf flickr und zwar in einer eigenen Gruppe und auch dort. Und natürlich auf smiley-hamburg.de.

Zeitgemäß Wohnen in Nürnberg

Frau in der Hood

Wer hätte das gedacht. Da zieht jemand (ich) vor 12 Jahren nach Nürnberg und startet nach einer nur wenigen Jahre dauernden Eingewöhnungsphase ein Blog (dieses) über die Stadt, ihre mangelnde Urbanität und ihre Hässlich- und Spießigkeit. Irgendwann zwischendurch trug man mir zu, dass es sieben bis elf Jahre dauert, bis man Nürnberg schön findet und es mag. Ich kann das mittlerweile bestätigen. Nürnberg hat sich in der Zeit etwas gewandelt und ist vielleicht wirklich etwas lebendiger und offener geworden (Stichwort: Berlinifizierung), vielleicht haben wir uns auch etwas angeglichen.

Nun habe ich immer versucht, möglichst urban und zeitgemäß zu wohnen. In Nürnberg war es in der Vergangenheit nie wirklich einfach, gute Wohnungen in passenden Wohnlagen zu finden. Man hat in den Nullerjahren sehr deutlich gemerkt, dass in den Jahrzehnten davor nicht nennenswert in Wohnraum investiert wurde. Ich habe nach meinen Wohnungen meist sehr lange suchen müssen und war sehr oft über das Angebot enttäuscht. Meine letzte Wohnung habe ich damals erst nach Monaten intensiver und kenntnisreicher Suche gefunden. Auch sie war nicht perfekt, aber ein sehr guter Kompromiss aus Lage, Ausstattung und Preis. Und jetzt habe ich sie aufgegeben, mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Mehr als eine Zweck-WG…

Denn: vor mittlerweile drei (!) Jahren haben wir in einer kleinen Gruppe beschlossen, ein Wohnprojekt zu realisieren. Sowas wie eine WG, aber nicht im eigentlichen Sinn. Also nicht á la sieben Studenten auf 85 qm im Hinterhaus. Eher in der Form eines Mehrgenerationenhauses. Eine langfristig angelegte Art des Wohnens und des freiwilligen Zusammenlebens mehrerer unabhängiger Personen in einer sehr großen Wohnung oder eben einem Haus. Es gibt auch in Nürnberg viele WGs und auch einige sehr alte und sehr große WGs und so glaubten wir, dass es kein Problem sein sollte, solch eine Idee umzusetzen. Es dauerte trotzdem drei Jahre und es scheiterte in der Zeit meistens an unpassendem oder zu kleinem Wohnraum. Wir wollten ja wenigstens einigermaßen zentrumsnah wohnen und die sechs Mitbewohner, die bisher in eigenen Wohnungen lebten, auch passend unterbringen und nicht einsperren. Mit diesen Wünschen stießen wir in Nürnberg sehr schnell an Grenzen.

… und schwer zu realisieren

Neubauwohnungen mit einer für uns interessanten Wohnfläche von mindestens 300 Quadratmetern werden so geplant, dass maximal eine kleine Familie oder vielleicht nur DINKs drin wohnen können. Wir suchten Wohnraum für sechs Personen. Also braucht es neben einer entsprechenden Anzahl an Zimmern auch einen kleinen Haufen an Sanitärräumen. Eigenständiges Zusammenleben benötigt ausreichend Rückzugsorte genauso wie große Gemeinschaftsflächen und etliche Klos um Staus zur Rushhour zu vermeiden. Neubauten kamen selten bis gar nicht in Frage. Der Wohnungsmarkt denkt nicht an größer angelegte Wohnprojekte, was man auch an den Altbauten merkt. Wenn wirklich mal eine riesige Altbauwohnung frei wird, dann auch nur, weil sich eine WG auflöst. Diese Wohnungen kommen dann aber nicht wieder auf den Markt, sondern werden in kleinere Wohnungen aufgeteilt und separat vermietet. Ist lukrativer, aber etwas kurzsichtig. Menschheitsgeschichtlich gesehen ist es die Ausnahme, in sehr kleinen Gruppen oder alleine zu wohnen. Gefühlt nimmt der Wunsch in größeren Gemeinschaften zu leben seit einiger Zeit zu. Quasi als Gegentrend zur entmenschlichten Digitalisierung die die Leute zwar ideell vernetzt aber physisch entkoppelt zurück lässt. In der Arbeitswelt etablierten sich Coworkingspaces genau aus dem Grund. Man möchte nicht den ganzen Tag alleine in einem kleinen Zimmer vorm Computer sitzen.

„Wir sind hier nicht Berlin“

Aber es gab sie trotzdem alle paar Monate mal, die architektonisch passenden Wohnungen. Allerdings blieb der Hürde der Anmietung. Kaufen wollten und konnten wir Wohnraum für unser Projekt (vorerst?) nicht. Selbst wenn die Hälfte der Bewohner in der Lage gewesen wäre, eine Wohnung finanziell zu stemmen, waren Makler und Vermieter regelmäßig sehr skeptisch unserer Idee gegenüber. Man hätte lieber irgendwie was, womit man sich identifizieren konnte, also ein solventes Akademikerpärchen oder ähnliches. Sowas erscheint Hauseigentümern irgendwie solider als sechs separate und unabhängige Einkommen von einer Gruppe, die nach freier Liebe und Sonnentänzen im Garten riecht. Das Argument, dass wir in Nürnberg nicht in Berlin sind, kommt nicht von mir, sondern wurde uns das ein oder andere Mal entgegen gebracht und hat sich intern als kleine Metapher etabliert. In der Hauptstadt haben es alternative Wohnprojekte wohl wirklich einfacher. Aufgegeben haben wir dennoch nicht. Die meisten Teilnehmer des Wohnprojektes entstammen der Weinerei in Nürnberg, also auch so ein Projekt, das aus Berlin kommt und in Nürnberg bestens funktioniert. Warum sollte es also bei großem gemeinschaftlichen und individuellen wohnen anders sein?

Vorort sei Dank

Schlussendlich hat es in diesen Wochen dann doch geklappt. Im gutbürgerlichen und sehr unaufgeregtem Laufamholz stand schon seit einigen Jahren ein riesiges Haus aus den frühen 70ern leer und wartete auf Wiederbelebung. Keine wirkliche Schönheit und vielleicht auch deshalb hatte es sich all die Zeit vor uns versteckt. Über 400 qm, viele Zimmer, riesige Gemeinschaftsflächen, Klos, Garten und einige sehr nette Extras. Man hatte nie versucht, speziell nach Wohngemeinschaften zu suchen, erfuhren wir später. Die Idee wurde durch den Makler erst spät dem Eigentümer nahegebracht, der sich dann überzeugen ließ. Die einzigen Interessenten waren wir wahrlich nicht, aber die, die den Zuschlag bekommen haben.

Two worlds collide where the smart, sophisticated part of town runs into down-at-the-heel suburbia

Laufamholz

Und die Ironie an der ganzen Geschichte ist, dass ich immer versucht habe, urban und zeitgemäß zu wohnen. Und jetzt: Laufamholz! Ich habe seit meiner Kindheit noch nie eine Wohnung so weit weg vom Stadtzentrum gehabt. Noch nie war ich physisch so weit weg von Szene, Stadtkultur und Zeitgeschehen. Und ich habe die Existenz von Leben außerhalb dieser Kreise kritisiert und ignoriert. Dieses Blog ist voll damit. Das Leben in einem Mehrgenerationenhaus erstreckt sich für mich nun nicht nur über diese Form des Zusammenlebens, sondern auch über ein neues Leben in Suburbia. Und ehrlich gesagt freue ich mich drauf. Nachdem Nürnberg in der City eh mittlerweile ein bisschen zu dem geworden ist, wie ich es vor 12 Jahren gerne gehabt hätte, kümmere ich mich ab jetzt nun etwas um das Vorstadtleben. Streetart hab ich bereits entdeckt. Und vielleicht ist Laufamholz ja das neue Charlottenburg und kommt irgendwie. Oder auch nie.

Ob ich fortlaufend über dieses Wohnprojekt berichten werde, weiß ich noch nicht. Würde vielleicht zu arg ins Private gehen. Würde mich aber freuen, wenn die Idee Früchte trägt und die Berlinifizierung auch auf den fränkischen Wohnungsmarkt überschlägt. Lustigerweise hatte ich in der Zwischenzeit von einem Fernsehsender mal eine Anfrage bekommen, ob ich nicht derartige Wohnprojekte kennen würde. Man suchte was für eine länger angelegte Dokumentation. Ich hab niemanden vermittelt und auch nichts von unserem Wohnprojekt erzählt. Ich kenne niemanden, der sich gerne beim Wohnen filmen lassen mag. Außerdem hab ich ein Blog, was soll ich im Fernsehen?


Wenn ihr Fragen zu so einem Wohnprojekt habt, dann ab damit in die Kommentare.

Meanwhile in Nürnberg (28)

U2P

Alte Mauern aus der Vergangenheit gemischt mit Utopie, etwas das nicht an historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist. Nürnberg, Westtorgraben, am 05. Juli 2014 um 19:34 Uhr.

Canon EOS 700D mit Sigma 18-35mm F1.8. RAW edit.

Porto Impressionen

Porto Impression 01

Die Frage was nun schöner ist, Porto oder Lissabon, kann ich bis jetzt noch nicht beantworten. Eine kleine persönliche empirische Studie mit einer guten Handvoll sich nicht wehren könnender Probanden ergab ein uneindeutiges Bild. Porto soll charmanter und heimeliger sein, Lissabon urbaner. Ich kann es nicht beurteilen, denn bisher war ich nur in Porto und das auch nur effektiv für knapp 2 Tage. Die ganze andere Zeit ging für die Arbeit an einem Buchprojekt drauf. Ich hatte also viel mit schreiben, und viel weniger mit fotografieren und auch wenig mit Urbanismus zu tun. Von Porto bleibt mir nur der Hauch einer Kenntnis und eigentlich auch nur ein touristischer Blick. Festzuhalten wäre, dass Portwein sehr lecker ist und ein bisschen vom schreiben abhält, und dass dieses oftmals stark unrenovierte Stadtbild einen tollen Charme versprüht. Neubauten gibt es zwar, teilweise auch mit stark futuristischer Architektur, aber es überwiegt ein gepflegter Verfall. Und es gibt offenbar eine irgendwie traditionell angehauchte Graffitiszene. Etliche Wandmalereien beschäftigen sich mit typischen Tieren der Region. Schon etwas überraschend. Der Ghettostyle fehlt indes nicht. Leider kommt man von Nürnberg nur sehr schlecht und nicht direkt nach Porto, sonst könnte man da ruhig mal öfter gucken gehen.

Porto Impression 04

Porto Impression 08

Porto Impression 15

Porto Impression 20

Mehr Impressionen…

Und auf einmal ist die Facebook Fanseite gesperrt

Sugar Ray Banister 2014-06-27 09-57-53

Facebook hat meine Sugar Ray Banister Fanpage gesperrt. Nachvollziehbare Gründe dafür gibt es keine, eine Vorwarnung gab es auch nicht. Im Gegensatz zu Twitter oder Tumblr, wo wirklich so einiges geht, schaut Facebook schon etwas genauer auf inhaltliche Sauberkeit. Nun habe ich mit meiner Seite gegen irgendwelche Richtlinien verstoßen, meint Facebook mit seiner Sperre ausdrücken zu wollen. Welche genau, bleibt unklar. Es ist nicht möglich direkt mit Facebook in Kontakt zu treten und irgendwas zu klären. Was blieb ist ein Kontaktformular um zu dem Vorfall eine Stellungnahme abzugeben. Ich hab das gemacht, mein Unverständnis ausgedrückt und nachgefragt, was denn nun falsch war. Daraufhin wurde mein mitschwingender Antrag auf Freischaltung abgelehnt. Jeder weitere Kontakt mit Facebook zum dem Vorfall ist nun nicht mehr möglich. Das Kontaktformular ist weg.

Tja. Zum einen bestätigt mich dieser Vorfall in meiner Haltung, dass ein eigenes Blog immer noch die Krone aller Publikationswege ist, da man hier die Kontrolle über seine Inhalte behält und nicht der Willkürlichkeit von Plattformen ausgeliefert ist. Auf der anderen Seite hat mir Facebook mit der Fanpage schon einen schönen und meßbaren Schwung an Traffic auf die Webseite gespült. Es schlagen an der Stelle etwas zwei Herzen in meiner Brust. Macht über die eigenen Inhalte einerseits, bessere Reichweite andererseits.

Was ich nun mache, weiß ich noch nicht. Hat jemand ne Idee? Hab schon von Fällen gehört, bei denen die Fanpage nach ner Zeit wie von Geisterhand wieder verfügbar war. Vielleicht mach ich auch einfach ne neue Seite auf. Mal sehen.

Update
Es gibt eine neue Facebookseite.

Shoreditch Impressionen

Shoreditch London Impression 02

Shoreditch ist ein Stadtteil von London, bevölkert von jungen Menschen aus der Medien und ITK-Industrie, die ein eigentlich traditionelles Arbeiterklassenviertel einnehmen und umgestalten. Die Hipsterquote ist enorm, ebenso wie der Anteil an veganer Gastronomie, Designläden mit upgecycletem Zeug und natürlich außerordentlich viel Streetart und Graffiti. Wir haben hier also so ein bisschen das Gostenhof von London.

Shoreditch London Impression 01

Shoreditch London Impression 07

Shoreditch London Impression 11

Shoreditch London Impression 15

Shoreditch London Impression 24

Mehr Impressionen…

Meanwhile in Nürnberg (27)

Lampe

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, Bayern, Deutschland am 08. Juni 2014 um 20:42 Uhr.

Canon EOS 700D mit Sigma 18-35mm F1.8. RAW edit.

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